독일 비극과 변증법적 구조 - 19세기를 중심으로
Die deutsche Tragödie und ihre dialektische Struktur im 19. Jahrhundert
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초록
In meiner Arbeit wird eine Antwort auf die Frage versucht, in welcher Weise die bestimmte Struktur des Tragischen in den deutschen Tragödien in Erscheinung tritt, die insbesondere im 19. Jahrhundert geschrieben wurden. Hier wird die tragische Struktur in den deutschen Tragödien als eine dialektische bestimmt. Diese deutschen Tragödien sind im Umkreis und auf dem Boden des deutschen Idealismus entstanden, dessen zentrale Denkfigur gerade die Dialektik war. Und in ihnen ist das eigentümliche - deutsche - Ensemble von dem metaphysischen und spekulativen Totalitätsbegriff, der Erhabenheitsästhetik und der Tragödie zu erkennen. In diesen Tragödien handelt es sich vor allem um die dialektische Problemstruktur, in der die ideelle Ehre sich nur dadurch realisieren kann, dass sie ihre physische Realität zerstört. Mit anderen Worten: Eine Wertposition will sich unvermittelt realisieren und vernichtet damit ihre Realität. Das ist auch die tragische Situation, die in immer neuen Variationen in den Tragödien von Schiller, Kleist und Hebbel ständig wiederkehrt. Und am Ende dieser deutschen Tragödien werden die Werte stets von neuem rehabilitiert. Bei Schiller geht die dialektische Grundstruktur vom Widerstreit zwischen zwei unterschiedlichen Legitimationen, der historischen und der moralischen Legitimation aus. Für Kleist geht es um die Dialektik des Liebesproblems. In seinen Werken muss die absolute Liebe, die das utopische Ideal der Menschen ist, sich selbst zerstören, wenn sie sich unvermittelt in der Wirklichkeit realisiert. Und bei Hebbel geht es um die Dialektik der Person in Bezug auf die Verdinglichungsproblematik des Menschen. In seinem tragischen Modell wird auf der einen Seite ein Mensch in einer Liebesbeziehung zur bloßen Sache gemacht und wird auf der anderen Seite diese Verdinglichung durch eine freiwillige Preisgabe der eigenen Person um der sittlichen Idee willen gesühnt.
Abstract
In meiner Arbeit wird eine Antwort auf die Frage versucht, in welcher Weise die bestimmte Struktur des Tragischen in den deutschen Tragödien in Erscheinung tritt, die insbesondere im 19. Jahrhundert geschrieben wurden. Hier wird die tragische Struktur in den deutschen Tragödien als eine dialektische bestimmt. Diese deutschen Tragödien sind im Umkreis und auf dem Boden des deutschen Idealismus entstanden, dessen zentrale Denkfigur gerade die Dialektik war. Und in ihnen ist das eigentümliche - deutsche - Ensemble von dem metaphysischen und spekulativen Totalitätsbegriff, der Erhabenheitsästhetik und der Tragödie zu erkennen. In diesen Tragödien handelt es sich vor allem um die dialektische Problemstruktur, in der die ideelle Ehre sich nur dadurch realisieren kann, dass sie ihre physische Realität zerstört. Mit anderen Worten: Eine Wertposition will sich unvermittelt realisieren und vernichtet damit ihre Realität. Das ist auch die tragische Situation, die in immer neuen Variationen in den Tragödien von Schiller, Kleist und Hebbel ständig wiederkehrt. Und am Ende dieser deutschen Tragödien werden die Werte stets von neuem rehabilitiert. Bei Schiller geht die dialektische Grundstruktur vom Widerstreit zwischen zwei unterschiedlichen Legitimationen, der historischen und der moralischen Legitimation aus. Für Kleist geht es um die Dialektik des Liebesproblems. In seinen Werken muss die absolute Liebe, die das utopische Ideal der Menschen ist, sich selbst zerstören, wenn sie sich unvermittelt in der Wirklichkeit realisiert. Und bei Hebbel geht es um die Dialektik der Person in Bezug auf die Verdinglichungsproblematik des Menschen. In seinem tragischen Modell wird auf der einen Seite ein Mensch in einer Liebesbeziehung zur bloßen Sache gemacht und wird auf der anderen Seite diese Verdinglichung durch eine freiwillige Preisgabe der eigenen Person um der sittlichen Idee willen gesühnt.
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