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상실과 애도의 무대 - 오태석의 「웨딩드레스」와 「운상각」을 중심으로

Die Bühne des Verlustes und der Trauer - 「Brautkleid」 und 「Pavillon über den Wolken」 von Oh Taesok

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주제분류한국어와문학

초록

In dem frühen Drama von Oh Taesok 「Brautkleid」 treten hauptsächlich die Nebenfiguren auf. Die Frau, Mann und Gast genannten Nebenfiguren erscheinen auf der Bühne, um über den Mann mit Brautkleid zu erwähnen. Aber der Mann, der das Brautkleid in der Hand trägt, erscheint niemals auf der Bühne. Er existiert nur im Dialog der Nebenfiguren. Er ist nämlich eine Schattenfigur, die nur im Kopf der Zuschauer gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht ein verlorenes Hochzeitbild, worüber zunächst von ihm erwähnt und danach weiter von den Nebenfiguren dem Zuschauer mitgeteilt wird. Es handelt sich um ein Hochzeitbild seiner Mutter in 「Brautkleid」, das aber irgendwie verlorengegangen ist. In 「Brautkleid」 geht es um die Abwesenheit der Mutter und den Verlust des Hochzeitbildes, in dem seine Mutter idealisiert erscheint. Die Abwesenheit des Vaters fällt auch gleichfalls auf, obwohl sie im Drama nicht direkt erwähnt, sondern nur durch die Beschreibung des Mannes über das Hochzeitbild, in dem die Stelle des Vaters neben seiner Mutter erlöscht ist, mitgeteilt wird. Diese mittelbare Darstellung der Abwesenheit des Vaters hängt mit dem Trauma des Autors zusammen, dessen Vater während des Koreakrieges nach Nordkorea abgeführt wurde. Oh Taesok konnte den wesentlichen Verlust -d.h. die Abwesenheit des Vaters- in einer Bühnensprache nicht darstellen. In 「Pavillon über den Wolken」, das 20 Jahre nach dem Brautkleid geschrieben ist, wird die Situation anders dargestellt. Der Mann mit dem Hochzeitbild, der nun in mittlerem Alter ist, erscheint auf der Bühne und kritisiert ältere Generation. Die Mutter im Bild, die schon sehr alt geworden ist, tritt auch auf und äußert ihre Trauer offensichtlich. Wenn das 「Brautkleid」 ein Negativ, das die nicht zu verratende Wunde verbirgt, ist, ist 「Pavillon über den Wolken」 ein Positiv, das die Wunde offenlegt und sie dadurch zu überwinden versucht. In 「Pavillon über den Wolken」 wird der Vater, der in Brautkleid nur in einem Leere existierte, ständig aufgerufen und erscheint endlich durch das Anrufen seines Geistes auf der Bühne. Sein Auftritt wird nicht durch die epische Darstellung, sondern durch die beschwörende Sprache vollgezogen. Dadurch findet das veletzte Ich, das mit demjenigen des Autors zusammenhängt, seine Identität, weil sein Trauma nicht nur ein individuller, sondern ein kollektiver ist, der durch den Brüderkrieg und die Teilung Koreas verursacht wurde. Dieser Prozeß des kullturellen Gedächtnises ermöglicht ihm die Versöhnung mit seinem verlorenen Vater und der Tragödie der neuesten Geschichte Koreas. Oh Taesok wendet dafür das traditionelle schamanistische Ritual wie Ogu-Kut an.

Abstract

In dem frühen Drama von Oh Taesok 「Brautkleid」 treten hauptsächlich die Nebenfiguren auf. Die Frau, Mann und Gast genannten Nebenfiguren erscheinen auf der Bühne, um über den Mann mit Brautkleid zu erwähnen. Aber der Mann, der das Brautkleid in der Hand trägt, erscheint niemals auf der Bühne. Er existiert nur im Dialog der Nebenfiguren. Er ist nämlich eine Schattenfigur, die nur im Kopf der Zuschauer gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht ein verlorenes Hochzeitbild, worüber zunächst von ihm erwähnt und danach weiter von den Nebenfiguren dem Zuschauer mitgeteilt wird. Es handelt sich um ein Hochzeitbild seiner Mutter in 「Brautkleid」, das aber irgendwie verlorengegangen ist. In 「Brautkleid」 geht es um die Abwesenheit der Mutter und den Verlust des Hochzeitbildes, in dem seine Mutter idealisiert erscheint. Die Abwesenheit des Vaters fällt auch gleichfalls auf, obwohl sie im Drama nicht direkt erwähnt, sondern nur durch die Beschreibung des Mannes über das Hochzeitbild, in dem die Stelle des Vaters neben seiner Mutter erlöscht ist, mitgeteilt wird. Diese mittelbare Darstellung der Abwesenheit des Vaters hängt mit dem Trauma des Autors zusammen, dessen Vater während des Koreakrieges nach Nordkorea abgeführt wurde. Oh Taesok konnte den wesentlichen Verlust -d.h. die Abwesenheit des Vaters- in einer Bühnensprache nicht darstellen. In 「Pavillon über den Wolken」, das 20 Jahre nach dem Brautkleid geschrieben ist, wird die Situation anders dargestellt. Der Mann mit dem Hochzeitbild, der nun in mittlerem Alter ist, erscheint auf der Bühne und kritisiert ältere Generation. Die Mutter im Bild, die schon sehr alt geworden ist, tritt auch auf und äußert ihre Trauer offensichtlich. Wenn das 「Brautkleid」 ein Negativ, das die nicht zu verratende Wunde verbirgt, ist, ist 「Pavillon über den Wolken」 ein Positiv, das die Wunde offenlegt und sie dadurch zu überwinden versucht. In 「Pavillon über den Wolken」 wird der Vater, der in Brautkleid nur in einem Leere existierte, ständig aufgerufen und erscheint endlich durch das Anrufen seines Geistes auf der Bühne. Sein Auftritt wird nicht durch die epische Darstellung, sondern durch die beschwörende Sprache vollgezogen. Dadurch findet das veletzte Ich, das mit demjenigen des Autors zusammenhängt, seine Identität, weil sein Trauma nicht nur ein individuller, sondern ein kollektiver ist, der durch den Brüderkrieg und die Teilung Koreas verursacht wurde. Dieser Prozeß des kullturellen Gedächtnises ermöglicht ihm die Versöhnung mit seinem verlorenen Vater und der Tragödie der neuesten Geschichte Koreas. Oh Taesok wendet dafür das traditionelle schamanistische Ritual wie Ogu-Kut an.

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