미하엘 하네케: 폭력의 일상성에 대한 거리두기적 관찰 -<하얀 리본>을 중심으로
Michael Haneke: distanzierte Beobachtung der Normalität der Gewalt -in Bezug auf Das weisse Band
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초록
Michael Haneke ist berühmt und berüchtigt dafür, dass seine Filme das Publikum mit grotesken Gewaltdarstellungen verstören. Seine konsequente Beschäftigung mit dem Gewaltthema und mit der Gewaltdarstellung in den Medien kann als „distanzierte Beobachtung der Normalität der Gewalt“ bezeichnet werden. Sein Interesse für die Gewalt geht von der Einsicht aus, dass die Welt voll von gewaltsamen Aktivitäten ist, die im täglichen Leben auf den „permanenten Bürgerkrieg“ in der Familie zurückgehen. Diese gewaltvolle Welt wird dann durch die Medien, vor allem durch das Fernsehen übertrieben und manipuliert dargestellt. Dadurch erhalten Menschen eine verzerrte Vorstellung über die Welt. Sie unterhalten sich sogar mit Gewaltdarstellungen in den Medien, ohne dabei Schuldgefühle zu haben. Hanekes Ansicht nach nutzen die sog. „mainstream“-Filme derartige Mißstände aus und bieten dem Publikum die Gewaltdarstellung zum Konsum an, um damit Geld zu verdienen. Haneke will mit seinen Filmen das Verhältnis zwischen dem Film und seinem Publikum neu bestimmen. Dafür provoziert er das Publikum mit diversen Verfremdungsmitteln, so dass das Publikum nicht einfach Filme konsumieren kann, sondern sich durch sie gestört fühlt. Das Publikum soll letztendlich dazu bewegt werden, aktiv darüber nachzudenken.
Abstract
Michael Haneke ist berühmt und berüchtigt dafür, dass seine Filme das Publikum mit grotesken Gewaltdarstellungen verstören. Seine konsequente Beschäftigung mit dem Gewaltthema und mit der Gewaltdarstellung in den Medien kann als „distanzierte Beobachtung der Normalität der Gewalt“ bezeichnet werden. Sein Interesse für die Gewalt geht von der Einsicht aus, dass die Welt voll von gewaltsamen Aktivitäten ist, die im täglichen Leben auf den „permanenten Bürgerkrieg“ in der Familie zurückgehen. Diese gewaltvolle Welt wird dann durch die Medien, vor allem durch das Fernsehen übertrieben und manipuliert dargestellt. Dadurch erhalten Menschen eine verzerrte Vorstellung über die Welt. Sie unterhalten sich sogar mit Gewaltdarstellungen in den Medien, ohne dabei Schuldgefühle zu haben. Hanekes Ansicht nach nutzen die sog. „mainstream“-Filme derartige Mißstände aus und bieten dem Publikum die Gewaltdarstellung zum Konsum an, um damit Geld zu verdienen. Haneke will mit seinen Filmen das Verhältnis zwischen dem Film und seinem Publikum neu bestimmen. Dafür provoziert er das Publikum mit diversen Verfremdungsmitteln, so dass das Publikum nicht einfach Filme konsumieren kann, sondern sich durch sie gestört fühlt. Das Publikum soll letztendlich dazu bewegt werden, aktiv darüber nachzudenken.
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