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고기와 (여)성 - 젠더화된 문화적 기호 ‘고기’와 그 거부로서 탈고기화

Fleisch und Geschlecht - Vom Fleisch als geschlechtlich bestimmtes Kulturzeichen zur Entfleischlichung

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주제분류독일어와문학

초록

Die Lust auf Fleisch führt an die Anfänge der Menschheit zurück. Aber Fleisch sollte im Prozess der Zivilisation Ausdruck von Macht und Reichtum werden. Besonders wurde Fleisch als eines der wichtigsten Nahrungsmittel zu einer Speise der Männer und die Vorstellungen von Männlichkeit knüpften sich an die Macht über das Fleisch. Es ist wichtig, dass der Zusammenhang von männlicher Macht und der Verfügungsgewalt über Fleisch die (Re-)Produktion der Geschlechterdifferenz hervorbringt. In der vorliegenden Arbeit wird versucht zu zeigen, in welcher Weise Fleisch als ein männliches Privileg und Inbegriff der Männlichkeit in den literarischen Texten gestaltet wird, und wie die traditionierte Geschlechterordnung und die Sexualpolitik durch die Entfleischlichung als Gegendiskurs inszeniert und überwunden werden. Deshalb geht es dabei zentral um die Frage, inwiefern der Zusammenhang zwischen Fleisch und Geschlecht für die Konstituierung von Männlichkeit(en) und Weiblichkeit(en) in literarischer Hinsicht grundlegend ist. Die Symbolik von Fleisch und Macht wird auch in der Literatur aufgenommen und repräsentiert. Begreift man Fleisch nicht nur als das geschlechtlich differenzierte kuturelle Zeichen, sondern auch als eine Komponente der Stilisierung und Inszenierung von Männlichkeit und Weiblichkeit, dann lässt sich der Umgang mit Fleisch als eine aktive Leistung in der Konstruktion der zweigeschlechtlichen Wirklichkeit erkennen. Dass Fleisch zum Symbol von Männlichkeit und deren zentralen Attributen wie Stärke, Potenz und Macht werden konnte, ist das Resultat geschichtlicher Entwicklungen. Aber in der Literatur kann man viele verschiedene Versuche finden, die Frau als Gegenstück zum Mann und die typisch weiblichen Wesenszüge zu subversieren und durch Abneigung gegen Fleisch und ‘Pflanze-Werden’ usw. die Grenzen der Geschlechterordnung zuüberschreiten oder aufzulösen.

Abstract

Die Lust auf Fleisch führt an die Anfänge der Menschheit zurück. Aber Fleisch sollte im Prozess der Zivilisation Ausdruck von Macht und Reichtum werden. Besonders wurde Fleisch als eines der wichtigsten Nahrungsmittel zu einer Speise der Männer und die Vorstellungen von Männlichkeit knüpften sich an die Macht über das Fleisch. Es ist wichtig, dass der Zusammenhang von männlicher Macht und der Verfügungsgewalt über Fleisch die (Re-)Produktion der Geschlechterdifferenz hervorbringt. In der vorliegenden Arbeit wird versucht zu zeigen, in welcher Weise Fleisch als ein männliches Privileg und Inbegriff der Männlichkeit in den literarischen Texten gestaltet wird, und wie die traditionierte Geschlechterordnung und die Sexualpolitik durch die Entfleischlichung als Gegendiskurs inszeniert und überwunden werden. Deshalb geht es dabei zentral um die Frage, inwiefern der Zusammenhang zwischen Fleisch und Geschlecht für die Konstituierung von Männlichkeit(en) und Weiblichkeit(en) in literarischer Hinsicht grundlegend ist. Die Symbolik von Fleisch und Macht wird auch in der Literatur aufgenommen und repräsentiert. Begreift man Fleisch nicht nur als das geschlechtlich differenzierte kuturelle Zeichen, sondern auch als eine Komponente der Stilisierung und Inszenierung von Männlichkeit und Weiblichkeit, dann lässt sich der Umgang mit Fleisch als eine aktive Leistung in der Konstruktion der zweigeschlechtlichen Wirklichkeit erkennen. Dass Fleisch zum Symbol von Männlichkeit und deren zentralen Attributen wie Stärke, Potenz und Macht werden konnte, ist das Resultat geschichtlicher Entwicklungen. Aber in der Literatur kann man viele verschiedene Versuche finden, die Frau als Gegenstück zum Mann und die typisch weiblichen Wesenszüge zu subversieren und durch Abneigung gegen Fleisch und ‘Pflanze-Werden’ usw. die Grenzen der Geschlechterordnung zuüberschreiten oder aufzulösen.

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