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‘유대인 쥐스’의 대중화 과정과 수용 - 동명의 영화 속에 나타난 상반된 유형을 중심으로

Die Popularisierungsprozess und die Rezeptionenen von 'Jud Suess' - Mit Bezug auf die kontradiktorischen Typen in den gleichnamigen Filme

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Im Zentrum dieser Arbeit steht die Popularisierungsprozess und die Rezeptionenen von 'Jud Suess' Der Schwerpunkt wird auf ambivalente Typen in den gleichnamigen Filme von Lothar Mendes und Veit Harlans gelegt, die auf der Lebensgeschichte von Joseph Süß Oppenheimer basierten, der im 18. Jahrhundert als Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander tätig war. Nach dem Tod des Hofjuden brach die Flut der veröffentlichungen los. Das Leben und Sterben des Joseph Süß Oppenheimer lenkte die Aufmerksammkeit vieler Autoren auf sich und verbreitete sich sehr populär in der Literatur und den Modernen Medien des 19. und 20. Jahrhunderts. Romane, Novellen und Biographien, Dramen, Filme und Fernsehbearbeitungen des Stoffes erzeugtenvon der Faszination, die das Schicksal des Süß zu allen Zeiten ausübten, und erweckten immer wieder das Interesse, das von Anfang an mit der Identitätsproblematik, d.h. mit der belasteten und spannenden Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden verbunden ist. Zum Thema Jud Süss gibt es zwei Filme. In England wurde 1934 der Film Jew Süss gedreht, mit dem bekannten deutschen Schauspieler Conrad Veidt in der Hauptrolle. Das Drehbuch war eine Bearbeitung des Romans Jud Süss von Lion Feuchtwanger; Regisseur war derdeutsch-jüdische Emigrant Lothar Mendes. Dieser Film galt den Nazis als ein jüdisches Machwerk und wurde nach wenigen Aufführungen auch in Österreich verboten. Reichspropagandaminister Goebbels hat 1938 eine antisemitische Verfilmung des Themas in die Wege geleitet. Für das Drehbuch und die Regie konnte er den damals führenden Regisseur Veit Harlan gewinnen. Der Film wurde zum erfolgreichsten der vom Ministerium Goebbels in Auftraggegebenen antisemitischen Filme. Veit Harlan wurde nach dem Krieg wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit verklagt, jedoch freigesprochen. Die zwei Verfilmungen des Roman “Jud Süß” von Lion Freuchtwanger stehen sich von ihrer Intention und Fator her kontradiktorisch gegenüber, und doch sind sie auf eigentümliche, auf geradezu fatale Weise miteinander verknüpft. Nicht weil sie am selben hitorischen Stoff und seiner Rezeptionsgeschichte partizipieren, sondern weil der antisemitischer Spielfilm “Jud Süß” aus dem Jahre 1940 als direkte Replik gewissermaßen als nazisches Remake des englischen Spielfilms “Jew Süss” aus dem Jahre 1934 gedacht war und folglich auch so verstanden werden muss.

Abstract

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Popularisierungsprozess und die Rezeptionenen von 'Jud Suess' Der Schwerpunkt wird auf ambivalente Typen in den gleichnamigen Filme von Lothar Mendes und Veit Harlans gelegt, die auf der Lebensgeschichte von Joseph Süß Oppenheimer basierten, der im 18. Jahrhundert als Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander tätig war. Nach dem Tod des Hofjuden brach die Flut der veröffentlichungen los. Das Leben und Sterben des Joseph Süß Oppenheimer lenkte die Aufmerksammkeit vieler Autoren auf sich und verbreitete sich sehr populär in der Literatur und den Modernen Medien des 19. und 20. Jahrhunderts. Romane, Novellen und Biographien, Dramen, Filme und Fernsehbearbeitungen des Stoffes erzeugtenvon der Faszination, die das Schicksal des Süß zu allen Zeiten ausübten, und erweckten immer wieder das Interesse, das von Anfang an mit der Identitätsproblematik, d.h. mit der belasteten und spannenden Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden verbunden ist. Zum Thema Jud Süss gibt es zwei Filme. In England wurde 1934 der Film Jew Süss gedreht, mit dem bekannten deutschen Schauspieler Conrad Veidt in der Hauptrolle. Das Drehbuch war eine Bearbeitung des Romans Jud Süss von Lion Feuchtwanger; Regisseur war derdeutsch-jüdische Emigrant Lothar Mendes. Dieser Film galt den Nazis als ein jüdisches Machwerk und wurde nach wenigen Aufführungen auch in Österreich verboten. Reichspropagandaminister Goebbels hat 1938 eine antisemitische Verfilmung des Themas in die Wege geleitet. Für das Drehbuch und die Regie konnte er den damals führenden Regisseur Veit Harlan gewinnen. Der Film wurde zum erfolgreichsten der vom Ministerium Goebbels in Auftraggegebenen antisemitischen Filme. Veit Harlan wurde nach dem Krieg wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit verklagt, jedoch freigesprochen. Die zwei Verfilmungen des Roman “Jud Süß” von Lion Freuchtwanger stehen sich von ihrer Intention und Fator her kontradiktorisch gegenüber, und doch sind sie auf eigentümliche, auf geradezu fatale Weise miteinander verknüpft. Nicht weil sie am selben hitorischen Stoff und seiner Rezeptionsgeschichte partizipieren, sondern weil der antisemitischer Spielfilm “Jud Süß” aus dem Jahre 1940 als direkte Replik gewissermaßen als nazisches Remake des englischen Spielfilms “Jew Süss” aus dem Jahre 1934 gedacht war und folglich auch so verstanden werden muss.

참고문헌 (18)

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  11. Knilli, Friedrich, "Dreißig Jahre Lehr- und Forschungsarbeit zur Mediengeschichte des Jud Süß" (2006)
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  16. Sternburg, Wilhelm, "Lion Feuchtwanger" (1999), Ein deutsches Schriftstellerleben
  17. Yuill, W. E, "Jud Süss: Anatomy of Best-Seller", pp.113~129 (1972), John M. Spealek
  18. Zielinski, Sieggfried, "Antisemitische Kulturware versus philosemitisches Kunstwerk. Aspekte einer Gegenüberstellung der Filme ‘Jud Süß’ (1940) und 'Jew Suess‘(1934)", pp.134~147 (1985)

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