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현실과 몽환(夢幻)의 경계 - 유디트 헤르만의 『여름별장, 그 후』

Zwischen Realität und Verträumtheit - Zu Judith Hermanns Sommerhaus, später

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주제분류독일어와문학

초록

Die deutsche Gegenwartsliteratur hat wieder Konjunktur, indem seit den 90er Jahren eine neue Generation von Schreibenden aufgetaucht ist. Den fulminanten Erfolg der Debüts vor allem einer Reihe jüngerer deutscher Autorinnen (Judith Hermann, Karen Duve und Zoë Jenny u.s.w.) hat Volker Hage mit der Bezeichnung des “literarischen Fräuleinwunders” charakterisiert. Diese jungen Autorinnen, die insbesondere durch eine neue Lust am Erzählen auffallen, setzen sich weder mit deutscher Vergangenheit noch mit weiblicher Subjektivität auseinander. Statt dessen gehen sie auf Fragen des Lebens in der Wirklichkeit ein, wobei sie sich ‘Phantasie und Verträumtheit’ als eine wichtige narrative Technik verfügbar machen. Vor allem die Erzählungen in Sommerhaus, später von Judith Hermman zeigen eine neue Erzählnaivität, mit der banale Alltagswirklichkeit und undeutbare Befindlichkeit nach dem Ende aller Eindeutigkeit beschrieben werden. Die Erzählung Rote Korallen in Sommerhaus, später weist deutlich auf, wie die Autorin mit ‘Phantasie und Verträumtheit’ in ihrer Erzählung narrativ und stilistisch umgeht. Denn die Erzählung beginnt mit dem realistischen Blick in die Wirklichkeit, doch allmählich wechselt sie auf eine surrealistische Ebene, wobei die Verdichtung der drei Geschichten zu einer einzigen, die Verflochtenheit von Gegenwart und Vergangenheit und die bildliche Konstruktion des Raumes eine wichtige Rolle spielen. Diese zunehmende Verfremdung wird noch durch die traumtief versunkene Atmosphäre und die ausgeprägte Wasser- und Farbmetaphorik verstärkt. Jener ‘Phantasie und Verträumtheit’ bei den jungen Autorinnen lassen sich die folgenden Bedeutungen zuschreiben. Erstens: Anders als die deutschen Romantiker, die in der Traum- und Phantasiewelt auf der Suche nach “blauen Blumen” waren, hegen die jungen Autorinnen mit ihrer Erzählhaltung keinerlei Sehnsucht. Zweitens: Die den Erzählungen verliehene Kontur und Atmosphäre lässt keine klare Grenze zwischen Realität und Phantasie erkennen, so dass das Verhältnis von Innenwelt und Außenwelt, von Vergangenheit und Gegenwart, Wirklichkeit und Fiktionalität dekonstruiert und rekonstruiert wird. ‘Phantasie und Verträumtheit’ im Erzählen stützen drittens noch das von den Autorinnen unternommene Wagnis einer Emanzipation aus der bestehenden Ordnung.

Abstract

Die deutsche Gegenwartsliteratur hat wieder Konjunktur, indem seit den 90er Jahren eine neue Generation von Schreibenden aufgetaucht ist. Den fulminanten Erfolg der Debüts vor allem einer Reihe jüngerer deutscher Autorinnen (Judith Hermann, Karen Duve und Zoë Jenny u.s.w.) hat Volker Hage mit der Bezeichnung des “literarischen Fräuleinwunders” charakterisiert. Diese jungen Autorinnen, die insbesondere durch eine neue Lust am Erzählen auffallen, setzen sich weder mit deutscher Vergangenheit noch mit weiblicher Subjektivität auseinander. Statt dessen gehen sie auf Fragen des Lebens in der Wirklichkeit ein, wobei sie sich ‘Phantasie und Verträumtheit’ als eine wichtige narrative Technik verfügbar machen. Vor allem die Erzählungen in Sommerhaus, später von Judith Hermman zeigen eine neue Erzählnaivität, mit der banale Alltagswirklichkeit und undeutbare Befindlichkeit nach dem Ende aller Eindeutigkeit beschrieben werden. Die Erzählung Rote Korallen in Sommerhaus, später weist deutlich auf, wie die Autorin mit ‘Phantasie und Verträumtheit’ in ihrer Erzählung narrativ und stilistisch umgeht. Denn die Erzählung beginnt mit dem realistischen Blick in die Wirklichkeit, doch allmählich wechselt sie auf eine surrealistische Ebene, wobei die Verdichtung der drei Geschichten zu einer einzigen, die Verflochtenheit von Gegenwart und Vergangenheit und die bildliche Konstruktion des Raumes eine wichtige Rolle spielen. Diese zunehmende Verfremdung wird noch durch die traumtief versunkene Atmosphäre und die ausgeprägte Wasser- und Farbmetaphorik verstärkt. Jener ‘Phantasie und Verträumtheit’ bei den jungen Autorinnen lassen sich die folgenden Bedeutungen zuschreiben. Erstens: Anders als die deutschen Romantiker, die in der Traum- und Phantasiewelt auf der Suche nach “blauen Blumen” waren, hegen die jungen Autorinnen mit ihrer Erzählhaltung keinerlei Sehnsucht. Zweitens: Die den Erzählungen verliehene Kontur und Atmosphäre lässt keine klare Grenze zwischen Realität und Phantasie erkennen, so dass das Verhältnis von Innenwelt und Außenwelt, von Vergangenheit und Gegenwart, Wirklichkeit und Fiktionalität dekonstruiert und rekonstruiert wird. ‘Phantasie und Verträumtheit’ im Erzählen stützen drittens noch das von den Autorinnen unternommene Wagnis einer Emanzipation aus der bestehenden Ordnung.

참고문헌 (18)

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