‘피부’: 문화적 기호와 육체성이 교차하는 경계면 - 카프카의 「변신」과 「유형지에서」 분석
‘Haut’ als Schnittstelle von Körperlichkeit und kulturellem Zeichen In Bezug auf Kafkas Die Verwandlung und In der Strafkolonie
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초록
Der Körper ist nicht nur kulturelles Zeichen, sondern auch empfindendes und wahrnehmendes Subjekt. Im Hinblick auf die Haut muss man daher auch die Spannung zwischen Konstruktivismus und Authentizitätsanspruch des Körpers betonen, damit die Haut nicht nur auf die Projektionsfläche und den Träger von Zeichen reduziert wird. Besonders bei Kafka wird die Haut als Schnittstelle von Körperlichkeit und kulturellen Zeichen dargestellt, wo diese Spannung kulminiert. Deshalb argumentiert diese Studie, dass man das Hautmotiv Kafkas nicht nur metaphorisch, ikonologisch oder psychisch interpretieren kann. Bei Kafka stellt sich die Haut also als eine ambivalente, paradoxe Körpergrenze heraus, wo kulturelles Zeichen und Körpererfahrungen miteinander verwoben oder gegenübergestellt werden. Bei den Hautmetaphern Kafkas, die die Haut als Kleid und Futteral metaphorisieren, wird auf den Zwiespalt zwischen Haut als Naturkörper und Haut als kulturellem Zeichen und zugleich auf die Doppeldeutigkeit von Zuständlichkeit und Gegenständlichkeit der Haut aufmerksam gemacht. In Die Verwandlung geht es um das Panzerhautmotiv, das nach Benthien als Metapher des Getrenntseins des Individuums in der Moderne zu lesen ist. Aber Die Verwandlung sollte man in Bezug auf das Panzerhautmotiv nicht nur metaphorisch lesen. Denn Gregors Körper wird zum wichtigsten Medium seiner Welterfahrung. Der verwandelte Gregor wird einerseits von den anderen als ein Bild des Käfers betrachtet, und andererseits erfährt er die Verwandlung am eigenen Körper, vor allem durch die taktische Wahrnehmung und die Schmerzempfindung. In Die Verwandlung geht der Ausschließungsmechanismus, der mit der Markierung der Haut durch den Apfel und dem höchst deutlichen Lesen des Körpers von Gregor in Gang kommt, mit Gregors Körpererfahrung einher. In In der Strafkolonie beschreibt Kafka exemplarisch den Kampf auf der Haut zwischen der Wahrnehmung des Schmerzes und der kulturellen Erinnerung. Hier geht es um die Annahme, dass die Disziplinierung des Körpers durch die Transformation des Schmerzes in die Aufklärung zu der vollständigen Verkörperung des Sinns und Vergeistigung des Körpers führen kann. Dabei wird die Exekutionsmaschine als Schreibmaschine dargestellt, die die kulturelle Erinnerung auf die Haut einschreiben soll. Aber schließlich wird die oben genannte Annahme verneint, indem die erfolgreiche paradoxe Vereinigung von der symbolischen Herrschaft und der Disziplinierung des Körpers durch das Versagen der Maschine und den Tod des Offiziers nicht verwirklicht wird. Bei Kafka wird die Haut als Körper und zugleich kulturelles Zeichen sehr ambivalent und nicht deutlich lesbar dargestellt. Aber Kafkas intensive Beschäftigung mit dem Körper- und Hautmotiv deutet die Sehnsucht nach der Authentizität und Bewahrheitung des Körpers an, obwohl die Haut von der Kultur und der gesellschaftlichen Differenzierung immer noch abhängig ist.
Abstract
Der Körper ist nicht nur kulturelles Zeichen, sondern auch empfindendes und wahrnehmendes Subjekt. Im Hinblick auf die Haut muss man daher auch die Spannung zwischen Konstruktivismus und Authentizitätsanspruch des Körpers betonen, damit die Haut nicht nur auf die Projektionsfläche und den Träger von Zeichen reduziert wird. Besonders bei Kafka wird die Haut als Schnittstelle von Körperlichkeit und kulturellen Zeichen dargestellt, wo diese Spannung kulminiert. Deshalb argumentiert diese Studie, dass man das Hautmotiv Kafkas nicht nur metaphorisch, ikonologisch oder psychisch interpretieren kann. Bei Kafka stellt sich die Haut also als eine ambivalente, paradoxe Körpergrenze heraus, wo kulturelles Zeichen und Körpererfahrungen miteinander verwoben oder gegenübergestellt werden. Bei den Hautmetaphern Kafkas, die die Haut als Kleid und Futteral metaphorisieren, wird auf den Zwiespalt zwischen Haut als Naturkörper und Haut als kulturellem Zeichen und zugleich auf die Doppeldeutigkeit von Zuständlichkeit und Gegenständlichkeit der Haut aufmerksam gemacht. In Die Verwandlung geht es um das Panzerhautmotiv, das nach Benthien als Metapher des Getrenntseins des Individuums in der Moderne zu lesen ist. Aber Die Verwandlung sollte man in Bezug auf das Panzerhautmotiv nicht nur metaphorisch lesen. Denn Gregors Körper wird zum wichtigsten Medium seiner Welterfahrung. Der verwandelte Gregor wird einerseits von den anderen als ein Bild des Käfers betrachtet, und andererseits erfährt er die Verwandlung am eigenen Körper, vor allem durch die taktische Wahrnehmung und die Schmerzempfindung. In Die Verwandlung geht der Ausschließungsmechanismus, der mit der Markierung der Haut durch den Apfel und dem höchst deutlichen Lesen des Körpers von Gregor in Gang kommt, mit Gregors Körpererfahrung einher. In In der Strafkolonie beschreibt Kafka exemplarisch den Kampf auf der Haut zwischen der Wahrnehmung des Schmerzes und der kulturellen Erinnerung. Hier geht es um die Annahme, dass die Disziplinierung des Körpers durch die Transformation des Schmerzes in die Aufklärung zu der vollständigen Verkörperung des Sinns und Vergeistigung des Körpers führen kann. Dabei wird die Exekutionsmaschine als Schreibmaschine dargestellt, die die kulturelle Erinnerung auf die Haut einschreiben soll. Aber schließlich wird die oben genannte Annahme verneint, indem die erfolgreiche paradoxe Vereinigung von der symbolischen Herrschaft und der Disziplinierung des Körpers durch das Versagen der Maschine und den Tod des Offiziers nicht verwirklicht wird. Bei Kafka wird die Haut als Körper und zugleich kulturelles Zeichen sehr ambivalent und nicht deutlich lesbar dargestellt. Aber Kafkas intensive Beschäftigung mit dem Körper- und Hautmotiv deutet die Sehnsucht nach der Authentizität und Bewahrheitung des Körpers an, obwohl die Haut von der Kultur und der gesellschaftlichen Differenzierung immer noch abhängig ist.
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