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자아탐색과 과거극복 - 문학작품에 나타난 병과 죽음의 문제를 중심으로 -

Die Selbstsuche oder Selbstfindung und die Vergangenheitsbewältigung - In Bezug auf den Problemen der Krankheit und des Todes in der deutschen Literatur -

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주제분류기타인문학

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In dem vorliegenden Beitrag wird die Selbstsuche oder Selbstfindung in Zusammenhang mit der Vergangenheitsbewältigung kritisch betrachtet. Die Schwerpunkte der Betrachtung liegen auf den Problemfeldern Krankheit und Tod in der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart. Zunächst werden die Krankheit, das Schreiben und die Selbstsuche, dann vor allem die Erinnerungen und die Vergangenheitsbewältigung behandelt. Literatur kann Krankheit unter jedem beliebigen Aspekt thematisieren. Die Beschäftigung mit Literatur ermöglicht also eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Themas Krankheit. Seit den neosubjektiven 70er Jahren und noch in der ,postmodernen‘ Subjekt-, Vernunft- und Zivilisationskritik der 80er Jahre zeigt die literarische und kulturkritische Intelligenz auffälliges Interesse an medizinischen, insbesondere psychopathologischen Themen und Motiven. Peter Handke versuchte in seiner poetischen Welt in dem ,verschütteten‘Selbst das wahre Selbst wiederzufinden und weiterzuentwickeln. In dem Suchbild. Über meinen Vater von Christoph Meckel wird gezeigt, wie die Nachkriegsgeneration durch die Auseinandersetzung mit den für die historische deutsche Schuld verantwortlichen Vätern die Vergangenheit bewäl-tigt und sich dadurch ein wahres Selbst oder eine eigene Identität bildet. Die Fähigkeit zur Erinnerung ist Voraussetzung für individuelle Identität,denn der Einzelne erfährt die Kontinuität seines Ichs durch Erinnerung und kann sich auf Basis der zuvor gemachten Erfahrungen in der Welt orientieren. Martin Walser setzt sich mit dem Vorurteil des festgelegten Ich auseinander. Jedoch geht er nicht so weit, dass er die Existenz des Ich selbst leugnet. Er behauptet, dass es kein ,Kollektivverbrechen‘ sondern nur die ,Individualverantwortung‘ gibt. So führt er das Schreiben als Widerstand gegen die Instrumentalisierung der Erinnerung an. Dagegen vertritt Botho Strauß die Ansicht, dass das Ich als Individuum nur eine menschliche Erfindung ist. Er ist der Meinung, dass die wahre Rechte die Übermacht einer gründlichen Erinnerung von ganzem Wesen zu erleben ist. Die radikalen Experimente mit dem Ich, die in den literarischen Werken in einem hypothetischen Stil wie bei Walser durchgeführt werden, zeigen eine lediglich für die fiktionale Literatur charakteristische Eigenschaft. Das Spiegel-Essay von Botho Strauß Anschwellender Bocksgesang hat eine neue Patriotismusdebatte ausgelöst und das Problem der Medienkritik bis zur Frage der national Einheit Deutschlands ausgeweitet. Vor allem richtet Strauß sich gegen die moderne aufgeklärte Masse und die ,Totalherrschaft der Gegenwart‘. Das Problem ,Vergangenheitsbewältigung‘ in der deutschen Literaturgeschichte wurde zur Zeit der 68er Bewegung aufgebrochen und bleibt bis heute ein umstritten.

Abstract

In dem vorliegenden Beitrag wird die Selbstsuche oder Selbstfindung in Zusammenhang mit der Vergangenheitsbewältigung kritisch betrachtet. Die Schwerpunkte der Betrachtung liegen auf den Problemfeldern Krankheit und Tod in der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart. Zunächst werden die Krankheit, das Schreiben und die Selbstsuche, dann vor allem die Erinnerungen und die Vergangenheitsbewältigung behandelt. Literatur kann Krankheit unter jedem beliebigen Aspekt thematisieren. Die Beschäftigung mit Literatur ermöglicht also eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Themas Krankheit. Seit den neosubjektiven 70er Jahren und noch in der ,postmodernen‘ Subjekt-, Vernunft- und Zivilisationskritik der 80er Jahre zeigt die literarische und kulturkritische Intelligenz auffälliges Interesse an medizinischen, insbesondere psychopathologischen Themen und Motiven. Peter Handke versuchte in seiner poetischen Welt in dem ,verschütteten‘Selbst das wahre Selbst wiederzufinden und weiterzuentwickeln. In dem Suchbild. Über meinen Vater von Christoph Meckel wird gezeigt, wie die Nachkriegsgeneration durch die Auseinandersetzung mit den für die historische deutsche Schuld verantwortlichen Vätern die Vergangenheit bewäl-tigt und sich dadurch ein wahres Selbst oder eine eigene Identität bildet. Die Fähigkeit zur Erinnerung ist Voraussetzung für individuelle Identität,denn der Einzelne erfährt die Kontinuität seines Ichs durch Erinnerung und kann sich auf Basis der zuvor gemachten Erfahrungen in der Welt orientieren. Martin Walser setzt sich mit dem Vorurteil des festgelegten Ich auseinander. Jedoch geht er nicht so weit, dass er die Existenz des Ich selbst leugnet. Er behauptet, dass es kein ,Kollektivverbrechen‘ sondern nur die ,Individualverantwortung‘ gibt. So führt er das Schreiben als Widerstand gegen die Instrumentalisierung der Erinnerung an. Dagegen vertritt Botho Strauß die Ansicht, dass das Ich als Individuum nur eine menschliche Erfindung ist. Er ist der Meinung, dass die wahre Rechte die Übermacht einer gründlichen Erinnerung von ganzem Wesen zu erleben ist. Die radikalen Experimente mit dem Ich, die in den literarischen Werken in einem hypothetischen Stil wie bei Walser durchgeführt werden, zeigen eine lediglich für die fiktionale Literatur charakteristische Eigenschaft. Das Spiegel-Essay von Botho Strauß Anschwellender Bocksgesang hat eine neue Patriotismusdebatte ausgelöst und das Problem der Medienkritik bis zur Frage der national Einheit Deutschlands ausgeweitet. Vor allem richtet Strauß sich gegen die moderne aufgeklärte Masse und die ,Totalherrschaft der Gegenwart‘. Das Problem ,Vergangenheitsbewältigung‘ in der deutschen Literaturgeschichte wurde zur Zeit der 68er Bewegung aufgebrochen und bleibt bis heute ein umstritten.

참고문헌 (36)

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