독일 아동 청소년문학에 나타난 가족형태의 변천
Der Wandel der Familienstrukturen in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur
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초록
In der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) gewinnt die Thematik Familie schon lange an Bedeutung, da die Familie für Kinder als ein wichtiger Ort fungiert, wo sie die meiste Zeit außerhalb der Schule verbringen und die erste gesellschaftliche Beziehung erlernen. Die deutsche KJL erlebt einen großen Wandel seit den 70er Jahren: Die KJL tendiert dazu, die kleinen Leser ernst zu nehmen und die realitätsnahe Welt darzustellen. Was die Thematik Familie betrifft, werden daher die realen Probleme wie die Fremdheit der Kinder in ihrer eigenen Familie, die jungen Erwachsenen und erwachsenen Jungen behandelt (Wölfel, <Die grauen und die grünen Felder>). Außerdem führt die Kritik an der patriarchalischen Ordnung in der Familie zur Entpolarisierung der Geschlechterrollen: Mama geht wieder zur Arbeit und Papa kümmert sich um den Haushalt. (Boie, <Mit Jakob wurde alles anders>, Nöstlinger, <Wir pfeifen auf den Gurkenkönig>). Die Krise der Familie im konventionellen Sinne löst in den Kindern ein ambivalentes Gefühl aus: Durch den Verlust der Geborgenheit haben sie einerseits Angst vor dem Alleinsein, andererseits aber gibt der Freiraum ihnen die Gelegenheit, früh unabhängig von den Eltern selbstständig zu werden und Autonomie zu erlangen. Aus diesem Grund zeigt sich der psychologische Roman, in dem hauptsächlich der Blick ins Innere der Kinder behandelt wird (Boie, <Mit Kindern redet ja keiner>). Oder die selbstständigen Kinder, die zur Verhandlung mit ihren Eltern befähigt sind, werden mit dem humoristischen Stil dargestellt (Nöstlinger, <Einen Vater hab ich auch>). In diesem Fall werden oft die Trennung der Eltern und die Entscheidung der Kinder, mit wem sie zusammenleben, nicht mehr als abnormal angesehen, sondern als eine der verschiedenen Formen der Familie.
Abstract
In der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) gewinnt die Thematik Familie schon lange an Bedeutung, da die Familie für Kinder als ein wichtiger Ort fungiert, wo sie die meiste Zeit außerhalb der Schule verbringen und die erste gesellschaftliche Beziehung erlernen. Die deutsche KJL erlebt einen großen Wandel seit den 70er Jahren: Die KJL tendiert dazu, die kleinen Leser ernst zu nehmen und die realitätsnahe Welt darzustellen. Was die Thematik Familie betrifft, werden daher die realen Probleme wie die Fremdheit der Kinder in ihrer eigenen Familie, die jungen Erwachsenen und erwachsenen Jungen behandelt (Wölfel, <Die grauen und die grünen Felder>). Außerdem führt die Kritik an der patriarchalischen Ordnung in der Familie zur Entpolarisierung der Geschlechterrollen: Mama geht wieder zur Arbeit und Papa kümmert sich um den Haushalt. (Boie, <Mit Jakob wurde alles anders>, Nöstlinger, <Wir pfeifen auf den Gurkenkönig>). Die Krise der Familie im konventionellen Sinne löst in den Kindern ein ambivalentes Gefühl aus: Durch den Verlust der Geborgenheit haben sie einerseits Angst vor dem Alleinsein, andererseits aber gibt der Freiraum ihnen die Gelegenheit, früh unabhängig von den Eltern selbstständig zu werden und Autonomie zu erlangen. Aus diesem Grund zeigt sich der psychologische Roman, in dem hauptsächlich der Blick ins Innere der Kinder behandelt wird (Boie, <Mit Kindern redet ja keiner>). Oder die selbstständigen Kinder, die zur Verhandlung mit ihren Eltern befähigt sind, werden mit dem humoristischen Stil dargestellt (Nöstlinger, <Einen Vater hab ich auch>). In diesem Fall werden oft die Trennung der Eltern und die Entscheidung der Kinder, mit wem sie zusammenleben, nicht mehr als abnormal angesehen, sondern als eine der verschiedenen Formen der Familie.
참고문헌 (15)
- Boie, Kirsten, "Mit Jakob wurde alles anders" (1986), Hamburg
- Boie, Kirsten, "Mit Kindern redet ja keiner" (1990), Frankfurt a. M.
- Nöstlinger, Christine, "Einen Vater hab ich auch" (1994), Weinheim
- Nöstlinger, Christine, "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig. 41. Aufl" (2008), Reinbek b. Hamburg
- Wölfel, Ursula, "Die grauen und die grünen Felder" (1970), Müllheim
- 앤서니 기든스, "현대사회의 성 사랑 에로티시즘 - 친밀성의 구조변동" (2001), 새물결
- Dahrendorf, Malte, "Vom Umgang mit Kinder- und Jugendliteratur" (1996), Berlin
- Daubert, Hannelore, "Familie als Thema der Kinder- und Jugendliteratur in : Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Bd. 2. 4. unveränderte Aufl", pp.684~705 (2005), Baltmannsweiler
- Daubert, Hannelore, "Von ‘jugendlichen’ Eltern und ‘erwachsenen’ Jugendlichen. Familien- strukturen und Geschlechterrollen in Schülerromanen der 80er und 90er Jahre in : Jugendkultur im Adoleszenzroman. Jugendliteratur der 80er und 90er Jahre zwischen Mondere und Postmoderne", pp.43~61 (1994), Weinheim u. München
- Freud, Winfried, "Das zeitgenössische Kinder- und Jugendbuch" (1982), Paderborn
- Gansel, Carsten, "Die moderne Kinder- und Jugendliteratur als literaturdidaktische Heraus- forderung", Deutschunterricht, 7, pp.352~361 (1994)
- Gansel, Carsten, "Moderne Kinder- und Jugendliteratur", Ein Praxishandbuch für den Unterricht, 5 (2005)
- Rerrich, Maria, "Balanceakt Familie - Zwischen alten Leitbildern und neuen Lebensformen. 2. Aufl" (1990), Freiburg
- Vegesack-Boßung, Hella von, "Die Funktion der phantastischen Figur in Chr. Nöstlingers Kinderroman „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig in : Zwischen Utopie und Heiler Welt. Zur Realismusdebatte in Kinder- und Jugendmedien" (1978), Frankfurt a. M.
- Wulf, Carmen, "Mädchenliteratur und weibliche Sozialisation. Erzählungen und Romane für Mädchen und junge Frauen von 1918 bis zum Ende der 50er Jahre" (1996), Frankfurt a. M.
