소타자에 대한 대타자의 헤게모니 - 라캉의 눈으로 카프카의 『변신』 다시 읽기
Die Übermacht des großen anderen über den “kleinen anderen” - Franz Kafkas Verwandlung aus Sicht von J. Lacan
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초록
In F. Kafkas Verwandlung verwandelt sich Gregor Samsa eines Tages zu einem unbekannten Käfer. Aus Sicht von J. Lacan ist das Ereignis als eine literarische Metapher fürs “Acting-out” eines unbewußten “Nicht-Sinn” zu lesen, welcher eigentlich unter einem “Steppunkt” der Signifikantenkette tief verdrängt wird, sobald ein Sinn genau an dem gleichen Steppunkt fixiert wird. Der Nicht-Sinn als ein unterdrücktes Gegenteil des Sinnes erscheint bei dem Protagonisten sowohl als Identifkiation mit einem imaginären Ideal-ich als auch mit Jouissance. Das zeigt sich an seinem beunruhigenden Traum und an dem Foto, in dem eine Frau auf ihn schaut. Im Vergleich zu ihm haben die Familienangehörigen des Protagonisten sowie die bei seinem Haus zu Gast bleibenden Leute überhaupt keine Ahnung von einem derartigen Nicht-Sinn. Sie interessieren sich bloß für einen “Sinn”, der eigentlich der Diskurs des Anderen ist. Sie begehren alle nämlich nach “Phallus”, der sich mit dem autoritären Benehmen des Vaters des Protagonistes verkörpert und leben nach der Idee eines asketischen Fleiß wie sie im Protestantismus im Sinne von Max Weber vertreten wird. Die Beherrschung des großen anderen über all die Personen zeigt sich auch an ihrer blinden Sucht nach Medien wie Livreerock, Zeitungen, Schreibtisch, Feder usw. Die Medien fungieren genau so wie der entwendete Brief in der gleichnamigen Erzählung E. A. Poes, den es eigentlich nicht gibt, der jedoch immer wieder mit Autorität des großen anderen zur gleichen Stelle kommt, indem man fest daran glaubt, dass er gewisse Signifikanten hätte, die wohl mit dem entsprechenden Signifiat den Besitzer zur Macht bringen könnte. In der Gesellschaft, wo der große andere derartig überhandnimmt, wird die Vorstellung eines Nicht-Sinnes wie diejenige des Protagonisten Gregor Samsa einfach übersehen und erstickt.
Abstract
In F. Kafkas Verwandlung verwandelt sich Gregor Samsa eines Tages zu einem unbekannten Käfer. Aus Sicht von J. Lacan ist das Ereignis als eine literarische Metapher fürs “Acting-out” eines unbewußten “Nicht-Sinn” zu lesen, welcher eigentlich unter einem “Steppunkt” der Signifikantenkette tief verdrängt wird, sobald ein Sinn genau an dem gleichen Steppunkt fixiert wird. Der Nicht-Sinn als ein unterdrücktes Gegenteil des Sinnes erscheint bei dem Protagonisten sowohl als Identifkiation mit einem imaginären Ideal-ich als auch mit Jouissance. Das zeigt sich an seinem beunruhigenden Traum und an dem Foto, in dem eine Frau auf ihn schaut. Im Vergleich zu ihm haben die Familienangehörigen des Protagonisten sowie die bei seinem Haus zu Gast bleibenden Leute überhaupt keine Ahnung von einem derartigen Nicht-Sinn. Sie interessieren sich bloß für einen “Sinn”, der eigentlich der Diskurs des Anderen ist. Sie begehren alle nämlich nach “Phallus”, der sich mit dem autoritären Benehmen des Vaters des Protagonistes verkörpert und leben nach der Idee eines asketischen Fleiß wie sie im Protestantismus im Sinne von Max Weber vertreten wird. Die Beherrschung des großen anderen über all die Personen zeigt sich auch an ihrer blinden Sucht nach Medien wie Livreerock, Zeitungen, Schreibtisch, Feder usw. Die Medien fungieren genau so wie der entwendete Brief in der gleichnamigen Erzählung E. A. Poes, den es eigentlich nicht gibt, der jedoch immer wieder mit Autorität des großen anderen zur gleichen Stelle kommt, indem man fest daran glaubt, dass er gewisse Signifikanten hätte, die wohl mit dem entsprechenden Signifiat den Besitzer zur Macht bringen könnte. In der Gesellschaft, wo der große andere derartig überhandnimmt, wird die Vorstellung eines Nicht-Sinnes wie diejenige des Protagonisten Gregor Samsa einfach übersehen und erstickt.
참고문헌 (12)
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