하를란의 <유대인 쥐스>와 반유대주의
Jud Süß von Veit Harlan und Antisemitismus
0
조회
0
다운로드
4
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Die Produktion von Veit Harlans Jud Süß (1940) erfolgte kurz nach dem Einmarsch in Polen und der Verschärfung der Judenverfolgung in Deutschland. Der Propaganda- minister Goebbels setzte das Medium Film als Propagandamittel ein, um den Judenhass zu verstärken und die verzerrten Feindbilder zu verfestigen. Bis zum Ende der Nazizeit sahen über 20 Millionen Zuschauer den Film, der in den besetzten Gebieten gezeigt wurde, wo Deportationen geplant waren. Jud Süß basiert auf der Lebensgeschichte von Joseph Süß Oppenheimer, der im 18. Jahrhundert als Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander tätig war. Aus diesem Stoff sind vor Harlans Film schon zwei Bücher (von Wilhelm Hauff 1827 und Lion Feuchtwanger 1925) und ein Film (in England mit dem Regisseur Lothar Mendes 1934) entstanden, in denen keine besondere politische Ideologie spürbar ist Die Nationalsozialisten sahen diese jüdische Filmproduktion aus England als prosemitistisch an. Nach 5 Jahren war die UFA Verfilmung des Jud Süß Stoffes im Dienst antisemitisti- scher Propaganda abgeschlossen. Gemäß seiner Propagandaabsicht stellt der Film Jud Süß als Bedrohung der arischen Gesellschaft dar und stützt sich dabei auf zahlreiche rassistische Stereotypen, insbesondere durch seine Darstellung als skrupellosen Sexualverbrecher. Die Betonung des Sexualverbots zwischen einem Juden und einer arischen Frau sollte gerechtifertigt werden. Dabei wird der Jude als moralloser und sexuell verkommener Vergewaltiger inszeniert. Die Vergewaltigung von Dorothea und ihr Selbstmord zählen zu den schändändlichhsten Tatsachenverdrehungen. Seit den 90er Jahren ist Harlans Film nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch betrachtet worden. Filmwissenschaflter wie Nobert Grob, Linda Schulte-Sasse und Eric Rentschler forschten über Jud Süß unter cinematographischem Aspekt und interpretiert ihn neu in der Tradition des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert (Emilia Galotti, Kabale und Liebe) oder der dämonischen expessionistischen Filmgestalten (Dr. Mabuse, Caligari). Als Protagonist des Unterhaltungsfilm hat Süß eine Ähnlichkeit mit Blaubart, Drakula und Mephisto. Der Erfolg von Jud Süß als Propagandafilm beruht am meisten auf dem Unterhaltungseffekt und das kann nicht übersehen werden.
Abstract
Die Produktion von Veit Harlans Jud Süß (1940) erfolgte kurz nach dem Einmarsch in Polen und der Verschärfung der Judenverfolgung in Deutschland. Der Propaganda- minister Goebbels setzte das Medium Film als Propagandamittel ein, um den Judenhass zu verstärken und die verzerrten Feindbilder zu verfestigen. Bis zum Ende der Nazizeit sahen über 20 Millionen Zuschauer den Film, der in den besetzten Gebieten gezeigt wurde, wo Deportationen geplant waren. Jud Süß basiert auf der Lebensgeschichte von Joseph Süß Oppenheimer, der im 18. Jahrhundert als Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander tätig war. Aus diesem Stoff sind vor Harlans Film schon zwei Bücher (von Wilhelm Hauff 1827 und Lion Feuchtwanger 1925) und ein Film (in England mit dem Regisseur Lothar Mendes 1934) entstanden, in denen keine besondere politische Ideologie spürbar ist Die Nationalsozialisten sahen diese jüdische Filmproduktion aus England als prosemitistisch an. Nach 5 Jahren war die UFA Verfilmung des Jud Süß Stoffes im Dienst antisemitisti- scher Propaganda abgeschlossen. Gemäß seiner Propagandaabsicht stellt der Film Jud Süß als Bedrohung der arischen Gesellschaft dar und stützt sich dabei auf zahlreiche rassistische Stereotypen, insbesondere durch seine Darstellung als skrupellosen Sexualverbrecher. Die Betonung des Sexualverbots zwischen einem Juden und einer arischen Frau sollte gerechtifertigt werden. Dabei wird der Jude als moralloser und sexuell verkommener Vergewaltiger inszeniert. Die Vergewaltigung von Dorothea und ihr Selbstmord zählen zu den schändändlichhsten Tatsachenverdrehungen. Seit den 90er Jahren ist Harlans Film nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch betrachtet worden. Filmwissenschaflter wie Nobert Grob, Linda Schulte-Sasse und Eric Rentschler forschten über Jud Süß unter cinematographischem Aspekt und interpretiert ihn neu in der Tradition des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert (Emilia Galotti, Kabale und Liebe) oder der dämonischen expessionistischen Filmgestalten (Dr. Mabuse, Caligari). Als Protagonist des Unterhaltungsfilm hat Süß eine Ähnlichkeit mit Blaubart, Drakula und Mephisto. Der Erfolg von Jud Süß als Propagandafilm beruht am meisten auf dem Unterhaltungseffekt und das kann nicht übersehen werden.
