비극의 구조와 메커니즘
Die Struktur der Tragödie und ihr Mechanismus
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초록
Meine Arbeit geht davon aus, dass Tragödien zu bestimmten Zeiten geschrieben wurden. Hier wird das Tragische als ein literarisches bestimmt. Die Tragödie ist nach der Aristotelischen Definition die dramatische Darstellung eines Geschehens, in dem ein Held durch eine schuldhafte Verfehlung in Gefahr gerät und nach dem Wendepunkt unter Gewahrwerdung seiner Verstickung ins unausweichliches Verderben stürzt. Dies ruft im Zuschauer Phobos(Jammer) und Eleos(Jammer) hervor, worauf ein Gefühl der emotionalen Entlastung(Katharsis) zurückbleibt. Nach dem Aristotelischen Katharsisbegriff ist die Wirkung der Tragödie ein Therapeutikum zur Lösung der gesellschaftlichen Spannung im physiologischen Sinne. Tragödien sind dort zu erwarten, wo eine ältere, vertikale Ideologie noch und eine jüngere, horizontale schon besteht, so dass die Gesellschaft zu ideologischer Ambivalenz disponiert ist. In dieser Übergangsphase sind Menschen noch bereit, sich mit dem Heros zu identifizieren und andererseits gegenüber dem herausragenden einzelnen schon misstrauisch. Das Merkmal der griechischen Tragödie ist der agonale Grundgestus des sich im Leiden aufbäumenden Menschen. Die deutsche Tragödie hängt mit dem metaphyischen Staatsbegriff, dem spekulativenn Totalitätsbegriff, der ästhetischen Erhabenheitsbegriff zusammen. Bei Lessing, Schiller und Hebbel ist die dialektische Struktur der Tragödie zu erkennen, die durch die Vernichtung eines Wertes diesen zuletzt doch bestätigt. Ihre Tragödien enden mit der Rehabilitierung des untergegangenen Wertes. Hingegen ist bei G. Hauptmann das Offenbarwerden einer letzten unzertstörten Würde des untergegangenen Helden lesbar. Seine Helden haben einen höheren Status als die von ihnen verletzte Ordnung. Aber auch in ihm drückt sich die Suche nach dem sinnstiftenden Ganzen aus. Wir leben heute in einer völlig internalisierten egalitären Ordnung. Dies könnte eine Antwort auf die Frage sein, weshalb das Tragische aus dem Erlebnis des heutigen Menschen verschwunden zu sein scheint und heute keine echten Tragödien mehr geschrieben werden.
Abstract
Meine Arbeit geht davon aus, dass Tragödien zu bestimmten Zeiten geschrieben wurden. Hier wird das Tragische als ein literarisches bestimmt. Die Tragödie ist nach der Aristotelischen Definition die dramatische Darstellung eines Geschehens, in dem ein Held durch eine schuldhafte Verfehlung in Gefahr gerät und nach dem Wendepunkt unter Gewahrwerdung seiner Verstickung ins unausweichliches Verderben stürzt. Dies ruft im Zuschauer Phobos(Jammer) und Eleos(Jammer) hervor, worauf ein Gefühl der emotionalen Entlastung(Katharsis) zurückbleibt. Nach dem Aristotelischen Katharsisbegriff ist die Wirkung der Tragödie ein Therapeutikum zur Lösung der gesellschaftlichen Spannung im physiologischen Sinne. Tragödien sind dort zu erwarten, wo eine ältere, vertikale Ideologie noch und eine jüngere, horizontale schon besteht, so dass die Gesellschaft zu ideologischer Ambivalenz disponiert ist. In dieser Übergangsphase sind Menschen noch bereit, sich mit dem Heros zu identifizieren und andererseits gegenüber dem herausragenden einzelnen schon misstrauisch. Das Merkmal der griechischen Tragödie ist der agonale Grundgestus des sich im Leiden aufbäumenden Menschen. Die deutsche Tragödie hängt mit dem metaphyischen Staatsbegriff, dem spekulativenn Totalitätsbegriff, der ästhetischen Erhabenheitsbegriff zusammen. Bei Lessing, Schiller und Hebbel ist die dialektische Struktur der Tragödie zu erkennen, die durch die Vernichtung eines Wertes diesen zuletzt doch bestätigt. Ihre Tragödien enden mit der Rehabilitierung des untergegangenen Wertes. Hingegen ist bei G. Hauptmann das Offenbarwerden einer letzten unzertstörten Würde des untergegangenen Helden lesbar. Seine Helden haben einen höheren Status als die von ihnen verletzte Ordnung. Aber auch in ihm drückt sich die Suche nach dem sinnstiftenden Ganzen aus. Wir leben heute in einer völlig internalisierten egalitären Ordnung. Dies könnte eine Antwort auf die Frage sein, weshalb das Tragische aus dem Erlebnis des heutigen Menschen verschwunden zu sein scheint und heute keine echten Tragödien mehr geschrieben werden.
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