섹슈얼리티와 폭력의 미학
Sexualität und die Ästhetik der Gewalt
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초록
Gewalt im Geschlechterverhältnis berührt zentrale Fragestellungen und Kernbereiche der Soziologie und Politikwissenschaft. Die feministische Forschung weist besonders auf geschlechtsspezifische Gewaltphänomene und Gewaltverhältnisse sowie geschlechtsspezifische Codierungen von Gewalt hin. Im Zusammenhang von Gewalt und Geschlecht läßt sich an Themen wie sexuelle Gewalt oder Gewalt in Partnerschaft und Familie denken, die sich mit der Zuweisung männlicher Täter und weiblicher Opfer verbinden. Die männliche Gewalt gegen Frauen ist ein zentraler Ausdruck der ungleichen Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern. Foucault sieht Macht als ein dynamisches Geflecht von Aktionen, in denen Menschen auf einander einwirken. Foucaults dynamischer Machtbegriff ermöglicht es, die Widersprüchlichkeit und die Veränderungspotenziale in den Geschlechterverhältnissen zu erfassen, denn er schreibt Macht nicht ausschließlich einem Geschlecht zu. Gewalthandeln von Frauen wird als ‘Gegenwehr’ gedacht. Im Roman 'Penthesilea' wird weibliches Begehren mit Gewalt realisiert. Penthesilea zeichnet die Sprache der Gewalt aus. Im Roman Die 'Klavierspielerin' wird das Geheimnis weiblicher Sexualtät gesucht. Erikas Blick auf ihren eigenen Körper fördert die Gewalt symbolischer Ordnung/die Gewalt männlicher Diskurs zutage. Das ‘gewaltige Schreiben’ von Kleist und Jelinek hat einen Berührungspunkt mit écriture féminine. Die écriture féminine richtet sich auf die Betonung der weiblichen Sexualität und kritisiert maskuline Textpraxis, die den Text als eine Einheit betrachtet, als ein Ganzes, das nach Eindeutigkeit strebt. Gewalt von Frauen gegen Männer, d.h. Gegengewalt von Frauen läßt sich als Revision und Widerstand betrachten. Und gewaltiges Schreiben zeigt sich als verstoßendes Schreiben, das gegen die Logik der patriarchalischen Männerherrschaft ist. Ob Gegengewalt von Frauen gelingt oder nicht, Gegengewalt von Frauen läßt sich als Kritik gegen den männlichen Diskurs sehen.
Abstract
Gewalt im Geschlechterverhältnis berührt zentrale Fragestellungen und Kernbereiche der Soziologie und Politikwissenschaft. Die feministische Forschung weist besonders auf geschlechtsspezifische Gewaltphänomene und Gewaltverhältnisse sowie geschlechtsspezifische Codierungen von Gewalt hin. Im Zusammenhang von Gewalt und Geschlecht läßt sich an Themen wie sexuelle Gewalt oder Gewalt in Partnerschaft und Familie denken, die sich mit der Zuweisung männlicher Täter und weiblicher Opfer verbinden. Die männliche Gewalt gegen Frauen ist ein zentraler Ausdruck der ungleichen Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern. Foucault sieht Macht als ein dynamisches Geflecht von Aktionen, in denen Menschen auf einander einwirken. Foucaults dynamischer Machtbegriff ermöglicht es, die Widersprüchlichkeit und die Veränderungspotenziale in den Geschlechterverhältnissen zu erfassen, denn er schreibt Macht nicht ausschließlich einem Geschlecht zu. Gewalthandeln von Frauen wird als ‘Gegenwehr’ gedacht. Im Roman 'Penthesilea' wird weibliches Begehren mit Gewalt realisiert. Penthesilea zeichnet die Sprache der Gewalt aus. Im Roman Die 'Klavierspielerin' wird das Geheimnis weiblicher Sexualtät gesucht. Erikas Blick auf ihren eigenen Körper fördert die Gewalt symbolischer Ordnung/die Gewalt männlicher Diskurs zutage. Das ‘gewaltige Schreiben’ von Kleist und Jelinek hat einen Berührungspunkt mit écriture féminine. Die écriture féminine richtet sich auf die Betonung der weiblichen Sexualität und kritisiert maskuline Textpraxis, die den Text als eine Einheit betrachtet, als ein Ganzes, das nach Eindeutigkeit strebt. Gewalt von Frauen gegen Männer, d.h. Gegengewalt von Frauen läßt sich als Revision und Widerstand betrachten. Und gewaltiges Schreiben zeigt sich als verstoßendes Schreiben, das gegen die Logik der patriarchalischen Männerherrschaft ist. Ob Gegengewalt von Frauen gelingt oder nicht, Gegengewalt von Frauen läßt sich als Kritik gegen den männlichen Diskurs sehen.
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