본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

환상의 치유력: 미하엘 엔데의 끝없는 이야기

Phantasie als heilende Kraft in Michael Endes Die unendliche Geschichte

0

조회

0

다운로드

4

인용

0

참고문헌

키워드

초록

Die unendliche Geschichte (1979) von Michael Ende ist eine Geschichte, in der das Erzählen nie zu einem Ende kommt. Der letzte Satz des umfangreichen Romans lautet: "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden."Der Roman beginnt mit der Beschreibung der Wirklichkeit, in der sich die Hauptfigur Bastian Balthasar Bux befindet. Der kleine dicke Junge von zehn oder elf Jahren tritt auf der Flucht vor Schulkameraden, die ihn stets hänseln, in ein Antiquariat ein. Dort trifft er auf den Besitzer Karl Konrad Koreander, der gerade das Buch Die unendliche Geschichte liest. Er stielt das ungewöhnliche Buch, schleicht mit ihm auf den Speicher seiner Schule und beginnt dort, es zu lesen. Je mehr er sich bei der Lektüre in das Reich Phantásiens vertieft, desto mehr vergisst er seine unbehagliche Wirklichheit und tut im 13. Kapitel, das heißt genau zur Hälfte des Buches, selbst den Sprung nach Phantásien, um dort die Rolle des Retters Atréju auszulösen und die kranke Kindliche Kaiserin zu retten. Durch verschiedene Abenteuer kehrt er am Ende in seine Wirklichkeit zurück, nun mit dem Bewusstsein, was er wirklich will. Die unendliche Geschichte zeigt dem Leser Bastians persönliche Entwicklung von einem schwachen, feigen zu einem selbstsicheren und tapferen Jungen. Seine Abenteuer in Phantásien verhelfen ihm zur Selbstidentifizierung und Selbstüberwindung. In diesem Sinne kann der Roman zu den Entwicklungsromanen gezählt werden. Dabei spielt aber das Phantastische eine entscheidenere Rolle als bei anderen realistischeren Entwicklungsromanen. Die Grundaussage der unendlichen Geschichte ist: Phantasie und Wirklichkeit bedingen einander, können nicht ohne einander sein, wie man an der Handlung des Romans sehen kann. Die Wechselbeziehung von Wirklichkeit und Phantasie ist konstruktiv für den Roman. Bastian braucht Phantasie, um sich selbst und damit auch die Welt zu verstehen und sich eine Vorstellung von ihr zu machen. Michael Endes Phantastik ist keine bloße Flucht in die Domäne des Imaginären bzw. des Literarischen. Irgendeine Eskapismus- oder Kompensationstheorie wäre seiner Literatur nicht angemessen. Denn die Suchbewegungen in seiner phantastischen Welt streben über die kleinbürgerliche Welt hinaus nach kosmischen Erweiterungen, um eine bewohnbare Welt, einen neuen Mythos zu schaffen. Wie man am Beispiel von Bastian gut sehen kann, ist seine unendliche Phantasie in der irdischen Welt verwurzelt und stets auf die Harmonie mit der Wirklichkeit bedacht. Gerade in diesem technisch hoch entwickelten, allzu nüchternen Zeitalter, kann sie daher heilende Kräfte enthalten.

