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독일 고전주의 예술관의 두 기초 - 괴테의 독자적 자연감정과 실러의 대자적 역사의식

Zwei Kunstauffassungsgrundlagen in der deutschen Klassik - J. W. v. Goethes an sich vollendetes selbständiges Naturgefühl und F. Schillers gegen sich selbst gerichtetes kritisches Geschichtsbewusstsein

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주제분류독일어와문학

초록

J. W. v. Goethe und F. Schiller wollten die Entfremdung des Menschen in der Moderne durch eine sozialpolitisch wirkende Kraft der schönen Kunst überwinden, die im Stande sein sollte, die Einzelnen wieder im Ganzen der Gesellschaft harmonisch aufzulösen. In der Praktizierung des aufklärerisch und klassisch gesinnten Kunstkonzeptes gingen sie jedoch auseinander; Denn Goethe ging von einem subjektiven Naturgefühl aus, Schiller dagegen von einem objektiven Weltverständnis. Für Goethes Naturgefühl gab es keine nicht zu überbrückenden klaffenden Risse zwischen Natur und Kunst, Subjektivität und Wirklichkeit, Leben und Tod etc. So konnten sich in seiner dichterischen Phantasie alle Dinge der Welt brüderlich miteinander vereinigen. In der ellegischen Lyrik selige Sehnsucht beispielsweise werden das lyrische Ich, die Gegenstände und der Leser idyllisch harmonisch zur Einheit gebracht. Aus geschichtsphilosophischer Sicht Schillers dagegen war seine moderne Zeit dem subjektiven Idealen Goethes nicht entsprechend. So konnte bei ihm die Realität in ihren sozialen Misständen nur elegisch im Entwicklungsprozess hin zum Idealen dargestellt werden. In der Tragödie Maria Stuart beispielsweise scheitert der Versuch der Königin, sich vom Gefängnis zu befreien, und somit auch Schottland und England idealistisch zu versöhnen. Nach Schillers Glauben liegt jedoch gerade in der rezeptionsästhetischen Dimension derartig traurigen Schiksals eine Möglichkeit, die klassische Idee zu realisieren, weil das ästhetische Miterleben des Publikums, vermöge des Mitleids und der Reflexion, ein Freiheitsdenken fördert, auf dem ein dynamischer Staat aufgebaut werden könnte. Zusmmenfassend lässt sich anhand der zwei gegensätzlichen künstlerischen Verfahren Goethes und Schillers sagen, dass das eine durch die Darstellung einer idealen Welt identifikatorisch ein utopisch zu erreichendes Ziel der Aufklärung im Voraus erleben lässt, während das andere durch die objektive Darstellung der sozialen Misstände de-identifikatorisch ein subjektivisch eingebildeltes Weltverständnis kritisch auf die Realität hin relativierend zum Idealen hin erweitert.

Abstract

J. W. v. Goethe und F. Schiller wollten die Entfremdung des Menschen in der Moderne durch eine sozialpolitisch wirkende Kraft der schönen Kunst überwinden, die im Stande sein sollte, die Einzelnen wieder im Ganzen der Gesellschaft harmonisch aufzulösen. In der Praktizierung des aufklärerisch und klassisch gesinnten Kunstkonzeptes gingen sie jedoch auseinander; Denn Goethe ging von einem subjektiven Naturgefühl aus, Schiller dagegen von einem objektiven Weltverständnis. Für Goethes Naturgefühl gab es keine nicht zu überbrückenden klaffenden Risse zwischen Natur und Kunst, Subjektivität und Wirklichkeit, Leben und Tod etc. So konnten sich in seiner dichterischen Phantasie alle Dinge der Welt brüderlich miteinander vereinigen. In der ellegischen Lyrik selige Sehnsucht beispielsweise werden das lyrische Ich, die Gegenstände und der Leser idyllisch harmonisch zur Einheit gebracht. Aus geschichtsphilosophischer Sicht Schillers dagegen war seine moderne Zeit dem subjektiven Idealen Goethes nicht entsprechend. So konnte bei ihm die Realität in ihren sozialen Misständen nur elegisch im Entwicklungsprozess hin zum Idealen dargestellt werden. In der Tragödie Maria Stuart beispielsweise scheitert der Versuch der Königin, sich vom Gefängnis zu befreien, und somit auch Schottland und England idealistisch zu versöhnen. Nach Schillers Glauben liegt jedoch gerade in der rezeptionsästhetischen Dimension derartig traurigen Schiksals eine Möglichkeit, die klassische Idee zu realisieren, weil das ästhetische Miterleben des Publikums, vermöge des Mitleids und der Reflexion, ein Freiheitsdenken fördert, auf dem ein dynamischer Staat aufgebaut werden könnte. Zusmmenfassend lässt sich anhand der zwei gegensätzlichen künstlerischen Verfahren Goethes und Schillers sagen, dass das eine durch die Darstellung einer idealen Welt identifikatorisch ein utopisch zu erreichendes Ziel der Aufklärung im Voraus erleben lässt, während das andere durch die objektive Darstellung der sozialen Misstände de-identifikatorisch ein subjektivisch eingebildeltes Weltverständnis kritisch auf die Realität hin relativierend zum Idealen hin erweitert.

참고문헌 (23)

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