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괴테의 '어떤 목사의 편지'에 묘사된 부정적 교회관

Negative Kirchenauffassung in Goethes Brief des Pastors zu an den neuen Pastor zu

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einer 1772 in den Frankfurter GelehrtenAnzeigen erscheinenden Schrift Goethes Brief des Pastors zu *** an den neuenPastor zu ***, die als eins der wichtigsten religiösen Dokumente aus derGoetheschen Frühzeit gilt. Was er in dieser kleinen Schrift suchte, war der Geistdes Urchristentums, die lebendige Glaubensgemeinschaft noch jenseits allerdogmatischen Orthodoxie. Unter dem Einfluss der Susanne Katharina von Klettenberg hatte Goethe sichder pietistischen Gefühlsfrömmigkeit geöffnet. Da hatte Goethe den bedeutendstenKopf des radikalen Pietismus Gottfried Arnold und sein monumentaleskirchenhistorisches Werk Kirchen- und Ketzerhistorie kennengelernt, was auf dieBildung der Kirchenauffassung Goethes, nämlich der unsichtbaren Kirchenauffassungentscheidenden Einfluss hatte. Im Brief des Pastors zu *** an den neuen Pastor zu *** bekundet Goetheseinen Abscheu gegenüber den Kontroversen zwischen der lutherischenOrthodoxie und der reformierten Kirche und dabei kommt mehrmals auf dielutherisch-reformierten Differenzen in der Abendmahlslehre zu sprechen. Dasbedeutet, dass in dieser Schrift indirekt auch der zu dieser Zeit noch im Amtbefindliche lutherische Senior Johann Jakob Plitt (1727-1773) angegriffen wird. Denn Plitt war bei alldem ein strenger Lutheraner. Wie bei Baumgarten steckteunter der vernünftigen Schale ein orthodoxer Kern, so dass auch die konfessionellePolemik von Plitt mit großer Intensität fortgeführt wurde. Plitt, dessenAmtstätigkeit in Frankfurt mit den entscheidenden Jahren der Jugendzeit Goethes zusammenfällt, ist der für Goethes Urteil über das Frankfurter Kirchenwesenwichtigste. Im zweiten und dritten Abschnitt wird versucht, die Aussagen von dem altenPastor als dem Sender dieses Briefes im Brief des Pastors zu *** an den neuenPastor zu *** im Hinblick auf die polemische Haltung der lutherischen Orthodoxieund die daraus folgende Herausbildung der negativen Kirchenauffassung Goetheszu interpretieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das negative Urteil überdie lutherische Orthodoxie aufs Goethes eigene Erleben, auf die Eindrücke, die erin der Zeit des Seniors Plitt empfangen hat, zurückgeht und Goethe in diesemUrteil durch Arnolds Kirchenauffassung, also die unsichtbare Kirche bekräftigtworden ist.

Abstract

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einer 1772 in den Frankfurter GelehrtenAnzeigen erscheinenden Schrift Goethes Brief des Pastors zu *** an den neuenPastor zu ***, die als eins der wichtigsten religiösen Dokumente aus derGoetheschen Frühzeit gilt. Was er in dieser kleinen Schrift suchte, war der Geistdes Urchristentums, die lebendige Glaubensgemeinschaft noch jenseits allerdogmatischen Orthodoxie. Unter dem Einfluss der Susanne Katharina von Klettenberg hatte Goethe sichder pietistischen Gefühlsfrömmigkeit geöffnet. Da hatte Goethe den bedeutendstenKopf des radikalen Pietismus Gottfried Arnold und sein monumentaleskirchenhistorisches Werk Kirchen- und Ketzerhistorie kennengelernt, was auf dieBildung der Kirchenauffassung Goethes, nämlich der unsichtbaren Kirchenauffassungentscheidenden Einfluss hatte. Im Brief des Pastors zu *** an den neuen Pastor zu *** bekundet Goetheseinen Abscheu gegenüber den Kontroversen zwischen der lutherischenOrthodoxie und der reformierten Kirche und dabei kommt mehrmals auf dielutherisch-reformierten Differenzen in der Abendmahlslehre zu sprechen. Dasbedeutet, dass in dieser Schrift indirekt auch der zu dieser Zeit noch im Amtbefindliche lutherische Senior Johann Jakob Plitt (1727-1773) angegriffen wird. Denn Plitt war bei alldem ein strenger Lutheraner. Wie bei Baumgarten steckteunter der vernünftigen Schale ein orthodoxer Kern, so dass auch die konfessionellePolemik von Plitt mit großer Intensität fortgeführt wurde. Plitt, dessenAmtstätigkeit in Frankfurt mit den entscheidenden Jahren der Jugendzeit Goethes zusammenfällt, ist der für Goethes Urteil über das Frankfurter Kirchenwesenwichtigste. Im zweiten und dritten Abschnitt wird versucht, die Aussagen von dem altenPastor als dem Sender dieses Briefes im Brief des Pastors zu *** an den neuenPastor zu *** im Hinblick auf die polemische Haltung der lutherischen Orthodoxieund die daraus folgende Herausbildung der negativen Kirchenauffassung Goetheszu interpretieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das negative Urteil überdie lutherische Orthodoxie aufs Goethes eigene Erleben, auf die Eindrücke, die erin der Zeit des Seniors Plitt empfangen hat, zurückgeht und Goethe in diesemUrteil durch Arnolds Kirchenauffassung, also die unsichtbare Kirche bekräftigtworden ist.

참고문헌 (9)

  1. Goethe, Johann Wolfgang, "Brief des Pastors zu *** an den neuen Pastor zu ***, In Goethes Werke (HA in 14 Bdn.), Bd. 12: Schriften zur Kunst, Schriften zur Literatur, Maximen und Reflexionen, Textkritisch durchgelesen von Erich Trunz und Hans Joachim Schrimpf, Kommentiert von Herbert von Einem und Hans Joachim Schrimpf", pp.228~239 (1981)
  2. 박종소, "괴테의 교회관에 내재된 신학적 경향 연구", 코기토, 71, pp.105~134 (2012), 인문학연구소
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  6. 쿠어트 디트리히 슈미트, "교회사. 살아있는 역사" (2003), 성서와신학연구소
  7. Goethe, Johann Wolfgang, "Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, In Goethes Werke (Hamburger Ausgabe in 14 Bänden), Bd. 9: Autobiographische Schriften I, Textkritisch durchgesehen von Lieselotte Blumenthal, Kommentiert von Erich Trunz" (1981)
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  9. Wallmann, Johannes, "Goethe und der Pietismus in Frankfurt am Main, In Pietismus-Studien. Gesammelte Aufsätze II", pp.342~361 (2008), Mohr Siebeck

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