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크리스토프 하인의 『호른의 종말』에 나타난 과거극복의 양면성 고찰

Zur Ambivalenz der Vergangenheitsbewältigung in Christoph Heins Horns Ende

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주제분류독일어와문학

초록

In Horns Ende (1985) von Christoph Hein wird ein in der Vergangenheitliegendes gesellschaftliches Trauma beschrieben, das die Existenz der Bürger derfiktiven DDR-Provinzstadt Bad Guldenberg stark beeinflusst. Es handelt sich umden Selbstmord des ebenfalls erfundenen Historikers Horn, der im Kontext derfrühen 50er Jahre zu sehen ist, als der Aufbau des Sozialismus verstärktvorangetrieben wurde. Im Roman befindet sich Bad Guldenberg in einer kritischen Phase der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung. Es ist dieZeit des Wiederaufbaus, in der es keine Toleranz gegenüber Abweichungen vonden herrschenden politischen Gegebenheiten gibt. Der Selbstmord Horns wird alsFolge des permanenten gesellschaftlichen Drucks und der Repressaliendargestellt, die den nonkomformen Protagonisten in eine existenzgefährdendeKrisensituation bringen, auf die er schließlich mit Selbstmord reagiert. DieKleinstadt tabuisiert den Selbstmord, der nicht ins Bild vom aufstrebendenSozialismus passt. Horns Ende problematisiert also das offizielle DDR-Selbstverständnis und diesozialistische Utopie, wobei der thematische Schwerpunkt auf dem Zusammenhangzwischen individuellem Leiden und gesellschaftlichen Zwängen steht. DieEinwohner Guldenbergs verfolgt der Selbstmord wie ein Alptraum das ganzeLeben lang. Ihnen erscheint der tote Horn, der den unbedingten Willen zurWahrhaftigkeit verkörpert und sie dazu bedrängt, die Vergangenheit aufzuarbeitenund Verantwortung zu übernehmen. Dabei erweisen sich die Erinnerungen derEinwohner allerdings als unzuverlässig und nur mühsam rekonstruierbar. Die vorliegende Arbeit enthält den Versuch, die widersprüchliche, subjektiveund vollkommen willkürlich anmutende Erinnerungsarbeit der Protagonisten zuuntersuchen und die Gründe für dieses Versagen anzugeben, das es unmöglichmacht, das Geschehene so zu erzählen, wie es tatsächlich war.

Abstract

In Horns Ende (1985) von Christoph Hein wird ein in der Vergangenheitliegendes gesellschaftliches Trauma beschrieben, das die Existenz der Bürger derfiktiven DDR-Provinzstadt Bad Guldenberg stark beeinflusst. Es handelt sich umden Selbstmord des ebenfalls erfundenen Historikers Horn, der im Kontext derfrühen 50er Jahre zu sehen ist, als der Aufbau des Sozialismus verstärktvorangetrieben wurde. Im Roman befindet sich Bad Guldenberg in einer kritischen Phase der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung. Es ist dieZeit des Wiederaufbaus, in der es keine Toleranz gegenüber Abweichungen vonden herrschenden politischen Gegebenheiten gibt. Der Selbstmord Horns wird alsFolge des permanenten gesellschaftlichen Drucks und der Repressaliendargestellt, die den nonkomformen Protagonisten in eine existenzgefährdendeKrisensituation bringen, auf die er schließlich mit Selbstmord reagiert. DieKleinstadt tabuisiert den Selbstmord, der nicht ins Bild vom aufstrebendenSozialismus passt. Horns Ende problematisiert also das offizielle DDR-Selbstverständnis und diesozialistische Utopie, wobei der thematische Schwerpunkt auf dem Zusammenhangzwischen individuellem Leiden und gesellschaftlichen Zwängen steht. DieEinwohner Guldenbergs verfolgt der Selbstmord wie ein Alptraum das ganzeLeben lang. Ihnen erscheint der tote Horn, der den unbedingten Willen zurWahrhaftigkeit verkörpert und sie dazu bedrängt, die Vergangenheit aufzuarbeitenund Verantwortung zu übernehmen. Dabei erweisen sich die Erinnerungen derEinwohner allerdings als unzuverlässig und nur mühsam rekonstruierbar. Die vorliegende Arbeit enthält den Versuch, die widersprüchliche, subjektiveund vollkommen willkürlich anmutende Erinnerungsarbeit der Protagonisten zuuntersuchen und die Gründe für dieses Versagen anzugeben, das es unmöglichmacht, das Geschehene so zu erzählen, wie es tatsächlich war.

참고문헌 (14)

  1. Hein, Christoph, "Schlötel oder Was solls. Stücke und Essays" (1986)
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  7. Krauss, Hannes, "Prosa der DDR", pp.178~185 (2018), Ed Text+Kritik
  8. Leggewie, Claus, "Christoph Hein. Texte, Daten, Bilder", pp.148~152 (1990)
  9. Lehmann, Joachim, "Christoph Hein", pp.44~56 (1991)
  10. Lindner, Gabriele, "Ein geistiger Widergänger. Christoph Hein: “Horns Ende”", NDL, 34(10), pp.155~161 (1986)
  11. McKnight, Phil, "Ein Mosaik. Zu Christoph Heins Roman “Horns Ende”", Sinn und Form, 39(2), pp.415~425 (1987)
  12. Neumann, Thomas, "Chronist ohne Botschaft", pp.113~120 (1992)
  13. Peters, Peter, "Aspekte der Subjektdiskussion in Prosa und Drama der DDR 1976-1989" (1993)
  14. Slibar, Neva, "Christoph Hein", pp.57~68 (1991)

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