볼프람 폰 엣센바하의 작품 Parzival의 성년식 서사구조 고찰 - 엘리아드 M. Eliade의 성년식 Initiation의 이론의 관점에서
Die narrative Struktur der Initiation im Werk Wolframs von Eschenbach Parzival - Aus der Perspektive der Initiationstheorie von M. Eliade
0
조회
0
다운로드
0
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Ich habe den Prozess der Gralsuche des Helden in Wolframs von Eschenbachs höfischem Roman Parzival aus der Perspektive der Initiationstheorie von M.Eliade betrachtet. Als Resultat meiner Analyse bin ich zu den folgenden Schlüssen gekommen. In diesem Werk wurde der Held Parzival als unschuldiges Kind eines Ritters geboren. Als junger Mann musste er seine Mutter verlassen, um die Qualifikation eines Ritters zu erlangen. Nach der Theorie von M. Eliade kann man diese Stufe als Eintrittsstufe in den Initiationsprozeß ansehen. Während der Gralsuche und den damit verbundenen Kämpfen überwand er verschiedene Schwierigkeiten, wobei er den Unterricht zum Ritter, die Liebe und viele Abenteuer erfuhr. Nach der Initiationstheorie von M. Eliade entspricht dieser Prozess der Leidensstufe der Initiation. Um als Roter Ritter ein Gralskönig zu werden, musste er als rite de passage die Leidensstufe durchlaufen, wo er den Unterricht zum Ritter durch Gurnemanz, den Kampf mit dem König Klamide zur Errettung der in Schwierigkeiten geratenen Königin Condwiramurs, die zweimaligen leidvollen Kämpfe mit Gawan und den Kampf mit Gramoflanz auf der Suche nach dem Heiligen Gral erfuhr. Parzival trennt sich sodann von seinem unsteten Leben, um den Heiligen Gral zu finden. Nach Eliade entspricht diese Stufe der Todesstufe der Initiation im Sinne der Negierung der Vergangenheit als Ritter. In der Gralsburg fragt er den König Anfortas mitleidend mit wahrem Herz nach dessen Leid. Dadurch kann Parzival durch die Krankheit des verwundeten Gralskönigs gerettet werden. Sein Lebensweg als Ritter führt zu einem Ende und er wird als Gralskönig "wiedergeboren". Seine Identität als Held wird im Prozess zur Werdung des Gralskönigs veranschaulicht. Schließlich wird in diesem Werk bestätigt, dass der Prozess des Helden Parzival vom roten Ritter bis zum Gralskönigs vier Stufen der Initiation nach M. Eliade durchlaufen hat. Der Literaturwissenschaftler Max Bilen hat in seinem Aufsatz 'Literatur und Initiation'darauf hingewiesen, dass die Initiation der mythischen Helden, die im Reiseweg des Helden im Roman reproduziert wird, im kreativen Prozess des Autors durchsichtig sein kann. Darüber hinaus erwähnt der deutsche Komparatist Manfred Schmelling unter Hinweis auf das Buch von M. Eliade Sehnsucht nach dem Ursprung,dass die Übergangserscheinung von außen nach innen in der Welt vom Profanen und Heiligen dem Initiationsprozess,den der Held in der epischen Dichtung durch die"Wanderschaft" erfahren muss, entspricht. Auch er betont, dass eine tiefe Verbindung zwischen dem wandernden Helden, der epischen Dichtung und seiner Initiation existiert. Im allgemeinen zeigen die Helden des Bildungsromanes mit dem Berufungsbewusstsein das außerordentlich künstlerische und bürgerliche Temperament. Die Initiationszeremonie wird in der gespannten Konfliktstruktur zwischen Selbst und Welt beim Prozess der Erfindung des sozialisierten Selbst durchgeführt. Daher zeigt uns dieses Werk die Suche nach der Identität des Helden in der epischen Ritterdichtung. Dadurch öffnet sich ein Weg zur Entstehung des Bildungsromans, wo ein Suchprozess nach der Identität des Helden selbst dargestellt wird. In diesem Sinne kann man diesem Werk eine neue Bedeutung in der deutschen epischen Gattungsgeschichte geben. Als Ausblick ergibt sich uns die weitere Fragestellung, ob die deutschen Bildungsromane wie die Heldendichtung eine narrative Struktur der Initiation darbieten.
