릴케의 『로댕론』에서 추상의 미학
Ästhetik der Abstraktion in Rilkes Auguste Rodin
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초록
Die vorliegende Arbeit versucht, mit einem Fokus auf der Form, die abstrakte Tendenz und Gestaltungsweisen der Rodinschen Kunst herauszuarbeiten, die sich in Rilkes Texten abzeichnen, und sie an die Poetik Rilkes anzuknüpfen Die abstrakte Gestaltungstendenz in Rilkes Rodin-Rezeption drückt sich vorrangig darin aus, daß der außerkünstlerische Gegenstand nicht als solcher abgebildet, sondern in ein Flächengewebe übersetzt wird, in dem zahlreiche Flächen miteinander in Beziehung treten. So macht Rodin die Modellierung der Oberfläche zum Gestaltungsprinzip der Skulptur. Die Oberfläche ist, so Rilke, ein gesetzmäßiges Bezugssystem von Flächen, in dem alle unterschiedlichen Flächen sich zu einer Einheit zusammenschließen. In diesen Begriff der Oberfläche spielt der der Textur hinein, der Anlaß dazu gibt, die Oberfläche als Zeichensystem zu verstehen. Rilkes intermediale Reflexion konzipiert hier eine Poesie, deren Sinn erst aus den textuellen Relationen zwischen dem Signifikanten des Wortmaterials hervorgeht und so nichts als Sprachgeschehen ist. Diese Oberflächenstruktur läßt das Material von selbst hervortreten, das damit vom Ding losgelöst und verselbständigt wird. Die Befreiung des Materials von seiner alten Funktion, den Gegenstand zu bezeichnen, hat etwa die Bestimmung des Kunstwerks als Schaffensprozeß zur Folge, in welcher die Kunstmaterialität direkt zur Anschauung gebracht wird. Rodin macht dies explizit, indem er in seinem Werk die Spuren der künstlerischen Arbeit stehen läßt (wie besonders in seinen Torsi). Seine Deklaration der Torsi und der Fragmente als vollendetes, eigenständiges Kunstwerk manifestiert die Differenz zwischen dem Ganzen des Kunstdings und dem des alltäglichen Dings und damit die strenge Abgrenzung der Kunst gegen die empirische Realität. Die Assemblagetechnik Rodins, die den Höhepunkt in seiner Behandlung des Fragmentes bildet, beinhaltet die Destruktion des Gegenstandes und seine Neukonstruktion. Künsterlerische Zusammenfassung erstreckt sich nach Rilkes Ausführung von der formalen bis zur inhaltlichen Zusammenfassung. Bei der formalen Zusammenfassung geht es um die Vereinfachung der Flächen, die die Details und damit die Ähnlichkeit mit dem Modell unterdrückt und so erheblich zur Abstraktion tendiert. Der Begriff der inhaltlichen Zusammenfassung besagt die der Einzeleindrücke oder langer Erfahrungen. Das Rodin-Buch bewegt sich trotz Rilkes Zuwendung zum Ding im Spannungsfeld zwischen Plastizität und Immaterialität. Der plastische Raum generiert sich anhand der Freisetzung der Materie durch die künstlerische Arbeit an der Oberfläche, wobei die künstlerische “Zusammenfassung”, also die starke Vereinfachung der Flächen, die entscheidende Rolle spielt. Doch der Raum, der als Energie der freigesetzten Materie aus der Plastik selbst ausstrahlt, löst gleichsam die fest umrissene Kontur der Plastik wie auch die harte Masse der Materie auf und weist über die Dinggrenze hinaus. Dies markiert den immateriellen Aspekt des Dingbegriffs Rilkes. Die Engführung von Räumlichkeit und unklarer Kontur führt zur Entgegenständlichung bzw. Leerreferentialität.. Diese abstrake Ästhetik der Rodin-Rezeption Rilkes verrät die Züge der avantgardistischen Kunst insbesondere in den folgenden Pointen. 1) Material oder Medium der Ausdrucksmittel tritt in den Vordergrund. 2) Reale Gegenstände bzw. Außenwelt werden zuerst deformiert und dann mittels der Verarbeitung des kunsteigenen Materials zum fiktiven Gegenstand, zur künsterlerischen Wirklichkeit neu kombiniert. 3) Der Sinn ist nicht vorgegeben, sondern konstituiert sich erst druch die Relationen zwischen den Elementen.
