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딜타이는 누구인가? -가다머의 딜타이 해석에 대한 비판적 고찰

Wer ist Dilthey? -Eine kritische Betrachtung über Gadamers Diltheydeutung

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주제분류철학

초록

이 글은 “딜타이는 누구인가?”라는 물음에 대한 답변의 시도이다. 딜타이는 다양한 얼굴의 소유자이고, 이에 상응하기라도 하듯 참으로 다양한 딜타이 해석들이 있어왔다. 그러나 흥미롭게도 지금까지의 거의 대부분의 딜타이 해석들에서 다음과 같은 공통점이 발견된다. 딜타이는 삶의 현실성과 정신과학적 인식의 객관성 간의 갈등에 빠졌고, 이 모순에 직면하여 삶과 과학 중의 하나를 취하고 나머지 하나를 버렸다는 양자택일적 관점이 그것이다. 그 가장 전형적인 예가 바로 가다머의 딜타이 해석이다. 가다머의 딜타이 해석은 두 가지로 분류되는데 하나는 『진리와 방법』에서 전개된 것이고, 나머지 하나는 딜타이에 대한 추모 논문에서 펼쳐진 것이다. 전자에 의하면 딜타이는 정신과학적 인식의 객관성을 위해 삶의 현실성을 포기한 계몽의 완성자이고, 후자에 의하면 역사주의의 미완성자이다. 물론 가다머는 전자를 후자에 대한 이유로, 그리고 후자를 전자를 위한 전제로 사유한다. 따라서 가다머의 딜타이는 계몽의 완성을 위한 역사주의의 미완성자, 역사주의의 미완을 통한 계몽의 완성자이다. 본고는 이 두 딜타이 사이의 양립 가능성에 의문을 제기하고 계몽의 완성자로서의 딜타이를 지양하고 역사주의의 미완성자로서의 딜타이를 강화한다. 그를 통해 딜타이는 삶의 역사적 상대성과 정신과학적 인식의 객관성 간의 모순에 직면하여 이 모순을 형식논리적으로 해소시킨 것이 아니라, 모순을 모순으로 유지시키면서 해소되지 않는 모순만이 갖는 생산적 힘에 이끌려 ‘헤아릴 수 없는’ 역사적 삶에 대한 객관적 인식이라는 결코 도달하지 못할 목표를 추구했던, 그리고 이 추구의 완결 불가능성에도 불구하고 추구를 결코 멈추지 않았던 모순의 사상가로 기술한다. 즉 딜타이의 “누구?”라는 물음에 대한 본고의 답변은 모순의 힘에 의거한 애지자(eros philosophos)라는 것이다.

Abstract

Die Arbeit versteht sich als Versuch, die Frage nach dem ≫Wer von Dilthey≪ zu beantworten. Dilthey selbst war Besitzer eines mehrseitigen Antlitzes und es hat dementsprechend echt verschiedene Diltheyinterpretationen gegeben. Bemerkenswert ist, es sei in der Rezeptionsgeschichte von Dilthey eine interessante Gemeinsamkeit festzustellen. Das heißt, Dilthey habe, der sich als Lebensphilosoph und zugleich als Methodologe der Geisteswissenschaften verstand, auf einen Widerstreit von der Wirklichkeit des Lebens und der Objektivität der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis gestoßen und angesichts desselben eines von zwei Extremen, zwischen denen der Widerstreit besteht, preisgegeben und das andere angenommen. Ein typisches Beispiel für diese alternative Perspektive ist ja die Diltheydeutung Gadamers, der ihn zunächst für einen Vollender der Aufklärung hält, der zugunsten des objektiven geisteswissenschaftlichen Wissens auf die Geschichtlichkeit des Lebens verzichtet. In einigen Andenkensaufsätzen an Dilthey illustriert er Dilthey als denjenigen, der den Anspruch des Historismus: ≫von der Relativität zur Totalität!≪ unvollendet liegen ließ. Gadamer denkt den ersteren als Grund für den letzteren und den letzteren als Voraussetzung für den ersteren. So ist Dilthey in den Augen Gadamers ein unvollendeter Historizist zugunsten der Vollendung der Aufklärung und zugleich ein Vollender der Aufklärung mittels des unvollendeten Historismus. Die Arbeit stellt diese zwei Diltheys und deren Vereinbarkeit in Frage und hebt den letzteren auf und damit macht den ersteren stärker. Dadurch wird gezeigt, Dilthey hebt den Widerspruch zwischen der Relativität des geschichtlichen Lebens und der Objektivität der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis doch nicht formallogisch auf, sondern trägt ihn aus und unterzieht sich, geführt von der unerschöpflichen Kraft dieses unaufhebbaren Widerspruchs, einer ständigen Suche nach der objektiven Erkenntnis von dem unergründlichen Leben, die aber ihrem Wesen nach letztenendes unerreichbar bleibt. So zeigt sich Dilthey nun als Denker des Widerspruchs, der sich einem Streben nach dem unerreichbaren Ziel hingibt und trotz der Unerreichbarkeit desselben seine Suche doch nicht aufgibt. Meine Antwort auf die Frage nach dem ≫Wer des Diltheys≪ lautet also: er sei ein eros philosophos, der kraft der Kraft des Widerspruchs einen nie zu Ende kommenden und dennoch unvermeidlichen, philosophischen Weg gegangen ist.

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