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Männerbilder in der Gesellschaft (2) - am Beispiel von Martin Walsers Ein fliehendes Pferd

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주제분류독일어와문학

초록

In der Novelle Ein fliehendes Pferd hat sich Martin Walser mit der Überlebensstrategie eines kleinbürgerlichen Intellektuellen beschäftigt. Obwohl der Gegenstand dieser Novelle ebenso wie in seinem früheren Roman Jenseits der Liebe ein Verhältnis zwischen Männern ist, ist seine Beobachtung diesmal gänzlich im privaten Bereich angesiedelt. Es werden zwei alternde Intellektuelle vorgestellt, die nach gemeinsamer Vergangenheit in der Schul- und Studienzeit in extrem gegensätzlicher Weise versuchen, ihr Leben zu meistern. Durch ihr unverhofftes Zusammentreffen nach 23 Jahren geraten die beiden Exponenten in einen Konkurrenzkampf, in dem ihr jeweiliger Lebensstil völlig entblößt wird und sie schließlich ihre eigenen Wege gehen. Die vorliegende Arbeit fokussiert darauf, wie Klaus Buch, einer von beiden Protagonisten, unter dem Zwang des Männlichkeitsideals der heutigen Gesellschaft leidet und dabei eine Überlebensstrategie entwickelt. Das kapitalistisch geprägte Gesellschaftssystem ist durch das Konkurrenzprinzip gekennzeichnet und kann sich so auf das Privatleben des Zeitgenossen auswirken. Durch die gesellschaftlich geforderten Verhaltensweisen bedrängt, geängstigt und letztlich von sich enttäuscht suchen die Menschen als Ausweg eine andere Form der Präsentation. Trotz der unterschiedlichen Präsentationsformen scheint die Ursache ihres Verhaltens einen identischen Ausgangspunkt zu haben. Bei Klaus Buch lassen sich das Gefühl der Vernichtung, extreme Minderwertigkeitskomplexe und Schamgefühl erkennen. Ebenso sind eine Reihe weiterer Symptome festzustellen, die auf eine narzisstische Störung der Männer hinweisen. Somit steht Klaus Buch vollkommen unter dem Einfluss des gesellschaftlichen Idealbildes. Er passt sich dem öffentlich propagierten Bild des Mannes völlig an und verliert dabei seine Individualität. Sein Leben ist durch äußerliche Scheinproduktion bestimmt, wodurch er sich selbst misshandelt.

Abstract

In der Novelle Ein fliehendes Pferd hat sich Martin Walser mit der Überlebensstrategie eines kleinbürgerlichen Intellektuellen beschäftigt. Obwohl der Gegenstand dieser Novelle ebenso wie in seinem früheren Roman Jenseits der Liebe ein Verhältnis zwischen Männern ist, ist seine Beobachtung diesmal gänzlich im privaten Bereich angesiedelt. Es werden zwei alternde Intellektuelle vorgestellt, die nach gemeinsamer Vergangenheit in der Schul- und Studienzeit in extrem gegensätzlicher Weise versuchen, ihr Leben zu meistern. Durch ihr unverhofftes Zusammentreffen nach 23 Jahren geraten die beiden Exponenten in einen Konkurrenzkampf, in dem ihr jeweiliger Lebensstil völlig entblößt wird und sie schließlich ihre eigenen Wege gehen. Die vorliegende Arbeit fokussiert darauf, wie Klaus Buch, einer von beiden Protagonisten, unter dem Zwang des Männlichkeitsideals der heutigen Gesellschaft leidet und dabei eine Überlebensstrategie entwickelt. Das kapitalistisch geprägte Gesellschaftssystem ist durch das Konkurrenzprinzip gekennzeichnet und kann sich so auf das Privatleben des Zeitgenossen auswirken. Durch die gesellschaftlich geforderten Verhaltensweisen bedrängt, geängstigt und letztlich von sich enttäuscht suchen die Menschen als Ausweg eine andere Form der Präsentation. Trotz der unterschiedlichen Präsentationsformen scheint die Ursache ihres Verhaltens einen identischen Ausgangspunkt zu haben. Bei Klaus Buch lassen sich das Gefühl der Vernichtung, extreme Minderwertigkeitskomplexe und Schamgefühl erkennen. Ebenso sind eine Reihe weiterer Symptome festzustellen, die auf eine narzisstische Störung der Männer hinweisen. Somit steht Klaus Buch vollkommen unter dem Einfluss des gesellschaftlichen Idealbildes. Er passt sich dem öffentlich propagierten Bild des Mannes völlig an und verliert dabei seine Individualität. Sein Leben ist durch äußerliche Scheinproduktion bestimmt, wodurch er sich selbst misshandelt.

참고문헌 (25)

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