본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

발터 벤야민의 「이야기꾼」에 나타난 서사이론적 함의

Bemerkungen zu erzähltheoretischen Implikationen in Der Erzähler Walter Benjamins

0

조회

0

다운로드

7

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류기타인문학

초록

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, erzähltheoretiche Implikationen in Der Erzähler: zum Werk Nikolai Leskows (1939) von Walter Benjamin zu untersuchen. Leskow ist als Autor bekannt, der die mündliche Erzähltradition der russischen Legende aktualisiert hat. Bei Benjamin gilt Leskow als Musterbeispiel des Erzählers, der die mündliche Erzählkunst und die Weisheit des Lebens sowie kollektives Gedächtnis von Mund zu Mund überliefert. Aber solche Erzählkunst geht zu Ende, indem mit der Entwicklung der Buchdruckkunst der Roman aufsteigt, dessen Geburtsort das einsame Individuum ist. Darüber hinaus fällt der Wert der ‘Erfahrung’ selbst, da die einmalige Erfahrung der Erzählung durch kurzlebige Informationen der Massenmedien ersetzt wird. Benjamin betont Erinnerung und Gedächtnis als das wichtigste Medium des Erzählens. Mnemosyne war bei den Griechen die Muse des Epos. In der Erzählung stiftet die Erinnerung die Kette der Tradition, die das Erzählte zur Nachwelt weiterleitet. Im Roman will das Gedächtnis dem Erzählten die Dauer verleihen, die gegen die zerstörende Macht der Zeit kämpft. Damit werden die Bilder der Erinnerung im Moment des Eingedenkens konstituiert. Ein anderes wichtiges Moment des Erzählens bildet die Denkfigur der Naturgeschichte, die Benjamin von der Morphologie Goethes und dem Begriff des Urphänomens entlehnt hat. Bei Goethe gilt “die Grundeigenschaft der lebendigen Einheit”, dass “Entstehen und Vergehen, Schaffen und Vernichten, Geburt und Tod, Freud und Leid, alles durcheinander wirkt, in gleichem Sinn und gleicher Maße.” Benjamin wendet solche ‘lebendige Einheit’ der Natur auf die Geschichte an. Laut Benjamin ist die Chronik Hebels in die Naturgeschichte eingebettet. In Der Erzähler kreisen Benjamins Gedanken vor allem um die Frage, wie das Erzählen die das Leben gestaltende Kraft gewinnen kann. Seine positive Wertung der modernen Erzähler wie Kafka, Döblin und Proust, die die traditionelle Erzähweise dekonstruieren, lässt sich als Erweiterung derselben Fragestellung verstehen.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, erzähltheoretiche Implikationen in Der Erzähler: zum Werk Nikolai Leskows (1939) von Walter Benjamin zu untersuchen. Leskow ist als Autor bekannt, der die mündliche Erzähltradition der russischen Legende aktualisiert hat. Bei Benjamin gilt Leskow als Musterbeispiel des Erzählers, der die mündliche Erzählkunst und die Weisheit des Lebens sowie kollektives Gedächtnis von Mund zu Mund überliefert. Aber solche Erzählkunst geht zu Ende, indem mit der Entwicklung der Buchdruckkunst der Roman aufsteigt, dessen Geburtsort das einsame Individuum ist. Darüber hinaus fällt der Wert der ‘Erfahrung’ selbst, da die einmalige Erfahrung der Erzählung durch kurzlebige Informationen der Massenmedien ersetzt wird. Benjamin betont Erinnerung und Gedächtnis als das wichtigste Medium des Erzählens. Mnemosyne war bei den Griechen die Muse des Epos. In der Erzählung stiftet die Erinnerung die Kette der Tradition, die das Erzählte zur Nachwelt weiterleitet. Im Roman will das Gedächtnis dem Erzählten die Dauer verleihen, die gegen die zerstörende Macht der Zeit kämpft. Damit werden die Bilder der Erinnerung im Moment des Eingedenkens konstituiert. Ein anderes wichtiges Moment des Erzählens bildet die Denkfigur der Naturgeschichte, die Benjamin von der Morphologie Goethes und dem Begriff des Urphänomens entlehnt hat. Bei Goethe gilt “die Grundeigenschaft der lebendigen Einheit”, dass “Entstehen und Vergehen, Schaffen und Vernichten, Geburt und Tod, Freud und Leid, alles durcheinander wirkt, in gleichem Sinn und gleicher Maße.” Benjamin wendet solche ‘lebendige Einheit’ der Natur auf die Geschichte an. Laut Benjamin ist die Chronik Hebels in die Naturgeschichte eingebettet. In Der Erzähler kreisen Benjamins Gedanken vor allem um die Frage, wie das Erzählen die das Leben gestaltende Kraft gewinnen kann. Seine positive Wertung der modernen Erzähler wie Kafka, Döblin und Proust, die die traditionelle Erzähweise dekonstruieren, lässt sich als Erweiterung derselben Fragestellung verstehen.

참고문헌 (20)

  1. 괴테, "시와 진실" (2009), 민음사
  2. 되블린, 알프렛, "베를린 알렉산더 광장" (2012), 을유문화사
  3. 레스코프, 니콜라이, "매료된 여행자" (1999), 생각하는 백성
  4. 모레띠, 프랑코, "세상의 이치: 유럽 문화 속의 교양소설" (2005), 문학동네
  5. 발자크, 오노레 드, "잃어버린 환상" (1999), 서울대출판부
  6. 벅모스, 수전, "발터 벤야민과 아케이드 프로젝트" (2004), 문학동네
  7. 벤야민, 발터, "발터 벤야민 선집 9", pp.413~460 (2012), 길
  8. 벤야민, 발터, "소설의 위기: 알프레트 되블린의 베를린 알렉산더 광장", pp.489~502 (2012)
  9. 벤야민, 발터, "프루스트의 이미지", pp.233~259 (2012), 같은 책
  10. 벤야민, 발터, "요한 페터 헤벨", pp.185~196 (2012), 같은 책
  11. 벤야민, 발터, "역사의 개념에 대하여 외, 발터 벤야민 선집 5" (2008), 길
  12. 벤야민, 발터, "베를린 연대기. 1900년경 베를린의 유년시절, 발터 벤야민 선집 3" (2007), 길
  13. 벤야민, 발터, "발터 벤야민의 문예이론" (1983), 민음사
  14. 카프카, 프란츠, "변신ㆍ선고 외" (2015), 을유문화사
  15. 호메로스, "오디세이아" (1996), 단국대학교 출판부
  16. Benjamin, Walter, "Passagenwerk. Gesammelte Schriften, Bd. V.1" (1991), Frankfurt a. M
  17. Eichenbaum, Boris, "Texte der russischen Formalisten", pp.160~167 (1969), München
  18. Eichenbaum, Boris, "Leskov und die moderne Prosa", pp.208~243 (1925)
  19. Goethe, Johann Wolfgang von, "Schriften zur Naturwissenschaft, Hamburger Ausgabe, Bd. 12" (1989), München
  20. Lindner, Burkhardt, "Benjamin-Handbuch" (2011), Stuttgart

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (11건)