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엘프리데 옐리넥의 『피아노 치는 여자』에서 폭력의 문제

Die Gewalt in Elfriede Jelineks Die Klavierspielerin

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주제분류독일어와문학

초록

In dieser Studie wurde analysiert, in welchem Herrschafts- und Gewaltverhältnis die Hauptpersonen stehen und wie die Sprache die Gewalt behandelt. Der Roman Die Klavierspielerin ist zwar keineswegs einer weiblichen Bekenntnis- und Geständnisliteratur zuzurechnen, aber enthält doch autobiographische Momente. Dies und eine Schreibweise, die stärker als in allen anderen Texten Jelineks konventionellen Lesegewohnheiten entgegenzukommen scheint, hat wohl den Erfolg von Die Klavierspielerin begründet. Erika Kohut lebt allein mit ihrer Mutter. Sie ist der mütterliche Phallus und zugleich der Ehemann. Die Mutter hat die Tochter zu Lebensfeindlichkeit und zu einer Einzelgängerin erzogen. Erikas Sadomasochismen, ihre Selbstverletzungen und ihr Voyeurismus-alle diese Perversionen stehen im Kontext mit der mütterlichen Dominanz und Erikas scheiternden Versuchen, gegenüber dieser Macht ein Selbst auszubilden. Erikas Selbstverletzungen und ihr Voyeurismus sind Aneignungsversuche einer phallischen Position und Reaktionen auf die Erfahrung der Geschlechtshierarchie. die sie in diesen Akten zu überschreiten versucht. Erika wird nicht zur Frau,sondern zur Herrin. Es gelingt ihr nicht, sich weiblich zu identifizieren. Wie sie sich zum Subjekt ihrer Defloration macht, bringt sie sich Verletzungen,zumal ihres Geschlechts, bei, mit denen sie selbst das Subjekt und die Akteurin der Öffnung ihres Körpers und der Penetration zu sein scheint. Das Ziel der Selbstverletzungen ist die Herstellung einer Position, in der Erika selbstbestimmt und autonom - nicht Objekt, sondern Subjekt des sexuellen Akts - zu sein scheint. Zugleich sind die Selbstverletzungen auch symbolische Selbstkastrationen, mit denen sie sich selbst zur Frau, zur Kastrierten, macht und so ihre Weiblichkeit herstellt. Im Schauen in der Peep-Show realisiert sie die phallische Position und vergewissert sie sich der Weiblichkeit als Kastriertheit: Der Mann schaut auf das Nichts, er schaut auf den reinen Mangel. Die eigene Weiblichkeit kann Erika nur als negativ und ekelhaft wahrnehmen. Sie hat die männliche Projektion von der Frau als Loch und Nichts internalisiert. Sie kastriert Klemmer erneut, indem sie ihm einen Brief mit masochistischen Anweisungen schreibt und ihn zwingt, diesen Brief in ihrer Anwesenheit zu lesen. Die Unterwerfung und Vergewaltigung wird von Erika selbst gefordert und inszeniert. Auch indem sie ihm ihre perversen Wünsche nicht sagt, sondern aufschreibt, behauptet sie ihre phallische Position.

Abstract

In dieser Studie wurde analysiert, in welchem Herrschafts- und Gewaltverhältnis die Hauptpersonen stehen und wie die Sprache die Gewalt behandelt. Der Roman Die Klavierspielerin ist zwar keineswegs einer weiblichen Bekenntnis- und Geständnisliteratur zuzurechnen, aber enthält doch autobiographische Momente. Dies und eine Schreibweise, die stärker als in allen anderen Texten Jelineks konventionellen Lesegewohnheiten entgegenzukommen scheint, hat wohl den Erfolg von Die Klavierspielerin begründet. Erika Kohut lebt allein mit ihrer Mutter. Sie ist der mütterliche Phallus und zugleich der Ehemann. Die Mutter hat die Tochter zu Lebensfeindlichkeit und zu einer Einzelgängerin erzogen. Erikas Sadomasochismen, ihre Selbstverletzungen und ihr Voyeurismus-alle diese Perversionen stehen im Kontext mit der mütterlichen Dominanz und Erikas scheiternden Versuchen, gegenüber dieser Macht ein Selbst auszubilden. Erikas Selbstverletzungen und ihr Voyeurismus sind Aneignungsversuche einer phallischen Position und Reaktionen auf die Erfahrung der Geschlechtshierarchie. die sie in diesen Akten zu überschreiten versucht. Erika wird nicht zur Frau,sondern zur Herrin. Es gelingt ihr nicht, sich weiblich zu identifizieren. Wie sie sich zum Subjekt ihrer Defloration macht, bringt sie sich Verletzungen,zumal ihres Geschlechts, bei, mit denen sie selbst das Subjekt und die Akteurin der Öffnung ihres Körpers und der Penetration zu sein scheint. Das Ziel der Selbstverletzungen ist die Herstellung einer Position, in der Erika selbstbestimmt und autonom - nicht Objekt, sondern Subjekt des sexuellen Akts - zu sein scheint. Zugleich sind die Selbstverletzungen auch symbolische Selbstkastrationen, mit denen sie sich selbst zur Frau, zur Kastrierten, macht und so ihre Weiblichkeit herstellt. Im Schauen in der Peep-Show realisiert sie die phallische Position und vergewissert sie sich der Weiblichkeit als Kastriertheit: Der Mann schaut auf das Nichts, er schaut auf den reinen Mangel. Die eigene Weiblichkeit kann Erika nur als negativ und ekelhaft wahrnehmen. Sie hat die männliche Projektion von der Frau als Loch und Nichts internalisiert. Sie kastriert Klemmer erneut, indem sie ihm einen Brief mit masochistischen Anweisungen schreibt und ihn zwingt, diesen Brief in ihrer Anwesenheit zu lesen. Die Unterwerfung und Vergewaltigung wird von Erika selbst gefordert und inszeniert. Auch indem sie ihm ihre perversen Wünsche nicht sagt, sondern aufschreibt, behauptet sie ihre phallische Position.

참고문헌 (17)

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