『어느 혁명가의 죽음』 연출방안 소고(小考) - 『당통의 죽음』 개작(改作) 과정을 중심으로
Ein Regiekonzept für die Inszenierung des Stückes Der Tod eines Revolutionäres - Bezüglich einer Bearbeitung von Dantons Tod von G. Büchner
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초록
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Inszenierung des aus dem Stück „Dantons Tod“ von G. Büchner entwickelten „Der Tod eines Revolutionäres“ zu begründen und erklären. Dieses aus 32 Szenen in 4 Akten aufgebaute Drama gehört zu den schwer zu bearbeitenden Stücken. Dies liegt daran, dass der Text, in dem sich verschiedene Geschehnisse aus der Französischen Revolution niederschlagen, durch das schöpferische Schreiben eines Dichters hergestellt wurde, wobei dokumentarische Elemente und Vorstellungen des Autors verschmelzen, und dass zu viele Personen und Szenen auf der Bühne gestaltet werden müssen. Unter Einbezug solcher Aspekte erfolgt die Inszenierung des Stückes „Der Tod eines Revolutionärs“ in Daejon, Südkorea, zur Erinnerung an Büchners 200. Geburtstag in folgender Weise: ① Um Intertextualität zwischen koreanischen und französischen Geschichtserlebnissen zu suggerieren, fasst ein Erzähler vor Beginn des 1. Aktes die von Danton und Robespierre geführte französische Revolution und ihre positiven und negativen Wirkungen zusammen – während das koreanische Lied „Der Marsch für die Geliebten“ ertönt, das an den blutigen Widerstand gegen die Militärdiktatur in Kwangju im Jahr 1980 erinnert. Dabei werden zwei Diktaturgeneräle erwähnt, Pak, Jonghee und Jon, Duhwan. Der Erzähler betont, dass alle Revolutionen im Gedächtnis der Menschheit als verschiedene Flüsse ewig fließen werden. Leider wurde diese Szene wegen der Besorgnis um einen politischen Skandal nicht realisiert. ② Um das Verständnis des Publikums zu erhöhen, wird ein Prolog eingeschoben, in dem Robespierre und St. Just proklamieren, dass in einer Revolution ein Massaker unausweichlich ist, wie bei einer Naturkatastrophe. Sie fordern das Volk dabei gleichsam drohend auf, sich an der Revolution zu beteiligen. Hier wird auch die Verantwortlichkeit Dantons für die Septembermorde versinnbildlicht, und es wird ein Tanz für die Seelen der Toten zum Gesang eines Requiems gespielt. ③ In der Bearbeitung werden die 32 Szenen in 4 Akten in „Dantons Tod“ durch 14 Szenen rekonstruiert, wobei viele Szenen und Figuren ausgelassen und der dramatische Bilderbogen zu einer geschlossenen Form abgeändert wird.. Zur erhöhten Spannung des Handlungsablaufs wird das polemische Gespräch zwischen Robespierre und Danton, ursprünglich 1. Akt, 6. Szene, vor die Hinrichtung der Danton-Gruppe versetzt. ⓸ Der Effekt der Musik, die im Gegensatz zu anderen realistischen Dramen in „Dantons Tod“ sehr oft erscheint, wird möglichst maximiert, wobei die Marseillaise und die Carmagnole im Massenchor gesungen werden oder durch eine Ziehharmonika zwischen Szenen ertönen, was je nachdem die unterschiedliche Stimmung widerspiegelt. Der Gesang der irrsinnigen Lucile vor dem Gefängnis sowie die als „Die Frauen im Sturm“ betitelte Musik beim Requiemtanz, die neu verdichtet und komponiert ist, spielen ebenso eine sehr wichtige Rolle. Alle Musikstücke werden mit der Ziehharmonika gespielt, die wegen ihrer volkstümlichen Eigenschaft als theatralisches Instrument ausgewählt wurde. ⓹ Um die Rolle des Volkes als schaffendes und zugleich zerstörende Energie in der Französischen Revolution zu betonen, wird versucht, die Wirkung der Volksszenen im Nationalkovent sowie auf dem Guillotinenplatz mit Hilfe von Musik zu verstärken. Während die Szene im Nationalkovent den Willen und die Begeisterung für die Revolution zeigt, gestaltet sich die Volksszene vor der Hinrichtung der Danton-Gruppe mit wildem Gesang und Tanz als ein Karneval. Sie zeigt einen Massenverrat gegen die Revolutionseliten, in dem sich die Eigenschaften des Volkes wie Minotauros oder Saturn offenbaren. ⑦ Es wird versucht, die sich in vielem konnotierenden Liebesbeziehungen der Frauengestalten zu ihren Liebhabern andeutungsvoll zu veranschaulichen. Vor allem die Marion-Szene wird einigermaßen erotisch gestaltet, sodass sie Dantons Mühe ausdrücken kann, sich Marion als „Naturmensch“ zu nähern und sich so aus seiner innerlichen Leere zu befreien oder die innerliche Angst zu überwinden. Schließlich kann die aktuelle Daejoner Danton-Inszenierung als koreanischer Rezeptionsversuch von G. Büchner gesehen werden und somit als ein Beispiel für literarische Kommunikation zwischen heterogenen Kulturräumen und als literarisches Experiment.
