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Topographische Neuorientierung der Biographie (1) - Zu Dieter Kühns Ich Wolkenstein

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주제분류독일어와문학

초록

Dieter Kühns biographische Romane sind bekannt für ein harmonisches, komplementäres Verhältnis zwischen den historischen Stoffen und den literarischen Methoden. Bei der Bewertung eines biographischen Romans stellt man sich generell die Frage, ob die 'literarisch' dargestellte Geschichte im Roman wirklich den 'historisch' bewiesenen Tatsachen entspricht. Man könnte sich aber um die Untersuchung der literarischen Technik und der ästhetischen Errungenschaften im biographischen Roman bemühen. Dies zeigt uns, dass das, was den Erfolg eines biographischen Romans ausmacht, je nach der Herangehensweise ganz unterschiedlich sein kann. Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit dem kombinatorischen Charakter von Ich Wolkenstein (1977). In Ich Wolkenstein rekonstruiert Kühn das Leben des spätmittelalterlichen Ritters und Sängers Oswald von Wolkenstein. Kühn verwendet ein unkonventionelles, experimentelles Schreibverfahren, indem er z. B. in der Biographie selber die Hilfe der Mediävistik und anderer historischer Disziplinen für die Entstehung seines Textes dem Leser nicht verheimlicht. Im Roman demonstriert er seine Zusammenarbeit ganz offen, um dadurch seine Wolkenstein-Studie wissenschaftlich abzusichern. In diesem Aufsatz wurde u. a. betrachtet, wie Kühn mit der Wissenschaft umgeht, und wie sich seine Methode in der Wolkenstein-Biographie von der herkömmlicher Biographie unterscheidet. Hierzu wird auf die sog. 'offene Werkstatt-Methode' und auf den essayistischen Charakter in Ich Wolkenstein als wichtige Elemente der Kühnschen experimentellen Biographie genauer eingegangen.

Abstract

Dieter Kühns biographische Romane sind bekannt für ein harmonisches, komplementäres Verhältnis zwischen den historischen Stoffen und den literarischen Methoden. Bei der Bewertung eines biographischen Romans stellt man sich generell die Frage, ob die 'literarisch' dargestellte Geschichte im Roman wirklich den 'historisch' bewiesenen Tatsachen entspricht. Man könnte sich aber um die Untersuchung der literarischen Technik und der ästhetischen Errungenschaften im biographischen Roman bemühen. Dies zeigt uns, dass das, was den Erfolg eines biographischen Romans ausmacht, je nach der Herangehensweise ganz unterschiedlich sein kann. Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit dem kombinatorischen Charakter von Ich Wolkenstein (1977). In Ich Wolkenstein rekonstruiert Kühn das Leben des spätmittelalterlichen Ritters und Sängers Oswald von Wolkenstein. Kühn verwendet ein unkonventionelles, experimentelles Schreibverfahren, indem er z. B. in der Biographie selber die Hilfe der Mediävistik und anderer historischer Disziplinen für die Entstehung seines Textes dem Leser nicht verheimlicht. Im Roman demonstriert er seine Zusammenarbeit ganz offen, um dadurch seine Wolkenstein-Studie wissenschaftlich abzusichern. In diesem Aufsatz wurde u. a. betrachtet, wie Kühn mit der Wissenschaft umgeht, und wie sich seine Methode in der Wolkenstein-Biographie von der herkömmlicher Biographie unterscheidet. Hierzu wird auf die sog. 'offene Werkstatt-Methode' und auf den essayistischen Charakter in Ich Wolkenstein als wichtige Elemente der Kühnschen experimentellen Biographie genauer eingegangen.

참고문헌 (31)

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