잊혀진 댄디를 찾아서 – 19세기 고전적 댄디즘의 사회·미학적 범주들 –
Auf der Suche nach dem vergessenen Dandy – Sozioästhetische Kategorien des klassischen Dandysmus im 19. Jahrhundert
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, unter besonderer Berücksichtigung des klassischen Dandysmus im 19. Jahrhundert, sozioästhetische Elemente des Dandysmus herauszustellen, vor allem in Bezug auf den geistigen Aristokratismus, die künstlerische Selbststilisierung des einzelnen Helden, oder die Ästhetik des Künstlichen und Anti-Natürlichen. Daraus ergibt sich, dass der Begriff des Dandysmus als Komplex des Sozialtypus und zugleich des ästhetischen Prinzips angesehen wird. In seinen ersten Entwicklungsphasen ist der Dandysmus als Ausdruck einer bestimmten Geistes- und Lebenshaltung anzusehen, welche die aristokratische Attitüde verrät, sich durch einfache, erlesene Eleganz von anderen unterscheiden zu wollen. Dieser Aspekt hat sich auf die französische Kultur ausgewirkt und zum ‘geistigen’ Aristokratismus geführt, der als künstlerischer Stolz einem neuen Typus des Künstlers inhärent sein soll. Seine Originalität und sein Wille zur Andersartigkeit machen den Dandy zwar zum Outsider, aber seine verfeinerte Ausdrucksweise erlaubt der Gesellschaft andererseits ihn als Insider zu akzeptieren. Der englische Dandy, beispielsweise dessen erster Vertreter Brummell, war Quasi- oder Pseudo-Künstler durch sein Wesen selbst, durch den Ton, den er anschlug, den Blick, die Gebärden etc. Dies unterscheidet ihn vom anderen Dandy-Typus, der wie Barbey oder Baudelaire literarische Werke schöpft. In dieser Arbeit wird die Schönheit des Künstlichen vor allem in Bezug auf die Ästhetik der Anti-Natur verstanden.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, unter besonderer Berücksichtigung des klassischen Dandysmus im 19. Jahrhundert, sozioästhetische Elemente des Dandysmus herauszustellen, vor allem in Bezug auf den geistigen Aristokratismus, die künstlerische Selbststilisierung des einzelnen Helden, oder die Ästhetik des Künstlichen und Anti-Natürlichen. Daraus ergibt sich, dass der Begriff des Dandysmus als Komplex des Sozialtypus und zugleich des ästhetischen Prinzips angesehen wird. In seinen ersten Entwicklungsphasen ist der Dandysmus als Ausdruck einer bestimmten Geistes- und Lebenshaltung anzusehen, welche die aristokratische Attitüde verrät, sich durch einfache, erlesene Eleganz von anderen unterscheiden zu wollen. Dieser Aspekt hat sich auf die französische Kultur ausgewirkt und zum ‘geistigen’ Aristokratismus geführt, der als künstlerischer Stolz einem neuen Typus des Künstlers inhärent sein soll. Seine Originalität und sein Wille zur Andersartigkeit machen den Dandy zwar zum Outsider, aber seine verfeinerte Ausdrucksweise erlaubt der Gesellschaft andererseits ihn als Insider zu akzeptieren. Der englische Dandy, beispielsweise dessen erster Vertreter Brummell, war Quasi- oder Pseudo-Künstler durch sein Wesen selbst, durch den Ton, den er anschlug, den Blick, die Gebärden etc. Dies unterscheidet ihn vom anderen Dandy-Typus, der wie Barbey oder Baudelaire literarische Werke schöpft. In dieser Arbeit wird die Schönheit des Künstlichen vor allem in Bezug auf die Ästhetik der Anti-Natur verstanden.
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