Abstract

Die unendliche Geschichte (1979) von Michael Ende ist eine Geschichte, in der das Erzählen nie zu einem Ende kommt. Der letzte Satz des umfangreichen Romans lautet: "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden."Der Roman beginnt mit der Beschreibung der Wirklichkeit, in der sich die Hauptfigur Bastian Balthasar Bux befindet. Der kleine dicke Junge von zehn oder elf Jahren tritt auf der Flucht vor Schulkameraden, die ihn stets hänseln, in ein Antiquariat ein. Dort trifft er auf den Besitzer Karl Konrad Koreander, der gerade das Buch Die unendliche Geschichte liest. Er stielt das ungewöhnliche Buch, schleicht mit ihm auf den Speicher seiner Schule und beginnt dort, es zu lesen. Je mehr er sich bei der Lektüre in das Reich Phantásiens vertieft, desto mehr vergisst er seine unbehagliche Wirklichheit und tut im 13. Kapitel, das heißt genau zur Hälfte des Buches, selbst den Sprung nach Phantásien, um dort die Rolle des Retters Atréju auszulösen und die kranke Kindliche Kaiserin zu retten. Durch verschiedene Abenteuer kehrt er am Ende in seine Wirklichkeit zurück, nun mit dem Bewusstsein, was er wirklich will. Die unendliche Geschichte zeigt dem Leser Bastians persönliche Entwicklung von einem schwachen, feigen zu einem selbstsicheren und tapferen Jungen. Seine Abenteuer in Phantásien verhelfen ihm zur Selbstidentifizierung und Selbstüberwindung. In diesem Sinne kann der Roman zu den Entwicklungsromanen gezählt werden. Dabei spielt aber das Phantastische eine entscheidenere Rolle als bei anderen realistischeren Entwicklungsromanen. Die Grundaussage der unendlichen Geschichte ist: Phantasie und Wirklichkeit bedingen einander, können nicht ohne einander sein, wie man an der Handlung des Romans sehen kann. Die Wechselbeziehung von Wirklichkeit und Phantasie ist konstruktiv für den Roman. Bastian braucht Phantasie, um sich selbst und damit auch die Welt zu verstehen und sich eine Vorstellung von ihr zu machen. Michael Endes Phantastik ist keine bloße Flucht in die Domäne des Imaginären bzw. des Literarischen. Irgendeine Eskapismus- oder Kompensationstheorie wäre seiner Literatur nicht angemessen. Denn die Suchbewegungen in seiner phantastischen Welt streben über die kleinbürgerliche Welt hinaus nach kosmischen Erweiterungen, um eine bewohnbare Welt, einen neuen Mythos zu schaffen. Wie man am Beispiel von Bastian gut sehen kann, ist seine unendliche Phantasie in der irdischen Welt verwurzelt und stets auf die Harmonie mit der Wirklichkeit bedacht. Gerade in diesem technisch hoch entwickelten, allzu nüchternen Zeitalter, kann sie daher heilende Kräfte enthalten.

참고문헌 (15)

  1. Michael Ende, "Die unendliche Geschichte. Das Original mit den Illustrationen von Roswitha Quadflieg" (2009)
  2. 신지영, "판타지장르 연구의 현재와 지향점", 뷔히너와 현대문학, 37, pp.217~239 (2011), 한국뷔히너학회
  3. 이경희, "미하엘 엔데의 환상소설 <끝없는 이야기> 연구 - 바스티안의 개성화 과정을 중심으로", 카프카 연구, (24), pp.157~181 (2010), 한국카프카학회
  4. 조셉 캠벨, "세계의 영웅 신화" (1989), 대원사
  5. 조셉 캠벨, "신화의 힘" (2003), 이끌리오
  6. Berger, Klaus, "Michael Ende. Heilung durch magische Phantasie" (1988)
  7. Kultur, "Phantasie", Politik. Protokoll eines Gesprächs mit Erhard Eppler, Michael Ende und Hanne Tächl
  8. Hans-Heino EWERS, "Fantasy-Versuch einer Gattungsbestimmung", 독일문학, 52(2), pp.9~34 (2011), 한국독어독문학회
  9. Durst, Uwe, "Theorie der phantastischen Literatur" (2010)
  10. Hocke, Roman, "Von dem Zauberbuch, das die Welt erobert. Eine kleine Entstehungsgeschichte. Nachwort zu der unendlichen Geschichte" (2009)
  11. Hocke, Roman, "Michael Ende und seine phantastische Welt. Die Suche nach dem Zauberwort" (1997)
  12. Hume, Kathryn, "Fantasy and Mimesis. Response to Reality in Western Literature" (1984)
  13. Jackson, Rosemary, "Fantasy: The Literature of Subversion" (1986)
  14. Simonis, Annette, "Grenzüberschreitungen in der phantastischen Literatur. Einführung in die Theorie und Geschichte eines narrativen Genres" (2005)
  15. Wischnik, Ariane, "Spielarten des Phantastischen - Science Fiction und Fantasy im Vergleich" (2006)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (12건)