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폭력과 경계 너머의 사유와 문학 - 들뢰즈와 가타리의 철학과 문학

Die Mikropolitik und die kleine Literatur für Gegen-Gewalt und Überschreitung der Grenzen - Die Philosophie und Literaturtheorie von Deleuze und Guattari

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주제분류독일어와문학

초록

Gilles Deleuze steht in der langen Tradition europäischer Denker, die sich mit der Kritik des Essentialismus beschäftigten. Während der 1970er Jahre veröffentlichte er mit Félix Guattari die bahnbrechenden Arbeiten Kapitalismus und SchizophrenieⅠund Ⅱ. Diese Werke beeinflussen die Lehren von 'der kleinen Literatur' (minor literature). Deleuze und Guattari entwerfen das Konzept der 'Wunschmaschine', eines maschinell gedachten Unbewussten, das, anders als in der Psychoanalyse, nicht sprachlich strukturiert ist. Das Subjekt ist nach dem Konzept nicht vom negativen Mangel gekennzeichnet, sondern vom positiven Wunsch. Der Wunsch hat revolutionäre Kraft. Deleuze und Guattari propagieren durch ihre gemeinsamen Arbeiten Heterogenität, Vielheit, nomadische Wissenschaft und den organlosen Körper. In Tausend Plateaus werden rationalistische Philosophien, vor allem der Hegelianismus, einer radikalen Kritik unterzogen. Deleuze und Guattari propagieren in diesem Buch "Mannigfaltigkeiten", "Werden", "Nomadismus" und den "organlosen Körper". Im Begriff des " Rhizoms " erscheint eine Alternative zum Strukturbaum, dem Emblem der abendländischen Philosophie seit Platon, der das Modell für hierarchische Organisation abgibt. Man muss diese Begriffe verstehen, um sich mit ihrer Kunst- und Literaturtheorie zu befassen. Für Deleuze und Guattari sind die großen Literaturen und Kunst die Kriegsmaschinen. Eine kleine Literatur ist eine Kriegsmaschine gegen den Staatsapparat und die kapitalistische Gewalt. Die Kriegsmaschine hat gerade keinen Krieg zum Ziel, sondern die Bahnung einer schöpferischen Fluchtlinie, die Bildung eines glatten Raumes und die Bewegung der Menschen in diesem Raum. Die kleine Literatur als Kriegsmaschine ist die nomadische Existenz auf den Fluchtlinien und die Erfindung. Die Kombination von Flucht und Erfindung, des Abfallens vom Staatsapparat und einer mit diesem Abfallen zusammenfallenden Bewegung der Instituierung, die Erfindung einer instituierenden Flucht ist die spezifische Qualität der Kriegsmaschine. Die Kriegsmaschine weist über den Diskurs von Gewalt und Terror hinaus, sie ist genau jene Maschine, die der Gewalttätigkeit des Staatsapparats, der Ordnung der Repräsentation zu entkommen sucht. Umgekehrt versuche der Staatsapparat das Nicht-Repräsentierbare unter die Macht der Repräsentation zu zwingen. Für Deleuze und Guattari war Kafkas Literatur typisches Beispiel für derartige Literatur, d.h. eine literarische Kriegsmaschine, die das repräsentative Sprachsystem und die ideologischen Codes demontiert und die metaphysische traditionelle Voraussetzung des Subjektivitätssystems zerstört. Man weiß sehr wohl, dass das heutige revolutionäre Problem darin besteht, eine Einheit der punktuellen Kämpfe zu finden, ohne in eine despotische und bürokratische Organisation der Partei oder des Staatsapparates zurückzufallen: eine Kriegsmaschine, die nicht mit einem Staatsapparat zu vergleichen ist, eine nomadische Einheit in Beziehung zum Außen, die nicht mit der inneren despotischen Einheit verglichen werden kann. Man kann diesartige Lektionen aus Deleuze und Guattari nehmen.

Abstract

Gilles Deleuze steht in der langen Tradition europäischer Denker, die sich mit der Kritik des Essentialismus beschäftigten. Während der 1970er Jahre veröffentlichte er mit Félix Guattari die bahnbrechenden Arbeiten Kapitalismus und SchizophrenieⅠund Ⅱ. Diese Werke beeinflussen die Lehren von 'der kleinen Literatur' (minor literature). Deleuze und Guattari entwerfen das Konzept der 'Wunschmaschine', eines maschinell gedachten Unbewussten, das, anders als in der Psychoanalyse, nicht sprachlich strukturiert ist. Das Subjekt ist nach dem Konzept nicht vom negativen Mangel gekennzeichnet, sondern vom positiven Wunsch. Der Wunsch hat revolutionäre Kraft. Deleuze und Guattari propagieren durch ihre gemeinsamen Arbeiten Heterogenität, Vielheit, nomadische Wissenschaft und den organlosen Körper. In Tausend Plateaus werden rationalistische Philosophien, vor allem der Hegelianismus, einer radikalen Kritik unterzogen. Deleuze und Guattari propagieren in diesem Buch "Mannigfaltigkeiten", "Werden", "Nomadismus" und den "organlosen Körper". Im Begriff des " Rhizoms " erscheint eine Alternative zum Strukturbaum, dem Emblem der abendländischen Philosophie seit Platon, der das Modell für hierarchische Organisation abgibt. Man muss diese Begriffe verstehen, um sich mit ihrer Kunst- und Literaturtheorie zu befassen. Für Deleuze und Guattari sind die großen Literaturen und Kunst die Kriegsmaschinen. Eine kleine Literatur ist eine Kriegsmaschine gegen den Staatsapparat und die kapitalistische Gewalt. Die Kriegsmaschine hat gerade keinen Krieg zum Ziel, sondern die Bahnung einer schöpferischen Fluchtlinie, die Bildung eines glatten Raumes und die Bewegung der Menschen in diesem Raum. Die kleine Literatur als Kriegsmaschine ist die nomadische Existenz auf den Fluchtlinien und die Erfindung. Die Kombination von Flucht und Erfindung, des Abfallens vom Staatsapparat und einer mit diesem Abfallen zusammenfallenden Bewegung der Instituierung, die Erfindung einer instituierenden Flucht ist die spezifische Qualität der Kriegsmaschine. Die Kriegsmaschine weist über den Diskurs von Gewalt und Terror hinaus, sie ist genau jene Maschine, die der Gewalttätigkeit des Staatsapparats, der Ordnung der Repräsentation zu entkommen sucht. Umgekehrt versuche der Staatsapparat das Nicht-Repräsentierbare unter die Macht der Repräsentation zu zwingen. Für Deleuze und Guattari war Kafkas Literatur typisches Beispiel für derartige Literatur, d.h. eine literarische Kriegsmaschine, die das repräsentative Sprachsystem und die ideologischen Codes demontiert und die metaphysische traditionelle Voraussetzung des Subjektivitätssystems zerstört. Man weiß sehr wohl, dass das heutige revolutionäre Problem darin besteht, eine Einheit der punktuellen Kämpfe zu finden, ohne in eine despotische und bürokratische Organisation der Partei oder des Staatsapparates zurückzufallen: eine Kriegsmaschine, die nicht mit einem Staatsapparat zu vergleichen ist, eine nomadische Einheit in Beziehung zum Außen, die nicht mit der inneren despotischen Einheit verglichen werden kann. Man kann diesartige Lektionen aus Deleuze und Guattari nehmen.

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