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헤벨의 비극에 나타난 정체성 문제

Die Identitätsproblematik in Hebbels Tragödien

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주제분류독일어와문학

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Für Fr. Hebbel wird das menschliche Dasein zur Tragödie, wenn das Streben nach Individualität oder Identität zu radikal ist, wie z.B. bei charakterstarken Helden. Auf diese Weise gerät es in Konflikt mit dem allgemeinen Willen. Die Hauptfiguren sind in ihrem Bedürfnis nach Individualität, d.h. personaler Identität ‘maßlos’ und ‘vermessen’. Der tragische Konflikt wird dadurch aufgelöst, dass die Hauptfiguren in ihrem Anspruch auf Durchsetzung ihrer individuellen Bedürfnisse so radikal sind, dass sie dadurch das Ganze, die Gemeinschaft, in der sie leben und auf die sie angewiesen sind, in Gefahr bringen. Diese Konstellation tragischen Geschehens wird in Judith, Genoveva und Herodes und Mariamne sichtbar. In diesen Tragödien zeichnen sich die Helden wie auch ihre Gegenspieler dadurch aus, dass sie sich einerseits in der Größe ihrer Individualität in nichts nachstehen und dass sie andererseits dazu neigen, sowohl die menschlichen Beziehungen wie auch die Mitmenschen selbst zu verdinglichen. Dies steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Aspekt der Identität. Denn die Neigung der Menschen zur Verdinglichung ihrer Beziehung zu anderen Menschen ist in erster Linie auf das Scheitern der Identitätsbildung zurückzuführen. In Maria Magdalena ist das Ganze, d.h. die damalige gesellschaftliche Ordnung maßlos im tragischen Sinne Hebbels. Denn das Ganze macht bereits jeden Anspruch auf Individualität unmöglich. Auch hier scheitern die Hauptakteure, nicht weil sie den Sinn ihres Lebens darin sehen, ihre Bedürfnisse gegen die Erwartungen der Umwelt durchzusetzen, sondern weil sie über keine Ich-Identität verfügen. D.h. sie sind identitätslos. Unter der Perspektive erfolgreicher Lebensbewältigung sowie bei der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit als Individuum kommt es darauf an, das Gleichgewicht zu wahren zwischen den Bedürfnissen des Einzelnen, seine Individualität - in der Auseinandersetzung mit den Lebenswirklichkeiten - zum Ausdruck zu bringen, und der Notwendigkeit nach Sozialität, d.h. sich als Teil des Ganzen zu begreifen und entsprechend zu handeln. Es geht also darum, seine individuellen Neigungen und die Interessen des Ganzen, in das sich der Einzelne einordnen muss, also Eigen- und Fremdanspruch, zusammenfügen zu können. Die Leistung des Individuums, diese sich widersprechenden Ansprüche in ein Gleichgewicht zu bringen, gilt als Ich-Identität bzw. als ‘balancierende Identität’. In diesem Zusammenhang liegt wahrscheinlich die notwendige Voraussetzung zur Wahrung der Balance zwischen sozialer und personaler Identität in der Distanz zu sich selbst, oder, um die Worte Hebbels aufzunehmen, in der Loslösung von sich selbst, wie die Person des Albrechts in Agnes Bernauer dies deutlich verkörpert.

Abstract

Für Fr. Hebbel wird das menschliche Dasein zur Tragödie, wenn das Streben nach Individualität oder Identität zu radikal ist, wie z.B. bei charakterstarken Helden. Auf diese Weise gerät es in Konflikt mit dem allgemeinen Willen. Die Hauptfiguren sind in ihrem Bedürfnis nach Individualität, d.h. personaler Identität ‘maßlos’ und ‘vermessen’. Der tragische Konflikt wird dadurch aufgelöst, dass die Hauptfiguren in ihrem Anspruch auf Durchsetzung ihrer individuellen Bedürfnisse so radikal sind, dass sie dadurch das Ganze, die Gemeinschaft, in der sie leben und auf die sie angewiesen sind, in Gefahr bringen. Diese Konstellation tragischen Geschehens wird in Judith, Genoveva und Herodes und Mariamne sichtbar. In diesen Tragödien zeichnen sich die Helden wie auch ihre Gegenspieler dadurch aus, dass sie sich einerseits in der Größe ihrer Individualität in nichts nachstehen und dass sie andererseits dazu neigen, sowohl die menschlichen Beziehungen wie auch die Mitmenschen selbst zu verdinglichen. Dies steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Aspekt der Identität. Denn die Neigung der Menschen zur Verdinglichung ihrer Beziehung zu anderen Menschen ist in erster Linie auf das Scheitern der Identitätsbildung zurückzuführen. In Maria Magdalena ist das Ganze, d.h. die damalige gesellschaftliche Ordnung maßlos im tragischen Sinne Hebbels. Denn das Ganze macht bereits jeden Anspruch auf Individualität unmöglich. Auch hier scheitern die Hauptakteure, nicht weil sie den Sinn ihres Lebens darin sehen, ihre Bedürfnisse gegen die Erwartungen der Umwelt durchzusetzen, sondern weil sie über keine Ich-Identität verfügen. D.h. sie sind identitätslos. Unter der Perspektive erfolgreicher Lebensbewältigung sowie bei der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit als Individuum kommt es darauf an, das Gleichgewicht zu wahren zwischen den Bedürfnissen des Einzelnen, seine Individualität - in der Auseinandersetzung mit den Lebenswirklichkeiten - zum Ausdruck zu bringen, und der Notwendigkeit nach Sozialität, d.h. sich als Teil des Ganzen zu begreifen und entsprechend zu handeln. Es geht also darum, seine individuellen Neigungen und die Interessen des Ganzen, in das sich der Einzelne einordnen muss, also Eigen- und Fremdanspruch, zusammenfügen zu können. Die Leistung des Individuums, diese sich widersprechenden Ansprüche in ein Gleichgewicht zu bringen, gilt als Ich-Identität bzw. als ‘balancierende Identität’. In diesem Zusammenhang liegt wahrscheinlich die notwendige Voraussetzung zur Wahrung der Balance zwischen sozialer und personaler Identität in der Distanz zu sich selbst, oder, um die Worte Hebbels aufzunehmen, in der Loslösung von sich selbst, wie die Person des Albrechts in Agnes Bernauer dies deutlich verkörpert.

참고문헌 (25)

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