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새로운 ‘변증법’적 여성상 재정립 시도 - 괴테의 『이피게니에』와 클라이스트의 『펜테질레아』를 중심으로

Rekonstruktion des neuen Frauenbildes im ‘dialektischen’ Sinne - Goethes Iphigenie & Kleists Penthesilea

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주제분류독일어와문학

초록

Johann Wolfgang von Goethe(1749-1832), der Kleists Talent niemals in Frage gestellt hat, hat das Resümee gezogen: Mir erregte dieser Dichter immer Schauder und Abscheu, wie ein von der Natur schön intentionierter Körper, der von einer fast unheilbaren Krankheit ergriffen wäre. Iphigenies hochgradig verinnerlichte Weiblichkeit, ihre Gefühl-und Seelenhaftigkeit gilt Goethe als Fundament ihrer Humanisierungsfunktion und Kernpunkt der Lösung des Konfliktes mit Thoas, dem Tauris-König. Kleists Penthesilea hingegen als Trägerin eines modernen Bewußtsein ist ebenso sinnlich-extrovertiert wie kämpferisch-gewaltsam. Penthesilea kämpft um Sieg gegen Achilles, den Greek-Kommandeur. Kleists Penthesilea-Figur antwortet auf Goethes Iphigenie in eben Sinn, daß sie deren Aufhebung des mythischen Gewaltzusammenhangs allein durch die Tat des Wortes zur Illusion erklärt. In der Frauengeschichte, d. h. in der Hysterie ist Iphigenie als eine vergeistigte Figur immer noch die Heilige oder die schöne Seele. Es geht nicht um ihren Körper bzw. ihre Sexualität, sondern ihren Geist oder ihre Seele. Penthesilea hingegen kämpft um die gewaltsame Wiederkehr einer unter den Bedingungen der aufgeklärten Moderne rationalistisch unterdrückten Natur. Es handelt sich um den von der Historie unterdrückten und mißgestalteten Körper. In dem neuen ‘dialektischen Spielraum, der sich auf die Lacans 'reale’ Welt bezieht und wo Deleuzes Logik des Sinnes funktioniert, ist es erst möglich, zwei gegensätzliche Achsen gleichzeitig zu sein und sich wechselseitig zu helfen. Dort werden die begrifflichen und metaphorischen Subjekt-Objekt-Verhältnisse unauhörlich aufgehoben. Das Prinzip der Moderne - Inkongruenz von Subjekt und Objekt, Dominanz des Subjektiven über das Objektive, und Tendenz der Subjektivität zur Besetzung resp. Vereinnahmung der Objektivität im Bestreben, die Trennung zu überwinden- ist unfähig und impotent geworden. In solchem Raum läßt sich ein neues Frauenbild im neuen ‘dialektischen’ Sinne rekonstruktieren. Zwei Naturen, die Penthesilea und Iphigenie anschaulich extrem widersprüchlich vertreten, sind dafür notwendige, eigentümliche, und gleichwertige Elemente, eins für das körpliche Teil und anders für das geistinge und seelische. Die beiden sind der Hysterie, der Sphäre der Frauen zugehörig, bewegen sich unaufhörlich, und mischen sich dem Proseß der Historie ein, mit der Absicht, auf die ganz weibliche Weise die Historie anzusprechen und auf eine Bremse zu treten.

Abstract

Johann Wolfgang von Goethe(1749-1832), der Kleists Talent niemals in Frage gestellt hat, hat das Resümee gezogen: Mir erregte dieser Dichter immer Schauder und Abscheu, wie ein von der Natur schön intentionierter Körper, der von einer fast unheilbaren Krankheit ergriffen wäre. Iphigenies hochgradig verinnerlichte Weiblichkeit, ihre Gefühl-und Seelenhaftigkeit gilt Goethe als Fundament ihrer Humanisierungsfunktion und Kernpunkt der Lösung des Konfliktes mit Thoas, dem Tauris-König. Kleists Penthesilea hingegen als Trägerin eines modernen Bewußtsein ist ebenso sinnlich-extrovertiert wie kämpferisch-gewaltsam. Penthesilea kämpft um Sieg gegen Achilles, den Greek-Kommandeur. Kleists Penthesilea-Figur antwortet auf Goethes Iphigenie in eben Sinn, daß sie deren Aufhebung des mythischen Gewaltzusammenhangs allein durch die Tat des Wortes zur Illusion erklärt. In der Frauengeschichte, d. h. in der Hysterie ist Iphigenie als eine vergeistigte Figur immer noch die Heilige oder die schöne Seele. Es geht nicht um ihren Körper bzw. ihre Sexualität, sondern ihren Geist oder ihre Seele. Penthesilea hingegen kämpft um die gewaltsame Wiederkehr einer unter den Bedingungen der aufgeklärten Moderne rationalistisch unterdrückten Natur. Es handelt sich um den von der Historie unterdrückten und mißgestalteten Körper. In dem neuen ‘dialektischen Spielraum, der sich auf die Lacans 'reale’ Welt bezieht und wo Deleuzes Logik des Sinnes funktioniert, ist es erst möglich, zwei gegensätzliche Achsen gleichzeitig zu sein und sich wechselseitig zu helfen. Dort werden die begrifflichen und metaphorischen Subjekt-Objekt-Verhältnisse unauhörlich aufgehoben. Das Prinzip der Moderne - Inkongruenz von Subjekt und Objekt, Dominanz des Subjektiven über das Objektive, und Tendenz der Subjektivität zur Besetzung resp. Vereinnahmung der Objektivität im Bestreben, die Trennung zu überwinden- ist unfähig und impotent geworden. In solchem Raum läßt sich ein neues Frauenbild im neuen ‘dialektischen’ Sinne rekonstruktieren. Zwei Naturen, die Penthesilea und Iphigenie anschaulich extrem widersprüchlich vertreten, sind dafür notwendige, eigentümliche, und gleichwertige Elemente, eins für das körpliche Teil und anders für das geistinge und seelische. Die beiden sind der Hysterie, der Sphäre der Frauen zugehörig, bewegen sich unaufhörlich, und mischen sich dem Proseß der Historie ein, mit der Absicht, auf die ganz weibliche Weise die Historie anzusprechen und auf eine Bremse zu treten.

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