독일 망명문학으로서의 『안네 프랑크의 일기』
Die Tagebücher der Anne Frank als Deutsche Exilliteratur
0
조회
0
다운로드
2
인용
0
참고문헌
키워드
초록
In dieser Arbeit werden die eigentümlichen Charakteristika der Tagebücher der Anne Frank als Beispiel deutscher Exilliteratur von 1933-1945 untersucht. Der Literaturwissenschaftler Feilchenfeldt ist der Auffassung, dass Deutsche Exilliteratur jene deutschsprachige Literatur sei, deren Autoren angesichts der Nazi-Regierung den Entschluss fassten, Deutschland zu verlassen und einen Wohnsitz außerhalb des Machtbereichs ihres Heimatlandes zu wählen. Folgt man dieser Ansicht, dann können die Tagebücher der Anne Frank nur bedingt als Deutsche Exilliteratur angesehen werden. Außerdem handelt es sich dabei um keinen deutschsprachigen, sondern um einen niederländischen Text. Allerdings befand sie sich nach der Besetzung der Niederlanden durch die Nazis im Machtbereich des damaligen Deutschlands. Auch benutzt die Autorin bewusst das Niederländische anstatt ihrer Muttersprache, als Reaktion auf die Verfolgung, der sie sich ausgesetzt sieht. In ihren Aufzeichnungen karikarierte sie dies insofern auf tragikomische Weise, als dass sie die anderen Versteckten die Fremdsprache nutzen lässt. Der Text hat keine bestimmte literarische Form. Dies resultierte auch daraus, dass ihre Manuskripte nie vollendet wurden und wegen der Verhaftung der Autorin durch die Gestapo im Versteck blieben. Zudem wurde das Werk erst nach ihrem Tode von ihrem Vater veröffentlicht. Die Veröffentlichung (die Fassung-c) besteht aus zweit Texten, dem ursprünglichen Tagebuch (Fassung-a) und aus von Anne Frank selbst umgearbeiteten einzelnen Blätter (Fassung-b). Die sogenannte endgültige vierte Fassung ist eine Bearbeitung von Mirjam Pressler. In diesen Fassungen lassen sich, verschiedener Redaktionsprinzipien wegen, auch unterschiedliche Weltanschauungen feststellen. Daher steht der Leser vor der schwierigen Aufgabe, alle Texte als literarisches Ganzes aufzufassen und so zu verstehen. Der Text schilderte das Verhalten der Versteckten sehr realistisch, gerade wenn es um den Konflikt zwischen dem Ich und den anderen Versteckten geht, oder wenn die sozialen Konflikte zwischen Nazi-Herrschern und den Versteckten thematisiert werden. Die Autorin behandelt auf diese Weise auch eine Art ‘Alltagsfaschismus’ in uns, was durchaus auch als Selbsterkenntnis verstanden werden kann. Die Aufzeichnungen dokumentieren somit auch den Versuch eines Ichs, durch Einsicht diesen Konflikt zu lösen. Dabei macht dieses Ich bewusst, dass das Ich sich selbst für eine Hoffnung auf Zukunft öffnen muss. Die Stimme der Hoffnung kann nicht von außen, sondern muss aus dem Inneren kommen. Dieses Paradoxon der Hoffnung veranschaulicht uns der Text eindrucksvoll.
