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불협화음의 엑스터시 - 문학과 폭력에 관한 소고

Ekstase der Dissonanz - Eine Studie über Literatur und Gewalt

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주제분류독일어와문학

초록

Seit eh und je ist Gewalt ein fester Bestandteil der literarischen Thematisierung und Darstellung. Schon in der antiken Literatur begegnet man Gewalt in jeder Art und Form. Die vorliegende Studie, die umfassend und erneut über Gewalt und Literatur reflektieren will, versucht die ‘andere’, nicht negative Seite der ästhetischen Gewalt zu beleuchten und dem Prozeß der ästhetischen Berechtigung der Gewalt nachzugehen. Gewalt ist mit der Macht unzertrennlich verbunden. Durch Gewalt schafft die Macht Ordnung. Jedoch lockert die Gewalt der Machtlosen die feststehende Ordnung auf, stürzt sie um und schafft eine neue Ordnung. Der chaotische Zustand, den die Gegengewalt hervorruft, ist also nicht unbedingt negativ aufzufassen. Auch in der Literatur wird das veraltete System durch Gewalt zerstört und ein neues System herbeigeführt. Obwohl in der Literatur jeder Zeit Gewalt präsent ist, wurde Gewalt bis zur Schwelle der Moderne durch den Metadiskurs des Schönen als das Häßliche, das Schreckliche, das Böse verpönt und marginalisiert. Dies ändert sich erst in der Romantik. In der modernen Kunst und Literatur, wo eher das Schöne marginal wirkt, etabliert sich die ästhetische Gewalt (das Häßliche) als ein von allen Fesseln der Religion, Moralität und der Idee des Schönen befreites selbständiges Prinzip. Bei Heine, bei dem die beiden Aspekte von „Gewalt in der Literatur“ und „Literatur als Gewalt“ zu beobachten sind, kann man auch die Gewalt der subversiven Sprache gut nachvollziehen. Heine setzt seine mächtige Sprache zum Angriff gegen die Gewalt der repressiven Macht ein. Das aggressive Schreiben Heines, das geradezu von der Ekstase der Dissonanz getränkt zu sein scheint, problematisiert die bizarre, groteske Kluft zwischen dem Leben, das voll von Gewalt ist, und der Kunst, die voll von schöner Harmonie ist. Sowohl die Diskussion um Gewalterscheinung als auch der Diskurs über Gewalt in der Literatur und Kunst liegen heute im Wandel. Auf der einen Seite ist Gewalt zum Gegenstand der interessierten ästhetischen Untersuchung avanciert. Es gibt Bemühungen, eine „Ästhetik der Gewalt“ zu etablieren. Die ästhetische Sensibilität über Gewalt wird immer ausgeprägter und feiner. Jedoch gibt es auch Stimmen, die solche kritisieren, die nur auf den ästhetischen Standpunkt behaaren und über die realitätsbezogene Seite der Gewalt hinwegschauen. Angesichts der rohen, „mörderischen Gewalt”, die überall bei uns in der Gesellschaft anzutreffen ist, mutet die hochkultiviert-verfeinerte Rede über ästhetische Gewalt tatsächlich eher weltfremd und irreal an.

Abstract

Seit eh und je ist Gewalt ein fester Bestandteil der literarischen Thematisierung und Darstellung. Schon in der antiken Literatur begegnet man Gewalt in jeder Art und Form. Die vorliegende Studie, die umfassend und erneut über Gewalt und Literatur reflektieren will, versucht die ‘andere’, nicht negative Seite der ästhetischen Gewalt zu beleuchten und dem Prozeß der ästhetischen Berechtigung der Gewalt nachzugehen. Gewalt ist mit der Macht unzertrennlich verbunden. Durch Gewalt schafft die Macht Ordnung. Jedoch lockert die Gewalt der Machtlosen die feststehende Ordnung auf, stürzt sie um und schafft eine neue Ordnung. Der chaotische Zustand, den die Gegengewalt hervorruft, ist also nicht unbedingt negativ aufzufassen. Auch in der Literatur wird das veraltete System durch Gewalt zerstört und ein neues System herbeigeführt. Obwohl in der Literatur jeder Zeit Gewalt präsent ist, wurde Gewalt bis zur Schwelle der Moderne durch den Metadiskurs des Schönen als das Häßliche, das Schreckliche, das Böse verpönt und marginalisiert. Dies ändert sich erst in der Romantik. In der modernen Kunst und Literatur, wo eher das Schöne marginal wirkt, etabliert sich die ästhetische Gewalt (das Häßliche) als ein von allen Fesseln der Religion, Moralität und der Idee des Schönen befreites selbständiges Prinzip. Bei Heine, bei dem die beiden Aspekte von „Gewalt in der Literatur“ und „Literatur als Gewalt“ zu beobachten sind, kann man auch die Gewalt der subversiven Sprache gut nachvollziehen. Heine setzt seine mächtige Sprache zum Angriff gegen die Gewalt der repressiven Macht ein. Das aggressive Schreiben Heines, das geradezu von der Ekstase der Dissonanz getränkt zu sein scheint, problematisiert die bizarre, groteske Kluft zwischen dem Leben, das voll von Gewalt ist, und der Kunst, die voll von schöner Harmonie ist. Sowohl die Diskussion um Gewalterscheinung als auch der Diskurs über Gewalt in der Literatur und Kunst liegen heute im Wandel. Auf der einen Seite ist Gewalt zum Gegenstand der interessierten ästhetischen Untersuchung avanciert. Es gibt Bemühungen, eine „Ästhetik der Gewalt“ zu etablieren. Die ästhetische Sensibilität über Gewalt wird immer ausgeprägter und feiner. Jedoch gibt es auch Stimmen, die solche kritisieren, die nur auf den ästhetischen Standpunkt behaaren und über die realitätsbezogene Seite der Gewalt hinwegschauen. Angesichts der rohen, „mörderischen Gewalt”, die überall bei uns in der Gesellschaft anzutreffen ist, mutet die hochkultiviert-verfeinerte Rede über ästhetische Gewalt tatsächlich eher weltfremd und irreal an.

참고문헌 (28)

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