말음경화의 규범화에 대한 고찰
Normsetzung der Auslautverhärtung
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초록
Die auf die mittelhochdeutsche Auslautverhartung zuruckgehende Norm wurdedurch 'Siebs, Deutsche Hochsprache, Buhnenaussprache (1957)' von H. de Boor/ P. Diels errichtet. Sprachhistorisch gesehen bedeutet diese Normsetzung denAbschluss eines Prozesses, der sich in zwei Stufen vollzog. Dieser Norm kamdamals eine besondere historische Bedeutung zu, weil sie einen Gegensatzzwischen der mittelhochdeutschen Auslautverhartung und der bis dahin geltendenSiebs-Norm beseitigte. Obwohl diese Auslautverhartung nur durch den Sprachgebraucheiner norddeutschen Aussprache gestutzt wurde, wurde die neue Norm schon wenigspater auch in die Aussprachekodifizierungen des Duden-Ausspracheworterbuch(1962) und des Worterbuchs der deutschen Aussprache (1964) ubernommen. Anhand dieser, durch einseitige Normsetzung entstandenen Abweichungenzwischen linguistischen Kenntnissen und sprachlicher Wirklichkeit werdeneinerseits methodische Probleme der gegenwartigen linguistischen Theoriebildungdiskutiert, andererseits Moglichkeiten zu einer Wiederannahrung von kodifizierter Norm und allgemeinem Sprachgebrauch. Die kontroversen Diskussionen uber diewirklichkeitsferne Auslautverhartung hat durch die zunehmend empirische Fundierungder Forschungen also durchaus ein neues Verstandnis fur die theoretischeArbeitsrichtung eroffnet. Dementsprechend ist auch zu erwarten, dass die germanistischenGrammatiken und Handbucher zukunftig zumindest auf die Diskrepanz zwischenkodifizierter Regel und tatsachlichem Sprachgebrauch hinweisen werden. DerFortstand der derartigen Kluft kann aus langfristiger Perspektive jedoch nicht alserstrebenswert gelten, so dass vom heutigen Kenntnisstand der Sprachnormsetzungausgehend nach Wegen zu einer Wiederannaherung an den allgemeinenSprachgebrauch zu suchen ist. Wesentlich schwieriger erscheint die Frage, inwelcher Weise eine zukunftige Norm auf die allophonischen Annahrungenzwischen den beiden Plosiven Bezug nehmen soll, die sowohl durch dieFortisierungs- als auch durch die Lenisierungsregel verursacht werden. Durch dieseForschung sollten die Relationen der beiden Plosivenreihen und der Status derstellungsgebundenen Varianten systematisch analysiert werden.
Abstract
Die auf die mittelhochdeutsche Auslautverhartung zuruckgehende Norm wurdedurch 'Siebs, Deutsche Hochsprache, Buhnenaussprache (1957)' von H. de Boor/ P. Diels errichtet. Sprachhistorisch gesehen bedeutet diese Normsetzung denAbschluss eines Prozesses, der sich in zwei Stufen vollzog. Dieser Norm kamdamals eine besondere historische Bedeutung zu, weil sie einen Gegensatzzwischen der mittelhochdeutschen Auslautverhartung und der bis dahin geltendenSiebs-Norm beseitigte. Obwohl diese Auslautverhartung nur durch den Sprachgebraucheiner norddeutschen Aussprache gestutzt wurde, wurde die neue Norm schon wenigspater auch in die Aussprachekodifizierungen des Duden-Ausspracheworterbuch(1962) und des Worterbuchs der deutschen Aussprache (1964) ubernommen. Anhand dieser, durch einseitige Normsetzung entstandenen Abweichungenzwischen linguistischen Kenntnissen und sprachlicher Wirklichkeit werdeneinerseits methodische Probleme der gegenwartigen linguistischen Theoriebildungdiskutiert, andererseits Moglichkeiten zu einer Wiederannahrung von kodifizierter Norm und allgemeinem Sprachgebrauch. Die kontroversen Diskussionen uber diewirklichkeitsferne Auslautverhartung hat durch die zunehmend empirische Fundierungder Forschungen also durchaus ein neues Verstandnis fur die theoretischeArbeitsrichtung eroffnet. Dementsprechend ist auch zu erwarten, dass die germanistischenGrammatiken und Handbucher zukunftig zumindest auf die Diskrepanz zwischenkodifizierter Regel und tatsachlichem Sprachgebrauch hinweisen werden. DerFortstand der derartigen Kluft kann aus langfristiger Perspektive jedoch nicht alserstrebenswert gelten, so dass vom heutigen Kenntnisstand der Sprachnormsetzungausgehend nach Wegen zu einer Wiederannaherung an den allgemeinenSprachgebrauch zu suchen ist. Wesentlich schwieriger erscheint die Frage, inwelcher Weise eine zukunftige Norm auf die allophonischen Annahrungenzwischen den beiden Plosiven Bezug nehmen soll, die sowohl durch dieFortisierungs- als auch durch die Lenisierungsregel verursacht werden. Durch dieseForschung sollten die Relationen der beiden Plosivenreihen und der Status derstellungsgebundenen Varianten systematisch analysiert werden.
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