참고문헌 (20)
- "영화 <Jud süß> 감독 Veit Harlan", 대본: Ludwig Metzler, Eberhard Wolfgang Möller, Veit Harlan, 1940년 개봉, pp.98분
- 류용상, "포이히트방어의 초기 역사소설에 나타난 인도사상 -『유대인 쥐스 Jud Süß』를 중심으로-", 브레히트와 현대연극, (19), pp.79~108 (2008), 한국브레히트학회
- 박광자, "두 편의 독일 흡혈귀 영화: 무르나우와 헤어초크의 <노스페라투>", 헤세연구, (19), pp.321~344 (2008), 한국헤세학회
- 양태규, "나치시네마와 일상적 파시즘 - 인종과 성의 담론을 중심으로", 독일언어문학, (40), pp.255~277 (2008), 한국독일언어문학회
- Feuchtwanger, Lion, "Über Jud Süß Cebtum Opuscula", eine Auswahl
- Friedman, Régine Mihal, "L’image et son Juif" (1983)
- Friedman, Régine Mihal, "Mämmerblick und weiblicher Reaktion. Veit Harlans Jud Süß (1940). In: Frauen und Film. Heft 41. 1986. S. 50-64", ~ (1940)
- Folke Isaksson, "Politik und Film" (1974)
- Heins, Laura Julia, "The Domestic War: Film Melodrama and German Fascism. Diss. Yale 2005", ~ (2005)
- Kinkel, Tanja, "Naemi, Ester, Raquel und Ja’ala. Väter, Tächter, Machtmensch und Judentum bei Lion Feuchtwanger. Bonn 1998", ~ (1998)
- Kuhlbrodt, Dietrich, "Veit Harlan und sein Film “Jud Süß”. In: Das Lüth-Urteil aus (rechts-)historischer Sicht. DasKonflikte um Veit Harlan und die Grundrechtsjudikatur des Bundesverfassungsgerichts. Hrsg. von Thomas Henne", Arne Reidlinger. Berlin 2005. S. 66-78, 2005
- Levesque, Paul, "Mapping the Other. Lion Feuchtwanger’s Topographies of the Orient. The German Quarterly. Bd. 71 Nr. 2 (1998). S. 145-165", ~ (1998)
- Marek, Michael, "Der Veit Harlan Peozess. Hamburger Abendblatt. 26. 4. 1999", ~ (1999)
- Noack, Frank, "Veit Harlan in: Des Teufels Regisseur" (2000)
- Rentschler, Eric, "The Elective Other. Jew Süss (1940). In: The Ministry of Illusion", pp.149~169 (1940)
- Stephan Schmauder, "Propaganda im Film Jud Süß. In: Das Lüth-Urteil aus (rechts-) historischer Sicht", pp.79~104 (2005)
- Schulte-Sasse, Linda, "Courtier, Vampire, or Vermin? Jew Süß’s Contradictory Effort to Render the “Jew ” Other. Perspectives of German Cinema. Hrsg. von Terri Ginsberg", Kirsten Moana Thompson. New York 1996. S. 184-219, 1996
- Tegel, Susan, "Veit Harlan and the Origins of Jud Süß, 1938-1939: Oppertunismin the Creation of Nazi anti-Semitic film propaganda. Historical Jornal of Film, Radio and Televion. Bd. 16, Nr. 4 (1996). S. 517-521", ~ (1996)
- Susan Tegel, "“The Demonic Effect”. Veit Harlan’s Use of Jewish Extras in Jud Süß (1940). In: Holocaust and Genocide Studies. Ba. 14.Nr. 2 (2000). S. 215-241", ~ (2000)
- Weisenstein, Valerie Aviva, "Mistaken Identity in Wilhelmine, Weimar, and Nazi Film. Diss. Cornell Uni 2000", ~ (2000)
