브레히트의 초기시에 나타난 자연의 의미
Der Sinn der Natur in der frühen Lyrik Brechts
0
조회
0
다운로드
1
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Wie der Buchtitel von P. P. Schwarz, Nihilismus als Werkzusammenhang der frühen Lyrik Brechts, andeutet, wurde das lyrische Frühwerk Bertolt Brechts oft als dichterische Äußerung des europäischen Nihilismus angenommen. Schwarz stellte die These auf, in der frühen Lyrik des Dichters falle der Verfall der kosmologischen Moralwerte der bürgerlichen Gesellschaft deutlich auf, der im Zusammenhang mit dem von F. Nietzsche diagnostizierten Nihilismus stehe. Die Zerschlagung der bürgerlichen Moralvorstellungen münde in den Glauben an „Nichts“, was das Lebensgefühl des frühen Brecht bestimme. Die These des Wissenschaftlers wird weiter von E. Schuhmacher und R. Geißler übernommen und bis heute vertreten. Diese These liefert für die frühe Lyrik Brechts einen angemessenen Blickwinkel, aber bietet für die Bedeutung der Natur keinen hinreichenden Interpretationsansatz In vielen Gedichten der Hauspostille wird oft das Motiv der Wiedervereinigung mit der Natur verwenden. Hier bedeutet die Natur vor allem „Stoffwechsel“, der Gesellschaft und Natur nicht als Gegensätze auffassen lässt. Man braucht die Natur, um die durch den Individualismus beschädigten Funktionen der bürgerlichen Gesellschaft aufrechtzuhalten. Dabei handelt es sich nicht um das Fliehen von der bürgerlichen Gesellschaft und das Genießen der körperlichen Lust, sondern vielmehr um die Überwindung des Individualismus, der die bürgerliche Gesellschaft mit sich gebracht hat. Anders als bei F. Nietzsche, der die Vitalität als Alternative oder Negierung der christlichen Herrschermoral vorgeschlagen hat, wird bei Brecht die Zurückkehr in die Gesellschaft betont, nachdem die Vitalität gestärkt wird.
Abstract
Wie der Buchtitel von P. P. Schwarz, Nihilismus als Werkzusammenhang der frühen Lyrik Brechts, andeutet, wurde das lyrische Frühwerk Bertolt Brechts oft als dichterische Äußerung des europäischen Nihilismus angenommen. Schwarz stellte die These auf, in der frühen Lyrik des Dichters falle der Verfall der kosmologischen Moralwerte der bürgerlichen Gesellschaft deutlich auf, der im Zusammenhang mit dem von F. Nietzsche diagnostizierten Nihilismus stehe. Die Zerschlagung der bürgerlichen Moralvorstellungen münde in den Glauben an „Nichts“, was das Lebensgefühl des frühen Brecht bestimme. Die These des Wissenschaftlers wird weiter von E. Schuhmacher und R. Geißler übernommen und bis heute vertreten. Diese These liefert für die frühe Lyrik Brechts einen angemessenen Blickwinkel, aber bietet für die Bedeutung der Natur keinen hinreichenden Interpretationsansatz In vielen Gedichten der Hauspostille wird oft das Motiv der Wiedervereinigung mit der Natur verwenden. Hier bedeutet die Natur vor allem „Stoffwechsel“, der Gesellschaft und Natur nicht als Gegensätze auffassen lässt. Man braucht die Natur, um die durch den Individualismus beschädigten Funktionen der bürgerlichen Gesellschaft aufrechtzuhalten. Dabei handelt es sich nicht um das Fliehen von der bürgerlichen Gesellschaft und das Genießen der körperlichen Lust, sondern vielmehr um die Überwindung des Individualismus, der die bürgerliche Gesellschaft mit sich gebracht hat. Anders als bei F. Nietzsche, der die Vitalität als Alternative oder Negierung der christlichen Herrschermoral vorgeschlagen hat, wird bei Brecht die Zurückkehr in die Gesellschaft betont, nachdem die Vitalität gestärkt wird.
참고문헌 (17)
- Brecht, Bertolt, "Arbeitsjournal, Bd. 1: 1938-1942, Bd. 2: 1942-1955" (1973), Frankfurt a. M
- Brecht, Bertolt, "Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe in 30 Bdn" (1988), Berlin u. Weimar
- Brockhaus, "Konversations-Lexikon, 14. vollständig neubearbeitete Auflage" (1894), Leipzig
- Geißler, Rolf, "Zur Struktur der Lyrik Bertolt Brechts", Wirkendes Wort, 8, pp.347~352 (1971)
- Hagen, Wolfgang, "Bertolt Brechts 'Hauspostille', Text und kollektives Lesen" (1978), Stuttgart
- Hillesheim, Jürgen, "Neueres über Bertolt Brechts Augsburger Zeit", Dreigroschenheft, pp.22~29 (2000)
- Hoffmeister, Johannes, "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" (1955), Hamburg
- Knopf, Jan, "Bertolt Brecht. Ein kritischer Forschungsbericht", pp.124~138 (1974), Frankfurt a. M
- Knopf, Jan, "Brecht-Handbuch. Lyrik, Prosa, Schriften. Ein Ästhetik der Widersprücke" (1984), Stuttgart
- Müller, H.-H, "Brechts Ballade von des Cortez Leuten. Struktur, Quelle, Interpretation. Mit Anmerkungen zu Interpretationsproblemen der frühen Lyrik Brechts", Zeitschrift für deutsche Philologie, 112, pp.569~594 (1993)
- Nietzsche, Friedrich, "Krische Gesamtausgabe, Bd. 5-2" (1967), Berlin
- Pietzcker, Carl, "Die Lyrik des jungen Brecht. Vom anarchischen Nihilismus yum Marxismus" (1974), Frankfurt a. M
- Pietzcker, Carl, "Ich kommandiere mein Herz: Brechts Herzneurose, ein Schlüssel zu seinem Leben und Schreiben" (1988), Würzburg
- Schuhmacher, Ernst, "Die dramatische Versuche Bertold Brechts, 1918-1933" (1955), Berlin
- Schuhmann, Klaus, "Untersuchungen zur Lyrik Brechts: Themen, Formen, Weiterungen, Berlin u" (1973), Weimar
- Schwarz, Peter Paul, "Brechts frühe Lyrik 1914-1922. Nihilismus als Werkzusammenhang der frühen Lyrik Brechts" (1922), Bonn
- Stegmaier, Werner, "Orientierung um Nihilismus-Luhmann meets Nietzsche", pp.2016, Berlin
