크리스토프 하인의 용의 피에 나타난 사회주의적 자아실현 추구 고찰
Hoffnung auf die sozialistische Selbstverwirklichung in Christoph Heins Novelle Drachenblut
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초록
Je unflexibler die gesellschaftlichen Verhältnisse werden, um so stärker wächst in der Literatur der DDR der Zweifel an der Möglichkeit der Subjektwerdung in der sozialistischen Gesellschaft. Mit der Veröffentlichung von Christa Wolfs Nachdenken über Christa T.(1968) wird die Auswirkung der seit Anfang der 60er Jahre propagierten wissenschaftlich-technischen Revolution auf die Subjektwerdung thematisiert. Angesichts der zuneh- menden Desillusionierung über die Entwicklung der Gesellschaft, über das Auseinanderdriften von Subjekt und Gesellschaft stellt sich die Frage nach der Möglichkeit der Selbstverwirklichung zur allseitig entwickelten Persön- lichkeit im real existierenden Sozialismus. Mit der nichtangepassten Christa T., die ihr Leben lang auf der Suche nach einer ihr angemessenen Lebens- form ist, um sich ganz zu entfalten, greift Wolf das Thema auf, über das andere Autoren in den folgenden Jahren immer wieder nachdenken. Die Auseinandersetzung mit der Schwierigkeit der Subjektwerdung gehört seither zu den wichtigen Schreibanliegen mehrerer Autoren. Um das Spannungsverhältnis zwischen dem Anspruch auf Selbstverwirk- lichung des Einzelnen und den gesellschaftlichen Forderungen und Gegebenheiten besser zu verstehen, untersucht die vorliegende Arbeit anhand der Novelle Drachenblut(1983) von Christoph Hein die wachsende Gefährdung der Subjektivität in der sozialistischen Industriegesellschaft. Anhand der weiblichen Protagonistin wird gezeigt, wie ihre individuellen Wünsche, alle ihre Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Bedürfnisse zu realisieren, und die gesellschaftliche Anforderung an das einzelne Indivi- duum sich gegenseitig bedingen. Der Identitätskonflikt mit der steigenden Tendenz zur Verabsolutierung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, zum Nützlichkeitsdenken und Pragmatismus, die zur Selbstentfremdung und Vereinzelung des Menschen im Sozialimus führt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Entwicklung der Protagonistin. Den Bruch zwischen ihrem Streben nach Selbstfindung und den gesellschaftlichen Zwängen empfindet die Protagonistin als existenzielle Krise, aus der sie keinen Ausweg sieht. Trotz der ausweglosen Situation bleibt die zentrale Aussage letztlich nicht beim Scheitern an den Widersprüchen der Realität stehen. Der fort- schreitenden Entfremdung von “Ich” und “Welt” wird die Hoffnung auf eine mögliche bessere Zukunft als Abwehr gegen den drohenden Verlust des Subjekts entgegengehalten. Es ist das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit, die Möglichkeit der Selbstverwirklichung zu verdeutlichen, die momentan für die Protagonistin zwar noch weit entfernt ist, aber dennoch in Zukunft verwirklicht werden kann.
Abstract
Je unflexibler die gesellschaftlichen Verhältnisse werden, um so stärker wächst in der Literatur der DDR der Zweifel an der Möglichkeit der Subjektwerdung in der sozialistischen Gesellschaft. Mit der Veröffentlichung von Christa Wolfs Nachdenken über Christa T.(1968) wird die Auswirkung der seit Anfang der 60er Jahre propagierten wissenschaftlich-technischen Revolution auf die Subjektwerdung thematisiert. Angesichts der zuneh- menden Desillusionierung über die Entwicklung der Gesellschaft, über das Auseinanderdriften von Subjekt und Gesellschaft stellt sich die Frage nach der Möglichkeit der Selbstverwirklichung zur allseitig entwickelten Persön- lichkeit im real existierenden Sozialismus. Mit der nichtangepassten Christa T., die ihr Leben lang auf der Suche nach einer ihr angemessenen Lebens- form ist, um sich ganz zu entfalten, greift Wolf das Thema auf, über das andere Autoren in den folgenden Jahren immer wieder nachdenken. Die Auseinandersetzung mit der Schwierigkeit der Subjektwerdung gehört seither zu den wichtigen Schreibanliegen mehrerer Autoren. Um das Spannungsverhältnis zwischen dem Anspruch auf Selbstverwirk- lichung des Einzelnen und den gesellschaftlichen Forderungen und Gegebenheiten besser zu verstehen, untersucht die vorliegende Arbeit anhand der Novelle Drachenblut(1983) von Christoph Hein die wachsende Gefährdung der Subjektivität in der sozialistischen Industriegesellschaft. Anhand der weiblichen Protagonistin wird gezeigt, wie ihre individuellen Wünsche, alle ihre Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Bedürfnisse zu realisieren, und die gesellschaftliche Anforderung an das einzelne Indivi- duum sich gegenseitig bedingen. Der Identitätskonflikt mit der steigenden Tendenz zur Verabsolutierung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, zum Nützlichkeitsdenken und Pragmatismus, die zur Selbstentfremdung und Vereinzelung des Menschen im Sozialimus führt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Entwicklung der Protagonistin. Den Bruch zwischen ihrem Streben nach Selbstfindung und den gesellschaftlichen Zwängen empfindet die Protagonistin als existenzielle Krise, aus der sie keinen Ausweg sieht. Trotz der ausweglosen Situation bleibt die zentrale Aussage letztlich nicht beim Scheitern an den Widersprüchen der Realität stehen. Der fort- schreitenden Entfremdung von “Ich” und “Welt” wird die Hoffnung auf eine mögliche bessere Zukunft als Abwehr gegen den drohenden Verlust des Subjekts entgegengehalten. Es ist das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit, die Möglichkeit der Selbstverwirklichung zu verdeutlichen, die momentan für die Protagonistin zwar noch weit entfernt ist, aber dennoch in Zukunft verwirklicht werden kann.
참고문헌 (17)
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