형용사 파생접미사의 형태론적 생산성
Zur morphologischen Produktivitat der Adjektiv-Suffixe
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Das Ziel dieser Arbeit ist, die morphologische Produktivitat der deutschen Adjektiv-Suffixe .bar, -haft, -ig, -isch, -lich, -sam sowohl synchronisch als auch diachronisch zu vergleichen. Dabei wird die korpuslinguistische Methode angewandt. Als Untersuchungsmaterial wird das DWDS Kernkorpus verwendet,das die Moglichkeit bietet, die deutsche Sprache in dem Zeitraum von 1900 bis 2000 zu untersuchen. Die mit der Suchmaschine extrahierten Daten wurden manuell verarbeitet, um nur diejenigen Sprachdaten herauszufiltern, die durch die adjektivischen Suffigierungen produziert sind. Zur Messung von Produktivitat werden unterschiedliche methodische Ansatze, vor allem Frequenz- und Wahrscheinlichkeitsmodelle, eingesetzt. Bei der Analyse der Token- und Typenhaufigkeit erscheint .ig mit der Type-Token-Ratio 7.530.E-02 am produktivsten. Danach folgen .isch (6.166.E-02),-haft (5.809.E-02), -bar (3.808.E-02) und .lich (2.662.E-02). .sam muss als unproduktiv angesehen werden, da es relativ wenige Tokens und Types aufweist und auch die TTR (4.250.E-03) relativ sehr niedrig vorkommt. Die weitere Analyse des Produktivitatsmaßes P (Hapax legomena/Tokens) fuhrt zu einem anderen Ergebnis. Wie in TTR ist das .ig mit 3.183.E-02 am produktivsten. An zweiter Stelle steht das -haft mit 2.997.E-02. Am unproduktivsten sind -lich und -sam, mit jeweils 5.192.E-03 und 5.146.E-04. Wenn man den Produktivitatsverlauf jedes Suffixes betrachtet, wird ersichtlich,dass die Suffixe -haft und -bar eine starke Entwicklung durchgemacht haben. Die Produktivitat von -haft steigt wahrend des betrachteten Zeitraums bestandig, und zwar mit 2.116.E-02 (1901-1925), 2.888.E-02 (1926-1950), 3.712.E-02 (1951-1975),4.305.E-02 (1976-2000). Demgegenüber sind die beiden Suffixe -lich und -sam fast unverändert geblieben. Die Produktivität liegt bei den beiden Suffixen ganz unten auf der Skala. Durch diese Untersuchung wird bewiesen, dass die morphologische Produktivität auch korpuslinguistisch und statistisch gemessen werden kann. Damit kann man folglich auswerten, inwiefern untersuchte Adjektiv-Suffixe morphologisch produktiv sind. Darüber hinaus können unterschiedliche Derivationssuffixe hinsichtlich ihrer Produktivität nicht nur synchronisch, sondern auch diachronisch miteinander verglichen werden.
Abstract
Das Ziel dieser Arbeit ist, die morphologische Produktivitat der deutschen Adjektiv-Suffixe .bar, -haft, -ig, -isch, -lich, -sam sowohl synchronisch als auch diachronisch zu vergleichen. Dabei wird die korpuslinguistische Methode angewandt. Als Untersuchungsmaterial wird das DWDS Kernkorpus verwendet,das die Moglichkeit bietet, die deutsche Sprache in dem Zeitraum von 1900 bis 2000 zu untersuchen. Die mit der Suchmaschine extrahierten Daten wurden manuell verarbeitet, um nur diejenigen Sprachdaten herauszufiltern, die durch die adjektivischen Suffigierungen produziert sind. Zur Messung von Produktivitat werden unterschiedliche methodische Ansatze, vor allem Frequenz- und Wahrscheinlichkeitsmodelle, eingesetzt. Bei der Analyse der Token- und Typenhaufigkeit erscheint .ig mit der Type-Token-Ratio 7.530.E-02 am produktivsten. Danach folgen .isch (6.166.E-02),-haft (5.809.E-02), -bar (3.808.E-02) und .lich (2.662.E-02). .sam muss als unproduktiv angesehen werden, da es relativ wenige Tokens und Types aufweist und auch die TTR (4.250.E-03) relativ sehr niedrig vorkommt. Die weitere Analyse des Produktivitatsmaßes P (Hapax legomena/Tokens) fuhrt zu einem anderen Ergebnis. Wie in TTR ist das .ig mit 3.183.E-02 am produktivsten. An zweiter Stelle steht das -haft mit 2.997.E-02. Am unproduktivsten sind -lich und -sam, mit jeweils 5.192.E-03 und 5.146.E-04. Wenn man den Produktivitatsverlauf jedes Suffixes betrachtet, wird ersichtlich,dass die Suffixe -haft und -bar eine starke Entwicklung durchgemacht haben. Die Produktivitat von -haft steigt wahrend des betrachteten Zeitraums bestandig, und zwar mit 2.116.E-02 (1901-1925), 2.888.E-02 (1926-1950), 3.712.E-02 (1951-1975),4.305.E-02 (1976-2000). Demgegenüber sind die beiden Suffixe -lich und -sam fast unverändert geblieben. Die Produktivität liegt bei den beiden Suffixen ganz unten auf der Skala. Durch diese Untersuchung wird bewiesen, dass die morphologische Produktivität auch korpuslinguistisch und statistisch gemessen werden kann. Damit kann man folglich auswerten, inwiefern untersuchte Adjektiv-Suffixe morphologisch produktiv sind. Darüber hinaus können unterschiedliche Derivationssuffixe hinsichtlich ihrer Produktivität nicht nur synchronisch, sondern auch diachronisch miteinander verglichen werden.
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