본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

‘불확실성’ 시대의 정치극: 페터 바이스의 새로운 소송

Politisches Theater im Zeitalter von der Unbestimmtheit: Peter Weiss' Der neue Prozeß

0

조회

0

다운로드

1

인용

0

참고문헌

키워드

초록

Die Kafka-Bearbeitungen von Peter Weiss lassen sich grob zwei Adaptationstypen zuordnen: Der Prozeß(1974) und Der neue Prozeß. Die beiden letzten Stücke haben von allen seinen Dramen bislang die geringste Aufmerksamkeit erfahren. Aber Wir sollten Augenmerk auf sie wieder zu richten, denn besonders Der neue Prozeß hat an Aktualität nicht viel eingebüßt. Auch in diesen beiden Stücke verwendete Weiss eine Vielfalt theatralischer Mittel, die den Brechtschen Verfremdungseffekt und die Emotionalität Avantgardischer Bühnensprachen miteinschlossen. Die dramatische Risse, die aus der unterschiedlichen Formen(Avantgardistischen Theater und das epischen Theater usw.) und Ideen(Idee der Avantgarde und Marxismus usw.) hervorgehen, werden von vielen Kritikern als ein grober Fehler betrachtet. Aber sie sind heutzutage als fruchtbare Quellen für neue Interpretation zu lesen und werden zur Grundlage für die Vorbereitung der kritischen Theorie und Praxis gegen alle Unterdrückungen werden. Peter Weiss wollte Kafka 'gegen den Strich' lesen. Aber im Der Prozeß versuchte er, sich "so nah wie möglich an den Originaltext zu halten." Dieses Stück wurde von den Kritikern einhellig als mißlungen abgelehnt. 7 Jahren später bearbeitete er die neue Bearbitung. Der neue Prozeß verwendet zwar einige Namen und Motive aus Kafkas Roman, ist aber von diesem in Handlung und Struktur ganz unabhängig. Dieses Drama ist kein retrospektiver Blick auf das Kleinbürgertum am Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern eine aktuelle Bestandsaufnahme des neo-liberalen kapitalistischen Gesellschaftssystems und der Möglichkeit der Kunst, darin noch verändernd wirken zu können. Die Handlung von Der neue Prozeß beinhaltet Aufstieg und Fall des Josef K in einem sich zunehmend multinational erweiternden Konzern. Er ist stets in dem Glauben, jetzt tatsächlich noch mehr gegen das Leiden und für das Wohl der Menschen wirken zu können. Am Ende lassen ihn die Machthaber, die ihn nur als humanistisches Feigenblättchen missbrauchten, zu Beginn des Kriegs, der das 'Erziehungswerk' des Konzerns verwirklichen soll, erschießen. Der ewiger Idealist Josef K. glaubt, dass die Menschen moralisch veredeln und auf die Unterdrückungen einwirken könne. Er bemerkt nicht, dass die Elite in Konzern und Staat die Kunst nur ein 'Teil' ihrer 'Politik' ist, und ihre Politik zielt auf 'Führung der Wirtschaft', und zwar weltweit. Dieses Stück wirkt auf den ersten Blick nur negativ. Der Gutmeinende wird ver- oder missbraucht. Die Kunst selbst, so widerständig sie intendiert war, wird eingemeidet. Und doch gibt es Funken der Hoffnung: etwa die Tatsachen, dass einige der Machthaber selbst noch vor den eingekauften Kunstwerken Angst haben und dass sich jenseits der organisierten Opposition eine widerständige Bewegung selbstbewusster Bürger artikuliert, und dass es Frauen gibt, die gegen das autoritäre System der Männer-Herrschaft sich zu behaupten wissen. Der Schrei, den Leni über Josef Ks Leiche ausstößt, ist Ausdruck des Schreckens und zugleich der Hoffnung.

