안네 프랑크와 한강 - 폭력과 광기의 서사 비교
Anne Frank and Han Kang - a comparative study of narratives on the violence and madness
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초록
In der vorliegenden Studie wird die Vorstellung von Antigewalt in den Romanen Der Knabe kommt und Die Vegetarierin von Han Kang mit dem Tagebuch von Anne Frank verglichen. Schon während des Krieges der Nazi-Diktatur zeigt Anne Franks Tagebuch Vorzeichen der Gewaltbewältigung. Notwendigerweise schildert sie die Erlebnisse der Gewalt aus der Perspektive ihres Verstecks. Überraschenderweise waren ihre Widersacher hier jedoch keine Nazis, sondern die ihr nahestehende Familie und Nachbarn. In diesem Kontext erfährt Gewalt eine neue Bedeutung. Anne öffnet sich mit ihrem rational-spekulativen Verhalten für Lösungen der Gewaltbewältigung. Demgegenüber drücken die Figuren von Han Kang Erinnerungen an Gewalt expressiver aus. Ihr Erzählverhalten steht unter der Einwirkung einer gefühlten Solidarität mit den Opfern. Sie zeigt kein rationales Verhalten bezüglich der Problematik der Gewaltbewältigung. In Die Vegetarierin demaskiert sie die Hinterlist der Gewalt mit dem Vegetativen des Wahnsinns, dem Hauptmotiv des Romans. Der Wahnsinn ist paradoxerweise sowohl Ursache als auch Wirkung der Gewalt. Somit kann das Werk als eine Allegorie über die Gewalt in Gwangju verstanden werden. Der Wahnsinnn blockiert jedoch gleichzeitig die Wandlungsfähigkeit der Heldin. Sie geht zu Grunde, weil sie ihr die Fähigkeit zum rationalen Denken fehlt.
Abstract
In der vorliegenden Studie wird die Vorstellung von Antigewalt in den Romanen Der Knabe kommt und Die Vegetarierin von Han Kang mit dem Tagebuch von Anne Frank verglichen. Schon während des Krieges der Nazi-Diktatur zeigt Anne Franks Tagebuch Vorzeichen der Gewaltbewältigung. Notwendigerweise schildert sie die Erlebnisse der Gewalt aus der Perspektive ihres Verstecks. Überraschenderweise waren ihre Widersacher hier jedoch keine Nazis, sondern die ihr nahestehende Familie und Nachbarn. In diesem Kontext erfährt Gewalt eine neue Bedeutung. Anne öffnet sich mit ihrem rational-spekulativen Verhalten für Lösungen der Gewaltbewältigung. Demgegenüber drücken die Figuren von Han Kang Erinnerungen an Gewalt expressiver aus. Ihr Erzählverhalten steht unter der Einwirkung einer gefühlten Solidarität mit den Opfern. Sie zeigt kein rationales Verhalten bezüglich der Problematik der Gewaltbewältigung. In Die Vegetarierin demaskiert sie die Hinterlist der Gewalt mit dem Vegetativen des Wahnsinns, dem Hauptmotiv des Romans. Der Wahnsinn ist paradoxerweise sowohl Ursache als auch Wirkung der Gewalt. Somit kann das Werk als eine Allegorie über die Gewalt in Gwangju verstanden werden. Der Wahnsinnn blockiert jedoch gleichzeitig die Wandlungsfähigkeit der Heldin. Sie geht zu Grunde, weil sie ihr die Fähigkeit zum rationalen Denken fehlt.
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