본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

동프랑켄 개국왕 <루드비히 2세>가 만든 독일어 생성의 모멘텀

Driving forces for the development of the German language - From Louis the German -

0

조회

0

다운로드

0

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Im Zentrum meiner Abhandlung stehen folgende Punkte: 1. Aus dem Reich Ludwigs des Deutschen entstanden erstmals in der Geschichte starke Triebkräfte für die Geburt der Volkssprache und -identität. 2. Die Straßburger Eide (842) gelten als die älteste volkssprachlich überlieferte Urkunde, die eine sprachliche Trennung zwischen dem Ost- und dem Westfrankenreich bezeugt. Sie ist zugleich ein Beleg für die kollektive Prägung der Menschen durch ihre Sprache. Das heißt, im Jahr 842 treten erstmals die sprachlich getrennten Herrschaftsverbände einander gegenüber und erfahren ein sprachgebundenes Wir-Bewußtsein. Nach Wagner (1995) beruht die Notwendigkeit des volkssprachigen Eidtextes nicht auf der Verständlichkeit, sondern auf dem germanischen Rechtsverständnis, nach dem der Eid nur in der Volkssprache gültig und adäquat vollzogen werden kann. 3. Während Ludwigs Regierungszeit erreichte die volkssprachige Schriftlichkeit in Qualität und Quantität eine kreative Hochphase. Große Bibelepen wie Heliand und Otfrids Evangelienbuch sind Zeugnisse dafür. Diese Bibeldichtung ist Erbe der Karlschen Kulturpolitik. Es existiert jedoch ein klarer Unterschied zwischen Karl und seinem Enkel. Anders als Karl war Ludwig König der germanisch sprechenden Völker und hatte keine Aussicht, Träger der römischen Kaiserkrone zu werden. Das ist für die Hinwendung des Königs zur Volkssprache von entscheidender Bedeutung. Obwohl er selbst dies gar nicht ahnen konnte, war er zweifellos derjenige Herrscher, dem die künftige deutsche Sprache und Nation ihre Existenz verdankt.

Abstract

Im Zentrum meiner Abhandlung stehen folgende Punkte:1. Aus dem Reich Ludwigs des Deutschen entstanden erstmals in der Geschichte starke Triebkräfte für die Geburt der Volkssprache und -identität. 2. Die Straßburger Eide (842) gelten als die älteste volkssprachlich überlieferte Urkunde, die eine sprachliche Trennung zwischen dem Ost- und dem Westfrankenreich bezeugt. Sie ist zugleich ein Beleg für die kollektive Prägung der Menschen durch ihre Sprache. Das heißt, im Jahr 842 treten erstmals die sprachlich getrennten Herrschafts- verbände einander gegenüber und erfahren ein sprachgebundenes Wir-Bewußtsein. Nach Wagner (1995) beruht die Notwendigkeit des volkssprachigen Eidtextes nicht auf der Verständlichkeit, sondern auf dem germanischen Rechtsverständnis, nach dem der Eid nur in der Volkssprache gültig und adäquat vollzogen werden kann. 3. Während Ludwigs Regierungszeit erreichte die volkssprachige Schriftlichkeit in Qualität und Quantität eine kreative Hochphase. Große Bibelepen wie Heliand und Otfrids Evangelienbuch sind Zeugnisse dafür. Diese Bibeldichtung ist Erbe der Karlschen Kulturpolitik. Es existiert jedoch ein klarer Unterschied zwischen Karl und seinem Enkel. Anders als Karl war Ludwig König der germanisch sprechenden Völker und hatte keine Aussicht, Träger der römischen Kaiserkrone zu werden. Das ist für die Hinwendung des Königs zur Volkssprache von entscheidender Bedeutung. Obwohl er selbst dies gar nicht ahnen konnte, war er zweifellos derjenige Herrscher, dem die künftige deutsche Sprache und Nation ihre Existenz verdankt.

참고문헌 (20)

  1. Brühl, C., "Die Geburt zweier Völker; Deutsche und Franzosen im 9. -11 Jahrhundert" (2001), Köln
  2. Eggers, H., "Deutsche Sprachgeschichte I: Das Althochdeutsche" (1991), Reinbek
  3. Eggert, W., "Das ostfränkisch-deutsche Reich in der Auffassung seiner Zeitgenossen" (1973), Berlin
  4. Ehlers, J., "Die Entstehung des deutschen Reiches" (2010), München
  5. v. E. S. Firchow, "Einhard: Vita Karoli Magni" (1996), Stuttgart
  6. Fried, J., "Der Weg in die Geschichte: Die Ursprünge Deutschland bis 1024", Berlin
  7. Geuenich, D., "Ludwig der Deutsche und die Entstehung des ostfränkischen Reiches, In Theodisca", pp.2000, Berlin
  8. Geuenich, D., "Karl der Große, Ludwig der Deutsche und die Entstehung eines deutschen Gemeinschaftsbewußtseins, In Zur Geschichte der Gleichung germanisch-deutsch", pp.2004, Berlin
  9. Göttert, K.-H., "Deutsch, In Biografie einer Sprache" (2010), Berlin
  10. Haubrichs, W., "Eine prosopographische Skizze zu Otfrid von Weissenburg, In Otfrid von Weissenburg", pp.7~113 (1987), Bern
  11. 60), "Die Anfänge: Versuche volkssprachiger Schriftlichkeit (ca. 700-1050", pp.1995, Haubrichs, W.
  12. Haug, W., "Das Muspilli oder über das Glück literaturwissenschaftlicher Verzweiflung, In Zweimal Muspilli", pp.24~78 (1977), Tübingen
  13. Kartschoke, D., "Geschichte der deutschen Literatur im frühen MA" (1994), München
  14. Krebs, Ch, "Ein gefährliches Buch" (2012), München
  15. Maurer F., "Deutsche Wortgeschichte. Bd. 1" (1974), Berlin
  16. Searle, J. R., "Sprechakte. Ein sprachphilosophischer Essay, In Cambridge 1969" (1969), FrankfurtM
  17. Sonderegger, S., "Althochdeutsch, In Lexikon der Germanistischen Linguistik", pp.569~576 (1980), Tübingen
  18. Vollmann-Profe, G., "Kommentar zu Otfrids Evangelienbuch. Teil 1" (1976), Bonn
  19. 60-1160, "Wiederbeginn volkssprachiger Schriftlichkeit im Hohen Mittelalter (1050", pp.Tübingen, 70)
  20. Wagner, A., "Taufe als Willensakt. Zum Verständnis der frühmittelalterlichen Taufgelöbnisse und zur Begründung ihrer volkssprachigen Übersetzung", ZdfA, (125), pp.297~321 (1996)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (16건)