Abstract

Die Kafka-Bearbeitungen von Peter Weiss lassen sich grob zwei Adaptationstypen zuordnen: Der Prozeß(1974) und Der neue Prozeß. Die beiden letzten Stücke haben von allen seinen Dramen bislang die geringste Aufmerksamkeit erfahren. Aber Wir sollten Augenmerk auf sie wieder zu richten, denn besonders Der neue Prozeß hat an Aktualität nicht viel eingebüßt. Auch in diesen beiden Stücke verwendete Weiss eine Vielfalt theatralischer Mittel, die den Brechtschen Verfremdungseffekt und die Emotionalität Avantgardischer Bühnensprachen miteinschlossen. Die dramatische Risse, die aus der unterschiedlichen Formen(Avantgardistischen Theater und das epischen Theater usw.) und Ideen(Idee der Avantgarde und Marxismus usw.) hervorgehen, werden von vielen Kritikern als ein grober Fehler betrachtet. Aber sie sind heutzutage als fruchtbare Quellen für neue Interpretation zu lesen und werden zur Grundlage für die Vorbereitung der kritischen Theorie und Praxis gegen alle Unterdrückungen werden. Peter Weiss wollte Kafka 'gegen den Strich' lesen. Aber im Der Prozeß versuchte er, sich "so nah wie möglich an den Originaltext zu halten." Dieses Stück wurde von den Kritikern einhellig als mißlungen abgelehnt. 7 Jahren später bearbeitete er die neue Bearbitung. Der neue Prozeß verwendet zwar einige Namen und Motive aus Kafkas Roman, ist aber von diesem in Handlung und Struktur ganz unabhängig. Dieses Drama ist kein retrospektiver Blick auf das Kleinbürgertum am Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern eine aktuelle Bestandsaufnahme des neo-liberalen kapitalistischen Gesellschaftssystems und der Möglichkeit der Kunst, darin noch verändernd wirken zu können. Die Handlung von Der neue Prozeß beinhaltet Aufstieg und Fall des Josef K in einem sich zunehmend multinational erweiternden Konzern. Er ist stets in dem Glauben, jetzt tatsächlich noch mehr gegen das Leiden und für das Wohl der Menschen wirken zu können. Am Ende lassen ihn die Machthaber, die ihn nur als humanistisches Feigenblättchen missbrauchten, zu Beginn des Kriegs, der das 'Erziehungswerk' des Konzerns verwirklichen soll, erschießen. Der ewiger Idealist Josef K. glaubt, dass die Menschen moralisch veredeln und auf die Unterdrückungen einwirken könne. Er bemerkt nicht, dass die Elite in Konzern und Staat die Kunst nur ein 'Teil' ihrer 'Politik' ist, und ihre Politik zielt auf 'Führung der Wirtschaft', und zwar weltweit. Dieses Stück wirkt auf den ersten Blick nur negativ. Der Gutmeinende wird ver- oder missbraucht. Die Kunst selbst, so widerständig sie intendiert war, wird eingemeidet. Und doch gibt es Funken der Hoffnung: etwa die Tatsachen, dass einige der Machthaber selbst noch vor den eingekauften Kunstwerken Angst haben und dass sich jenseits der organisierten Opposition eine widerständige Bewegung selbstbewusster Bürger artikuliert, und dass es Frauen gibt, die gegen das autoritäre System der Männer-Herrschaft sich zu behaupten wissen. Der Schrei, den Leni über Josef Ks Leiche ausstößt, ist Ausdruck des Schreckens und zugleich der Hoffnung.

참고문헌 (18)

  1. Peter Weiss, "Der neue Prozeß" (1984)
  2. Peter Weiss, "Notizbücher 1960-1971" (1981)
  3. Peter Weiss, "Notizbücher 1971-1980" (1981)
  4. Peter Weiss, "Alle Zellen des Widerstands miteinander verbinden", kürbuskern, 9 (1973)
  5. 가라타니 고진, "근대문학의 종언" (2006), 도서출판 b
  6. 김겸섭, "Peter Weiss의 총체극 연구", 박사, pp.2004
  7. 박진우, "호모 사케르 : 주권 권력과 벌거벗은 생명" (2008), 새물결
  8. Beise, Arnd, "Peter Weiss" (2002)
  9. Gerlach, Rainer, "Peter Weiss im Gespräch" (1986)
  10. Kässens, Wend, "Das letzte Stück. Peter Weiss und Gunilla Palmstierna-Weiss inszenierten "Der neue Prozeß" in Stockholm", Theater heute, 13 (1982)
  11. Kässens, Wend, "Eindringlichkeit und Distanz", Theater heute, 4 (1983)
  12. Der neue Prozeß, In Peter Weiss' Dramen, "Der Prozeß", pp.1999, Kremer, Detlef
  13. Lindner, Burkhardt, "Entzifferung Kafkas auf der Schaubühne, In Peter Weiss" (1984)
  14. Marchart, Oliver, "Die politische Differenz: Zum Denken des Politischen bei Nancy, Lefort, Badiou, Laclau und Agamben" (2010)
  15. Patterson, Michael, "Strategies of Political Theatre" (2003), Cambridge UP
  16. Steinmeatz, Alexander, "Peter Weiss im 21" (2010)
  17. Stephan, Alexander, "Heinz Ludwig Arnold im Gespraech mit Peter Weiss(1981. 9. 19), In Die Aesthetik des Widerstands", pp.11~58 (1981)
  18. Zimmermann, Ulrike, "Die dramatische Bearbeitung von Kafkas 「Prozeß」durch Peter Weiss" (1990)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (12건)