Abstract
Ich habe den Prozess der Gralsuche des Helden in Wolframs von Eschenbachs höfischem Roman Parzival aus der Perspektive der Initiationstheorie von M.Eliade betrachtet. Als Resultat meiner Analyse bin ich zu den folgenden Schlüssen gekommen. In diesem Werk wurde der Held Parzival als unschuldiges Kind eines Ritters geboren. Als junger Mann musste er seine Mutter verlassen, um die Qualifikation eines Ritters zu erlangen. Nach der Theorie von M. Eliade kann man diese Stufe als Eintrittsstufe in den Initiationsprozeß ansehen. Während der Gralsuche und den damit verbundenen Kämpfen überwand er verschiedene Schwierigkeiten, wobei er den Unterricht zum Ritter, die Liebe und viele Abenteuer erfuhr. Nach der Initiationstheorie von M. Eliade entspricht dieser Prozess der Leidensstufe der Initiation. Um als Roter Ritter ein Gralskönig zu werden, musste er als rite de passage die Leidensstufe durchlaufen, wo er den Unterricht zum Ritter durch Gurnemanz, den Kampf mit dem König Klamide zur Errettung der in Schwierigkeiten geratenen Königin Condwiramurs, die zweimaligen leidvollen Kämpfe mit Gawan und den Kampf mit Gramoflanz auf der Suche nach dem Heiligen Gral erfuhr. Parzival trennt sich sodann von seinem unsteten Leben, um den Heiligen Gral zu finden. Nach Eliade entspricht diese Stufe der Todesstufe der Initiation im Sinne der Negierung der Vergangenheit als Ritter. In der Gralsburg fragt er den König Anfortas mitleidend mit wahrem Herz nach dessen Leid. Dadurch kann Parzival durch die Krankheit des verwundeten Gralskönigs gerettet werden. Sein Lebensweg als Ritter führt zu einem Ende und er wird als Gralskönig "wiedergeboren". Seine Identität als Held wird im Prozess zur Werdung des Gralskönigs veranschaulicht. Schließlich wird in diesem Werk bestätigt, dass der Prozess des Helden Parzival vom roten Ritter bis zum Gralskönigs vier Stufen der Initiation nach M. Eliade durchlaufen hat. Der Literaturwissenschaftler Max Bilen hat in seinem Aufsatz 'Literatur und Initiation'darauf hingewiesen, dass die Initiation der mythischen Helden, die im Reiseweg des Helden im Roman reproduziert wird, im kreativen Prozess des Autors durchsichtig sein kann. Darüber hinaus erwähnt der deutsche Komparatist Manfred Schmelling unter Hinweis auf das Buch von M. Eliade Sehnsucht nach dem Ursprung,dass die Übergangserscheinung von außen nach innen in der Welt vom Profanen und Heiligen dem Initiationsprozess,den der Held in der epischen Dichtung durch die"Wanderschaft" erfahren muss, entspricht. Auch er betont, dass eine tiefe Verbindung zwischen dem wandernden Helden, der epischen Dichtung und seiner Initiation existiert. Im allgemeinen zeigen die Helden des Bildungsromanes mit dem Berufungsbewusstsein das außerordentlich künstlerische und bürgerliche Temperament. Die Initiationszeremonie wird in der gespannten Konfliktstruktur zwischen Selbst und Welt beim Prozess der Erfindung des sozialisierten Selbst durchgeführt. Daher zeigt uns dieses Werk die Suche nach der Identität des Helden in der epischen Ritterdichtung. Dadurch öffnet sich ein Weg zur Entstehung des Bildungsromans, wo ein Suchprozess nach der Identität des Helden selbst dargestellt wird. In diesem Sinne kann man diesem Werk eine neue Bedeutung in der deutschen epischen Gattungsgeschichte geben. Als Ausblick ergibt sich uns die weitere Fragestellung, ob die deutschen Bildungsromane wie die Heldendichtung eine narrative Struktur der Initiation darbieten.
참고문헌 (15)
- Eschenbach, Wolfram von, "Parzival in Prosa Übertragung von Wilhelm Stapel" (1950), Albert Langen Georg Müller Verlag GmbH
- Bilen, Max, "Literature and Initiation, In :Companion to Literary Myths, Heroes and Archetypes" (1992)
- Eliade, Mircea, "Rites and Symbol of Initiation, The mysteries of Birth and Rebirth" (1965), Harper Torchbooks
- Eliade, Mircea, "The myth of the Eternal Return, Bollingen Series XLVI" (1949), princeton Univ. Press
- Grimm, Jacob, ""Redde auf Lachmann" Kleinere Schriften I, 2." (1879), Auflage
- Golther, Wolfgang, "Die deutsche Dichtung im Mitteralter 800 bis 1500", Marix Verlag GmbH
- Groos, Arthur, "Romacing the Grail. Genre, Science, and Quest in Wolfram's Parzival" (1995), Cornell University Press
- Miller, Dean A., "The Epic Hero" (2000), The Johns Hopkins University Press
- Mergell, Bodo, "Der Gral in Wolframs Parzival. Entstehung und Ausbildung der Gralsage im Hochmittelalter" (1952), Max Niemeyer Verlag Halle
- Obleser, Horst, "Parzival. Ein Initiationsweg und seine Bedeutung", pp.143~ (2002), Königsfurt Verlag
- Raedel, Dagmar O Riain, "Untersuchungen zur mythischen Struktur der mittelhochdeutschen Artusepen, Erec' und ,Iwein'" (1978), Erich schmidt Verlag
- Russ, Anja, "Kindheit und Adoleszene in den deutschen Parzival-und Lancelot-Romanen, Hohes und spätes Mitelalter" (2000), S. Hirzel Verlag
- Schmeling, Manfred, "Der labyrionthische Diskurs" (1987), Vom Mythos zum Erzählmodel
- Von dem Boene, Gerhard, "Der Gral in Europa. Wurzeln und Wirkungen. Urachhaus" (1994), Wilhelm Heyne Verlag Gmbh Co. KG
- Zeydel, Edwin H., "collaboration with Bayard Quincy Morgen, The Parcival of Wofram von Eschenbach. in: University of North Carolina Studies in the German Languages and Literatures" (1951), Chapel Hill
