괴테의 ‘고대’ -“변화-지속”의 시간성
Goethes ‘Antike’ -Die Zeitlichkeit der “Wechsel-Dauer”
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초록
Im Kampf gegen die Romantik veröffentlichte Goethe mit Heirich Meyer die Zeitschrift <Propyläen>. Mit diesem Titel, der den “Raum zwischen dem Innern und Äußern, zwischen dem Heiligen und Gemeinen” bedeutet, wollte Goethe die Rückkehr zur Antike und die Wichtigkeit des klassizistischen Kunstprogramms betonen. Zugleich aber vermittelte er im Vorwert der Zeitschrift einen Eindruck, daß die Antike nicht mehr zu erreichen ist. In der Verbreitung des romantischen Kunstgeschmacks seiner Zeit ahnte er schon die Niederlage des Klassizismus. Trotzdem funktionierte die Antike immer für Goethe als der absolute Muster seiner Kunstauffassung. In diesem Sinne war seine ‘Antike’ eine widersprüchliche Zeit, die als eine historische Zeit nicht zu wiederholen ist und zugleich als eine nicht-historische Zeit auch in der Modernen abzurufen ist. Diesen zeitlichen Widerspruch findet man in der <anmutigen Gegend> von Faust II. In der “Wechsel-dauer”, die Faust bei der Erscheinung des Regenbogens beobachtet, ist der “Wechsel” der Naturerscheinungen das unabdingbare Konstituens der “Dauer” der Natur. Das heißt, nur durch die Veränderung der Zeit kann die Dauer ‘ästhetisch’ konstituiert werden. Durch die Zeitlichekeit der “Wechsel-dauer” kann man die widersprüchlichen Zeitauffassung Goethes besser verstehen. Auch in der Moderne, die durch die starke zeitliche Differenz charakterisiert wird, erfährt man einen ästhetischen Augenblick und in diesem Augenblick, der die zeitliche Totalität in sich enthält, kann man die Antike Goethes wieder herstellen. In dem Sinne kann er sagen, “Jeder sey auf seine Art ein Grieche! Aber er sey’s.”
Abstract
Im Kampf gegen die Romantik veröffentlichte Goethe mit Heirich Meyer die Zeitschrift <Propyläen>. Mit diesem Titel, der den “Raum zwischen dem Innern und Äußern, zwischen dem Heiligen und Gemeinen” bedeutet, wollte Goethe die Rückkehr zur Antike und die Wichtigkeit des klassizistischen Kunstprogramms betonen. Zugleich aber vermittelte er im Vorwert der Zeitschrift einen Eindruck, daß die Antike nicht mehr zu erreichen ist. In der Verbreitung des romantischen Kunstgeschmacks seiner Zeit ahnte er schon die Niederlage des Klassizismus. Trotzdem funktionierte die Antike immer für Goethe als der absolute Muster seiner Kunstauffassung. In diesem Sinne war seine ‘Antike’ eine widersprüchliche Zeit, die als eine historische Zeit nicht zu wiederholen ist und zugleich als eine nicht-historische Zeit auch in der Modernen abzurufen ist. Diesen zeitlichen Widerspruch findet man in der <anmutigen Gegend> von Faust II. In der “Wechsel-dauer”, die Faust bei der Erscheinung des Regenbogens beobachtet, ist der “Wechsel” der Naturerscheinungen das unabdingbare Konstituens der “Dauer” der Natur. Das heißt, nur durch die Veränderung der Zeit kann die Dauer ‘ästhetisch’ konstituiert werden. Durch die Zeitlichekeit der “Wechsel-dauer” kann man die widersprüchlichen Zeitauffassung Goethes besser verstehen. Auch in der Moderne, die durch die starke zeitliche Differenz charakterisiert wird, erfährt man einen ästhetischen Augenblick und in diesem Augenblick, der die zeitliche Totalität in sich enthält, kann man die Antike Goethes wieder herstellen. In dem Sinne kann er sagen, “Jeder sey auf seine Art ein Grieche! Aber er sey’s.”
참고문헌 (8)
- Johann Wolfgang Goethe, "Samtliche Werke", Briefe, Tagebucher und Gesprache, 40 (1985)
- Kues, Nikolaus von, "Philosophische-theologische Werke. Bd. 1-4" (2002), Hamburg
- 한철, "소리의 형상 - 괴테의 상호매체적 구상", 독일어문학, 37(2), pp.157~175 (2007), 한국독일어문학회
- Alewyn, Richard, "Ders.: Probleme und Gestalten, In Ders.: Probleme und Gestalten", pp.255~270 (1974)
- Neumann, Gerhard, "Wissen und Liebe. Der auratische Augenblick im Werk Goethes, In Augenblick und Zeitpunkt. Studien zur Zeitstruktur und Zeitmetaphorik in Kunst und Wissenschaften", pp.282~305 (1984), Darmstadt
- Osterkamp, Ernst, "Im Buchstabenbilde, In Studien zum Verfahren Goethescher Bildbeschreibungen" (1991)
- Raulet, Gerard, "Hielt Goethe von der Antike denn so viel? In: Von der Natur zur Kunst zuruck. Neue Beitrage zur Goethe-Forschung", pp.127~142 (1997)
- Vincent, Deirdre, "“Die Zeit wird Herr”? Zur Auffassung der Zeit in Goethes Werk", Germanisch-Romanische Monatsschrift, 34, pp.70~83 (1984)