Abstract
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Inszenierung des aus dem Stück „Dantons Tod“ von G. Büchner entwickelten „Der Tod eines Revolutionäres“ zu begründen und erklären. Dieses aus 32 Szenen in 4 Akten aufgebaute Drama gehört zu den schwer zu bearbeitenden Stücken. Dies liegt daran, dass der Text, in dem sich verschiedene Geschehnisse aus der Französischen Revolution niederschlagen, durch das schöpferische Schreiben eines Dichters hergestellt wurde, wobei dokumentarische Elemente und Vorstellungen des Autors verschmelzen, und dass zu viele Personen und Szenen auf der Bühne gestaltet werden müssen. Unter Einbezug solcher Aspekte erfolgt die Inszenierung des Stückes „Der Tod eines Revolutionärs“ in Daejon, Südkorea, zur Erinnerung an Büchners 200. Geburtstag in folgender Weise: ① Um Intertextualität zwischen koreanischen und französischen Geschichtserlebnissen zu suggerieren, fasst ein Erzähler vor Beginn des 1. Aktes die von Danton und Robespierre geführte französische Revolution und ihre positiven und negativen Wirkungen zusammen – während das koreanische Lied „Der Marsch für die Geliebten“ ertönt, das an den blutigen Widerstand gegen die Militärdiktatur in Kwangju im Jahr 1980 erinnert. Dabei werden zwei Diktaturgeneräle erwähnt, Pak, Jonghee und Jon, Duhwan. Der Erzähler betont, dass alle Revolutionen im Gedächtnis der Menschheit als verschiedene Flüsse ewig fließen werden. Leider wurde diese Szene wegen der Besorgnis um einen politischen Skandal nicht realisiert. ② Um das Verständnis des Publikums zu erhöhen, wird ein Prolog eingeschoben, in dem Robespierre und St. Just proklamieren, dass in einer Revolution ein Massaker unausweichlich ist, wie bei einer Naturkatastrophe. Sie fordern das Volk dabei gleichsam drohend auf, sich an der Revolution zu beteiligen. Hier wird auch die Verantwortlichkeit Dantons für die Septembermorde versinnbildlicht, und es wird ein Tanz für die Seelen der Toten zum Gesang eines Requiems gespielt. ③ In der Bearbeitung werden die 32 Szenen in 4 Akten in „Dantons Tod“ durch 14 Szenen rekonstruiert, wobei viele Szenen und Figuren ausgelassen und der dramatische Bilderbogen zu einer geschlossenen Form abgeändert wird.. Zur erhöhten Spannung des Handlungsablaufs wird das polemische Gespräch zwischen Robespierre und Danton, ursprünglich 1. Akt, 6. Szene, vor die Hinrichtung der Danton-Gruppe versetzt. ⓸ Der Effekt der Musik, die im Gegensatz zu anderen realistischen Dramen in „Dantons Tod“ sehr oft erscheint, wird möglichst maximiert, wobei die Marseillaise und die Carmagnole im Massenchor gesungen werden oder durch eine Ziehharmonika zwischen Szenen ertönen, was je nachdem die unterschiedliche Stimmung widerspiegelt. Der Gesang der irrsinnigen Lucile vor dem Gefängnis sowie die als „Die Frauen im Sturm“ betitelte Musik beim Requiemtanz, die neu verdichtet und komponiert ist, spielen ebenso eine sehr wichtige Rolle. Alle Musikstücke werden mit der Ziehharmonika gespielt, die wegen ihrer volkstümlichen Eigenschaft als theatralisches Instrument ausgewählt wurde. ⓹ Um die Rolle des Volkes als schaffendes und zugleich zerstörende Energie in der Französischen Revolution zu betonen, wird versucht, die Wirkung der Volksszenen im Nationalkovent sowie auf dem Guillotinenplatz mit Hilfe von Musik zu verstärken. Während die Szene im Nationalkovent den Willen und die Begeisterung für die Revolution zeigt, gestaltet sich die Volksszene vor der Hinrichtung der Danton-Gruppe mit wildem Gesang und Tanz als ein Karneval. Sie zeigt einen Massenverrat gegen die Revolutionseliten, in dem sich die Eigenschaften des Volkes wie Minotauros oder Saturn offenbaren. ⑦ Es wird versucht, die sich in vielem konnotierenden Liebesbeziehungen der Frauengestalten zu ihren Liebhabern andeutungsvoll zu veranschaulichen. Vor allem die Marion-Szene wird einigermaßen erotisch gestaltet, sodass sie Dantons Mühe ausdrücken kann, sich Marion als „Naturmensch“ zu nähern und sich so aus seiner innerlichen Leere zu befreien oder die innerliche Angst zu überwinden. Schließlich kann die aktuelle Daejoner Danton-Inszenierung als koreanischer Rezeptionsversuch von G. Büchner gesehen werden und somit als ein Beispiel für literarische Kommunikation zwischen heterogenen Kulturräumen und als literarisches Experiment.
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