쉴러와 보수혁명 - 보수혁명적 관점에서의『빌헬름 텔』연구
Schiller und die Konservative Revolution - Eine Untersuchung zu Wilhelm Tell in Bezug auf die Konservative Revolution
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird Schillers letztes vollendetes Drama Wilhelm Tell zum erstenmal im Licht der ‘Konservativen Revolution’ analysiert. Das heißt, es werden die konservativen und zugleich revolutionären Eigenschaften des Werkes untersucht. Wenn man aber auf historische Voraussetzungen des brisanten Tell-Stoffes Rücksicht nimmt, zeigt das Werk im Grunde kaum unmittelbare Beziehungen zur Französischen Revolution. Schiller hat die französische ‘Totalrevolution’ (E. Burke) ausgespielt, indem er den schweizerischen Befreiungskampf ganz nach dem Muster der alten Revolution darstellt. Der Position der Konservativen Revolution entspricht das geistige Erwachen des Individuums, welches im kulturellen Standpunkt konservativ ist, und damit das Verhalten, welches die dementsprechende praktische Tatkraft enthält. Die konservativ-revolutionären Züge, beim konservativen Aufstand von Tell dargestellt, zeigen sich bestens in der Rütli-Szene des Werkes. Weil das Werk vor allem von friedlichen Charakter geprägt ist, steht das im deutlichen Gegensatz und Widerspruch zur Französischen Revolution. Die scheinbar revolutionären Charaktere beziehen sich auf keine totale Veränderung, keine totale Vernichtung des geschichtlich erfahrenen berechtigten Alles, sondern auf den Kampf für das historisch legitimierte Naturrecht. Gerade in diesem Sinne sollte man da von “antirevolutionär” sprechen. Denn die revolutonären Züge im Werk richten sich lediglich auf den völkischen Widerstand gegen eine frühabsolutistische Fremdherrschaft um der Wahrung des alten Rechtsbestandes willen. Die vorliegende Arbeit hat herausgestellt, dass das Phänomen der völkischen Revolte im Rütlibund dem Konzept der Französischen Revolution widerspricht und vielmehr der Konservativen Revolution näher kommt. Die Revolution im Begriff der Konservativen Revolution bedeutet keinen neuen Beginn unter der Bedingung eines radikalen Durchbruchs mit der Vergangenheit, wie bei der Revolution von 1789. In der vorliegenden Arbeit hat es sich herausgestellt, dass der völkische Aufstand im Sinne der Restauration eines durch Despotismus gestörten Rechtszustandes dem konservativ-revolutionären Konzept entspricht. Von diesem Standpunkt aus gesehen, fühlen sich die Eidgenossen im Rütlibund als die rechtmäßigen Erhalter der Ordnung. Schiller hat gar nicht ein Geschichtsbild unter entschiedenem Bruch mit der Vergangenheit verworfen. In diesem Punkt lassen sich Schiller und ebenso konservative Revolutionäre im 20. Jahrhundert als Traditionalisten betrachten, die den Widerstand gegen das tyrannische Joch von außen leistet und zugleich jene rechtmäßigen Werte und Systeme des Vergangenen wiederherstellen wollen. Schiller hat jedoch niemals die Entwicklung des neunen Lebens und der neuen Gesellschaft vernachlässigt. Weil Tell dauernd auf Individualismus beharrt und doch endlich zur entscheidenden Tat für die Schöpfung einer neuen politischen Gesellschaft kommt.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird Schillers letztes vollendetes Drama Wilhelm Tell zum erstenmal im Licht der ‘Konservativen Revolution’ analysiert. Das heißt, es werden die konservativen und zugleich revolutionären Eigenschaften des Werkes untersucht. Wenn man aber auf historische Voraussetzungen des brisanten Tell-Stoffes Rücksicht nimmt, zeigt das Werk im Grunde kaum unmittelbare Beziehungen zur Französischen Revolution. Schiller hat die französische ‘Totalrevolution’ (E. Burke) ausgespielt, indem er den schweizerischen Befreiungskampf ganz nach dem Muster der alten Revolution darstellt. Der Position der Konservativen Revolution entspricht das geistige Erwachen des Individuums, welches im kulturellen Standpunkt konservativ ist, und damit das Verhalten, welches die dementsprechende praktische Tatkraft enthält. Die konservativ-revolutionären Züge, beim konservativen Aufstand von Tell dargestellt, zeigen sich bestens in der Rütli-Szene des Werkes. Weil das Werk vor allem von friedlichen Charakter geprägt ist, steht das im deutlichen Gegensatz und Widerspruch zur Französischen Revolution. Die scheinbar revolutionären Charaktere beziehen sich auf keine totale Veränderung, keine totale Vernichtung des geschichtlich erfahrenen berechtigten Alles, sondern auf den Kampf für das historisch legitimierte Naturrecht. Gerade in diesem Sinne sollte man da von “antirevolutionär” sprechen. Denn die revolutonären Züge im Werk richten sich lediglich auf den völkischen Widerstand gegen eine frühabsolutistische Fremdherrschaft um der Wahrung des alten Rechtsbestandes willen. Die vorliegende Arbeit hat herausgestellt, dass das Phänomen der völkischen Revolte im Rütlibund dem Konzept der Französischen Revolution widerspricht und vielmehr der Konservativen Revolution näher kommt. Die Revolution im Begriff der Konservativen Revolution bedeutet keinen neuen Beginn unter der Bedingung eines radikalen Durchbruchs mit der Vergangenheit, wie bei der Revolution von 1789. In der vorliegenden Arbeit hat es sich herausgestellt, dass der völkische Aufstand im Sinne der Restauration eines durch Despotismus gestörten Rechtszustandes dem konservativ-revolutionären Konzept entspricht. Von diesem Standpunkt aus gesehen, fühlen sich die Eidgenossen im Rütlibund als die rechtmäßigen Erhalter der Ordnung. Schiller hat gar nicht ein Geschichtsbild unter entschiedenem Bruch mit der Vergangenheit verworfen. In diesem Punkt lassen sich Schiller und ebenso konservative Revolutionäre im 20. Jahrhundert als Traditionalisten betrachten, die den Widerstand gegen das tyrannische Joch von außen leistet und zugleich jene rechtmäßigen Werte und Systeme des Vergangenen wiederherstellen wollen. Schiller hat jedoch niemals die Entwicklung des neunen Lebens und der neuen Gesellschaft vernachlässigt. Weil Tell dauernd auf Individualismus beharrt und doch endlich zur entscheidenden Tat für die Schöpfung einer neuen politischen Gesellschaft kommt.
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