Abstract
In dieser Arbeit werden die eigentümlichen Charakteristika der Tagebücher der Anne Frank als Beispiel deutscher Exilliteratur von 1933-1945 untersucht. Der Literaturwissenschaftler Feilchenfeldt ist der Auffassung, dass Deutsche Exilliteratur jene deutschsprachige Literatur sei, deren Autoren angesichts der Nazi-Regierung den Entschluss fassten, Deutschland zu verlassen und einen Wohnsitz außerhalb des Machtbereichs ihres Heimatlandes zu wählen. Folgt man dieser Ansicht, dann können die Tagebücher der Anne Frank nur bedingt als Deutsche Exilliteratur angesehen werden. Außerdem handelt es sich dabei um keinen deutschsprachigen, sondern um einen niederländischen Text. Allerdings befand sie sich nach der Besetzung der Niederlanden durch die Nazis im Machtbereich des damaligen Deutschlands. Auch benutzt die Autorin bewusst das Niederländische anstatt ihrer Muttersprache, als Reaktion auf die Verfolgung, der sie sich ausgesetzt sieht. In ihren Aufzeichnungen karikarierte sie dies insofern auf tragikomische Weise, als dass sie die anderen Versteckten die Fremdsprache nutzen lässt. Der Text hat keine bestimmte literarische Form. Dies resultierte auch daraus, dass ihre Manuskripte nie vollendet wurden und wegen der Verhaftung der Autorin durch die Gestapo im Versteck blieben. Zudem wurde das Werk erst nach ihrem Tode von ihrem Vater veröffentlicht. Die Veröffentlichung (die Fassung-c) besteht aus zweit Texten, dem ursprünglichen Tagebuch (Fassung-a) und aus von Anne Frank selbst umgearbeiteten einzelnen Blätter (Fassung-b). Die sogenannte endgültige vierte Fassung ist eine Bearbeitung von Mirjam Pressler. In diesen Fassungen lassen sich, verschiedener Redaktionsprinzipien wegen, auch unterschiedliche Weltanschauungen feststellen. Daher steht der Leser vor der schwierigen Aufgabe, alle Texte als literarisches Ganzes aufzufassen und so zu verstehen. Der Text schilderte das Verhalten der Versteckten sehr realistisch, gerade wenn es um den Konflikt zwischen dem Ich und den anderen Versteckten geht, oder wenn die sozialen Konflikte zwischen Nazi-Herrschern und den Versteckten thematisiert werden. Die Autorin behandelt auf diese Weise auch eine Art ‘Alltagsfaschismus’ in uns, was durchaus auch als Selbsterkenntnis verstanden werden kann. Die Aufzeichnungen dokumentieren somit auch den Versuch eines Ichs, durch Einsicht diesen Konflikt zu lösen. Dabei macht dieses Ich bewusst, dass das Ich sich selbst für eine Hoffnung auf Zukunft öffnen muss. Die Stimme der Hoffnung kann nicht von außen, sondern muss aus dem Inneren kommen. Dieses Paradoxon der Hoffnung veranschaulicht uns der Text eindrucksvoll.
참고문헌 (18)
- Frank, Anne, "Das Tagebuch der Anne Frank" (1985)
- Frank, Anne, "Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus" (2003)
- "Die Tagebücher der Anne Frank", Niederländisches Staatliches Institut für Kriegsdokumentation, ~ (1988)
- Pressler, Mirjam, "Anne Frank Tagebuch" (1991)
- 가이스, 페터, "독일프랑스 공동역사교과서" (2008), 동북아역사재단
- 임지현, "우리 안의 파시즘" (2000), 도서출판 삼인
- Arendt, Hannah, "Eichmann in Jerusalem" (2011)
- Feilchenfeldt, Konrad, "Deutsche Exilliteratur 1933-1945" (1986)
- Feuchert, Sascha, "Lektüreschlüssel Anne Frank Tagebuch" (2009)
- Heyl, Matthias, "Anne Frank" (2003)
- Krell, Leo, "Deutsche Literaturgeschichte" (1976)
- Kutschera, Franz von, "Sprachphilosophie" (1975)
- Müller, Melissa, "Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie" (2000)
- Sattler, Dietrich, "Friedrich Hölderlin. Bd 5", pp.88~ (2004)
- Schrimpf, Hans Joachim, "Gerhart Hauptmann" (1976)
- Schutte, Jürgen, "Einführung in die Literaturinterpretation" (1997)
- Siems, Marion, "Erläuterungen und Dokumente. Anne Frank Tagebuch" (2003)
- Zuckmayer, Carl, "Meisterdramen" (1983)
