하이퍼미디어 문학의 미학전략 -디지털 문학에서의 생소화 효과
Aesthetische Strategien der hypermedialen Literatur-Verfremdungseffekt in der digitalen Literatur
0
조회
0
다운로드
7
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Der rasante Aufstieg und der darauf folgende Absturz der ca. ein Dezennium andauernden "Hypertext-Bewegung" im deutschsprachigen Raum macht die ästhetischen Grenzen und Möglichkeiten der digitalen Literatur sichtbar. Daher eröffnet das faktische Ende des Hypertext-Booms im neuen Millennium die Möglichkeit zu einer eher gereiften Diskussion über einen von technischen Spielereien befreiten, zu einer Kunstform werdenden Vorgang der digitalen Literatur. Die erste Begeisterung hatte die Aufmerksamkeit auf die neumedialen Erscheinungen gelenkt und sie als ein Ge-genstand wissenschaftlicher Untersuchungen erkannt. Danach half die einkehrende kritische Distanz, die technischen Mythen zu entzaubern und damit Missverständnisse aufzulösen. Bei dieser wechselseitigen Kodierung bleibt am Ende die Erkenntnis auch der engagierten Medienbefürworter, dass die Hypertextliteratur nicht als Methode gegen die traditionelle Ästhetik eingesetzt wird, sondern erstmals mit ihr zusammen fortgeführt werden soll. In der Tat ahmen die neuen Medien immer zuerst den ästhetischen Effekt der alten Medien nach, um ihre eigene Aussage zu finden. Der vorliegenden Arbeit liegt die Auffassung zugrunde, dass der Neuansatz der literarischen Experimente im digitalen Zeitalter am ästhetischen Ziel des Verfremdungseffektes von Brecht anzuknüpfen ist. Es wird untersucht, inwieweit vertraute mediale Umgebungen durch den digitalen Verfremdungseffekt aufzuheben sind und inwieweit die dadurch entstandene "Zwischenräume", "Brüche" oder "Lücken" als Reflexionsmoment eines medialen Prozesses fungieren können, und zwar in der Weise, die auch für das literarische Feld bei Brecht charakteristisch ist. Diese Zwischenräume, Brüche und Lücken signalisieren dem Leser mittels einer gezielten Fehlfunktion die brechtsche distanzierte Einsicht, die den sonst reibungslos intakten, scheinbaren Einfluss seitens des Benutzers als eine Illusion der digitalen Medien entlarvt.
Abstract
Der rasante Aufstieg und der darauf folgende Absturz der ca. ein Dezennium andauernden "Hypertext-Bewegung" im deutschsprachigen Raum macht die ästhetischen Grenzen und Möglichkeiten der digitalen Literatur sichtbar. Daher eröffnet das faktische Ende des Hypertext-Booms im neuen Millennium die Möglichkeit zu einer eher gereiften Diskussion über einen von technischen Spielereien befreiten, zu einer Kunstform werdenden Vorgang der digitalen Literatur. Die erste Begeisterung hatte die Aufmerksamkeit auf die neumedialen Erscheinungen gelenkt und sie als ein Ge-genstand wissenschaftlicher Untersuchungen erkannt. Danach half die einkehrende kritische Distanz, die technischen Mythen zu entzaubern und damit Missverständnisse aufzulösen. Bei dieser wechselseitigen Kodierung bleibt am Ende die Erkenntnis auch der engagierten Medienbefürworter, dass die Hypertextliteratur nicht als Methode gegen die traditionelle Ästhetik eingesetzt wird, sondern erstmals mit ihr zusammen fortgeführt werden soll. In der Tat ahmen die neuen Medien immer zuerst den ästhetischen Effekt der alten Medien nach, um ihre eigene Aussage zu finden. Der vorliegenden Arbeit liegt die Auffassung zugrunde, dass der Neuansatz der literarischen Experimente im digitalen Zeitalter am ästhetischen Ziel des Verfremdungseffektes von Brecht anzuknüpfen ist. Es wird untersucht, inwieweit vertraute mediale Umgebungen durch den digitalen Verfremdungseffekt aufzuheben sind und inwieweit die dadurch entstandene "Zwischenräume", "Brüche" oder "Lücken" als Reflexionsmoment eines medialen Prozesses fungieren können, und zwar in der Weise, die auch für das literarische Feld bei Brecht charakteristisch ist. Diese Zwischenräume, Brüche und Lücken signalisieren dem Leser mittels einer gezielten Fehlfunktion die brechtsche distanzierte Einsicht, die den sonst reibungslos intakten, scheinbaren Einfluss seitens des Benutzers als eine Illusion der digitalen Medien entlarvt.
참고문헌 (26)
- 김길웅, "문화의 수용과 창조의 매체로서의 문학텍스트 번역 - 브레히트의 운문 번역을 중심으로", 10, pp.107~126
- 이승진, "브레히트와 매체 - 매체적 문학 생산방식", 10, pp.85~106
- 오제명, "기술매체의 미학적 활용을 위한 시도 - 베르톨트 브레히트의 영화 이론과 실천", 7, pp.28~53
- Baudrillard, Jean, "Das Jahr 2000 findet nicht statt" (1990)
- Baudrillard, Jean, "Der Hyperrealismus der Simulation", pp.112~119 (1982)
- Benjamin, Walter, "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", pp.471~508 (1991)
- Bolter, Jay David, "Die neue visuelle Kultur. Vom Hypertext zum Hyperfilm", pp.366~373 (1995), Hamburg
- Bolz, Norbert, "Die Wirtschaft des Unsichtbaren. Spiritualitt-Kommunikation- Design-Wissen: Die Produktivkrfte des 21. Jahrhundert" (1999), Mnchen
- Benjamin, Walter, "Eine kurze Geschichte des Scheins" (1992)
- Brecht, Bertolt, "Werke in 31 Bnden. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe" (2000), Frankfurt am Main
- Foucault, Michel, "Andere Rume", pp.34~46 (1998), Leipzig
- Hager, Tobias, "(T)Rume Online", 5, pp.180~ (2000)
- Heibach, Christiane, "Literatur im eletronischen Raum" (2003), Frankfurt am Main
- Kittler, Friedrich A, "Farben und", oder Maschinen denken, 1996, 119~132[DOI]
- Kittler, Friedrich A, "Grammophon Film Typewriter" (1986)
- Kltgen, Frank, "Endlose Liebe - Endless Love" (2005)
- Lacan, Jacques, "Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse" (1978)
- Milgram, Paul, "A taxonomy of mixed reality visual displays", paul, pp.kishi e77-d (1994)[DOI]
- Mitchell, William J, "Der pictorial Turn", pp.15~40 (1997), Berlin
- Rtzer, Florian, "Interaktion - das Ende herkmmlicher Massenmedien", pp.59~82 (1995), Hamburg
- Simanowski, Roberto, "Interfichtions" (2002), Frankfurt am Main
- Utterback, Camille, "Textrain"
- Vogel, Nikolai, "Die Lesbarkeit der Weltliteratur" (2004)
- Wgenbaur, Thomas, "Schreiben wie Film". Joyce, Dblin und die Anfnge interaktiver Literatur im Hypertext", pp.128~142 (1997), Wrzburg
- Ward, Adrian, "Auto-Illustrator" (2001)
- Yoo, Hyun-Joo, "Intercultural medium literature digital. Interview with YOUNG-HAE CHANG HEAVY INDUSTRIES", 2 (2005)
