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"실재계"는 어떻게 그 실체를 드러내는가?- 라캉이론에 입각한 쥐스킨트의 소설과 티크베어의 영화 “향수” 분석

Wie enthüllt das Reale sein Wesen? - Süskinds Roman und Tykwers Film Parfum - Analyse anhand der Lacans Theorie

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, den Roman und Film Parfum anhand der Lacans-Theorie vor allem im Hinblick auf das Reale vergleichend zu analysieren, um eine Anwendungsmöglichkeit der Psychoanalyse auf die Literatur- und Filmanalyse darzustellen. Die Hauptfigur Grenouille im Roman ist von der narzisstischen imaginären Verkennung ergriffen dadurch, dass er sich durch einen hervorragenden Geruchsinn mit dem Ideal-Ich identifiziert. Danach ist er von der symbolischen Begierde besessen, die Menschen durch das beste Parfum zu beherrschen. Aber in dem Moment, in dem diese Begierde befriedigt wird, überfällt ihn die Einsamkeit und der Ekel gegenüber den Menschen, die Image und Wesen nicht unterscheiden und sich dem sexuellen Trieb hingeben. Ein starker Wunsch ergreift ihn, sein Inneres zu erkennen, sich seines Inneren zu entäußern und in seiner wahren Existenz zur Kenntnis genommen zu werden. Aber er begreift gleichzeitig, dass es unmöglich ist, diesen Wunsch zu erfüllen und gibt sich dem Tod hin. Damit verweist der Roman auf das Reale, das sich als Ort des Triebes jedem begrifflichen Zugriff entzieht und somit wie Kants “Ding an sich” nicht erkannt werden kann sowie das Defizit des Seins andeutet und die symbolische Ordnung umzustürzen droht. Aber in diesem entscheidenden Moment vermisst Genouille im Film das Mädchen, das er versehentlich als erstes ermordet hat. Somit bleibt er der imaginären Illusion verhaftet, indem er das Mädchen mit dem idealisierenden Bild identifiziert. Er verbleibt auch verstrickt in der symbolischen Verkettung der Begierde. Auch die Szene, in der die Menschen unter dem Einfluss des Parfums dem dunklen Trieb frönen, zeigt der Film harmlos und distanziert, wodurch er nicht auf das bedrohliche Reale wie im Roman verweist. Der Film verfolgt zwar treu den roten Faden des Romans ohne neue inspirierende Ideen, aber er veranschaulicht nicht den Kerngedanken des Romans. Der Roman verdeutlicht die grundlegende Begierde des Menschen und die Unerfüllbarkeit dieser Begierde, somit das Defizit der menschlichen Existenz und die Dimension des Realen. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass mittels Lacans- Theorie unter neuen Gesichtspunkten sowohl Literatur- als auch Filmanalyse möglich sind.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, den Roman und Film Parfum anhand der Lacans-Theorie vor allem im Hinblick auf das Reale vergleichend zu analysieren, um eine Anwendungsmöglichkeit der Psychoanalyse auf die Literatur- und Filmanalyse darzustellen. Die Hauptfigur Grenouille im Roman ist von der narzisstischen imaginären Verkennung ergriffen dadurch, dass er sich durch einen hervorragenden Geruchsinn mit dem Ideal-Ich identifiziert. Danach ist er von der symbolischen Begierde besessen, die Menschen durch das beste Parfum zu beherrschen. Aber in dem Moment, in dem diese Begierde befriedigt wird, überfällt ihn die Einsamkeit und der Ekel gegenüber den Menschen, die Image und Wesen nicht unterscheiden und sich dem sexuellen Trieb hingeben. Ein starker Wunsch ergreift ihn, sein Inneres zu erkennen, sich seines Inneren zu entäußern und in seiner wahren Existenz zur Kenntnis genommen zu werden. Aber er begreift gleichzeitig, dass es unmöglich ist, diesen Wunsch zu erfüllen und gibt sich dem Tod hin. Damit verweist der Roman auf das Reale, das sich als Ort des Triebes jedem begrifflichen Zugriff entzieht und somit wie Kants “Ding an sich” nicht erkannt werden kann sowie das Defizit des Seins andeutet und die symbolische Ordnung umzustürzen droht. Aber in diesem entscheidenden Moment vermisst Genouille im Film das Mädchen, das er versehentlich als erstes ermordet hat. Somit bleibt er der imaginären Illusion verhaftet, indem er das Mädchen mit dem idealisierenden Bild identifiziert. Er verbleibt auch verstrickt in der symbolischen Verkettung der Begierde. Auch die Szene, in der die Menschen unter dem Einfluss des Parfums dem dunklen Trieb frönen, zeigt der Film harmlos und distanziert, wodurch er nicht auf das bedrohliche Reale wie im Roman verweist. Der Film verfolgt zwar treu den roten Faden des Romans ohne neue inspirierende Ideen, aber er veranschaulicht nicht den Kerngedanken des Romans. Der Roman verdeutlicht die grundlegende Begierde des Menschen und die Unerfüllbarkeit dieser Begierde, somit das Defizit der menschlichen Existenz und die Dimension des Realen. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass mittels Lacans- Theorie unter neuen Gesichtspunkten sowohl Literatur- als auch Filmanalyse möglich sind.

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