Die Repräsentanten der Weimarer Klassik: Goethe und Schiller
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초록
Bevor Goethe und Schiller sich 1794 zu einem Arbeits- und Freundschaftsbündnis zusammenfanden, haben sie eine ganz unterschiedliche Entwicklung zurückgelegt. Ihr Bündnis gründete in dem unabhängig voneinander entwickelten Konzept einer autonomen Kunst, die von moralischen und didaktischen Zwecken frei war und nur ihren eigenen Gesetzen gehorchte. Im brieflichen und mündlichen Austausch regten sie sich wechselseitig zu neuen Werken an, verteidigten ihr Kunstkonzept aber auch gegen ästhetische Gegner. Goethe verdankt Schiller z.B. die Anregung zur Weiterarbeit am Faust, Schiller war Goethe z.B. für Hinweise zum Wallenstein sehr dankbar. Die Zeit zwischen 1794 und 1805, dem Todesjahr Schillers, wird generell als Zeit der Weimarer Klassik definiert. Die Weimarer Klassik hat einen normativen und einen historischen Aspekt. Normativ ist sie im Sinne einer in Form und Gehalt maßstabsetzenden, hohen Ansprüchen genügenden Kunst; historisch gesehen entsteht sie im Übergang von einer feudalistischen Vormoderne zur bürgerlich-kapitalistischen Moderne. Ihr emanzipatorisches Potential ist unverändert aktuell.
Abstract
Bevor Goethe und Schiller sich 1794 zu einem Arbeits- und Freundschaftsbündnis zusammenfanden, haben sie eine ganz unterschiedliche Entwicklung zurückgelegt. Ihr Bündnis gründete in dem unabhängig voneinander entwickelten Konzept einer autonomen Kunst, die von moralischen und didaktischen Zwecken frei war und nur ihren eigenen Gesetzen gehorchte. Im brieflichen und mündlichen Austausch regten sie sich wechselseitig zu neuen Werken an, verteidigten ihr Kunstkonzept aber auch gegen ästhetische Gegner. Goethe verdankt Schiller z.B. die Anregung zur Weiterarbeit am Faust, Schiller war Goethe z.B. für Hinweise zum Wallenstein sehr dankbar. Die Zeit zwischen 1794 und 1805, dem Todesjahr Schillers, wird generell als Zeit der Weimarer Klassik definiert. Die Weimarer Klassik hat einen normativen und einen historischen Aspekt. Normativ ist sie im Sinne einer in Form und Gehalt maßstabsetzenden, hohen Ansprüchen genügenden Kunst; historisch gesehen entsteht sie im Übergang von einer feudalistischen Vormoderne zur bürgerlich-kapitalistischen Moderne. Ihr emanzipatorisches Potential ist unverändert aktuell.
참고문헌 (9)
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- Meier, Albert, "Goethe. Dichtung. Kunst. Natur" (2011), Reclam
- Oellers, Norbert, "Friedrich Schiller. Zur Modernität eines Klassikers" (1996), Insel
- Oellers, Norbert, "Schiller. Elend der Geschichte, Glanz der Kunst" (2005), Reclam
- Schöne, Albrecht, "Der Briefschreiber Goethe" (2015), C. H. Beck
- Woelfel, Kurt, "Friedrich Schiller" (2004), Deutscher Taschenbuchverlag