Abstract
Die vorliegende Arbeit versucht, mit einem Fokus auf der Form, die abstrakte Tendenz und Gestaltungsweisen der Rodinschen Kunst herauszuarbeiten, die sich in Rilkes Texten abzeichnen, und sie an die Poetik Rilkes anzuknüpfen Die abstrakte Gestaltungstendenz in Rilkes Rodin-Rezeption drückt sich vorrangig darin aus, daß der außerkünstlerische Gegenstand nicht als solcher abgebildet, sondern in ein Flächengewebe übersetzt wird, in dem zahlreiche Flächen miteinander in Beziehung treten. So macht Rodin die Modellierung der Oberfläche zum Gestaltungsprinzip der Skulptur. Die Oberfläche ist, so Rilke, ein gesetzmäßiges Bezugssystem von Flächen, in dem alle unterschiedlichen Flächen sich zu einer Einheit zusammenschließen. In diesen Begriff der Oberfläche spielt der der Textur hinein, der Anlaß dazu gibt, die Oberfläche als Zeichensystem zu verstehen. Rilkes intermediale Reflexion konzipiert hier eine Poesie, deren Sinn erst aus den textuellen Relationen zwischen dem Signifikanten des Wortmaterials hervorgeht und so nichts als Sprachgeschehen ist. Diese Oberflächenstruktur läßt das Material von selbst hervortreten, das damit vom Ding losgelöst und verselbständigt wird. Die Befreiung des Materials von seiner alten Funktion, den Gegenstand zu bezeichnen, hat etwa die Bestimmung des Kunstwerks als Schaffensprozeß zur Folge, in welcher die Kunstmaterialität direkt zur Anschauung gebracht wird. Rodin macht dies explizit, indem er in seinem Werk die Spuren der künstlerischen Arbeit stehen läßt (wie besonders in seinen Torsi). Seine Deklaration der Torsi und der Fragmente als vollendetes, eigenständiges Kunstwerk manifestiert die Differenz zwischen dem Ganzen des Kunstdings und dem des alltäglichen Dings und damit die strenge Abgrenzung der Kunst gegen die empirische Realität. Die Assemblagetechnik Rodins, die den Höhepunkt in seiner Behandlung des Fragmentes bildet, beinhaltet die Destruktion des Gegenstandes und seine Neukonstruktion. Künsterlerische Zusammenfassung erstreckt sich nach Rilkes Ausführung von der formalen bis zur inhaltlichen Zusammenfassung. Bei der formalen Zusammenfassung geht es um die Vereinfachung der Flächen, die die Details und damit die Ähnlichkeit mit dem Modell unterdrückt und so erheblich zur Abstraktion tendiert. Der Begriff der inhaltlichen Zusammenfassung besagt die der Einzeleindrücke oder langer Erfahrungen. Das Rodin-Buch bewegt sich trotz Rilkes Zuwendung zum Ding im Spannungsfeld zwischen Plastizität und Immaterialität. Der plastische Raum generiert sich anhand der Freisetzung der Materie durch die künstlerische Arbeit an der Oberfläche, wobei die künstlerische “Zusammenfassung”, also die starke Vereinfachung der Flächen, die entscheidende Rolle spielt. Doch der Raum, der als Energie der freigesetzten Materie aus der Plastik selbst ausstrahlt, löst gleichsam die fest umrissene Kontur der Plastik wie auch die harte Masse der Materie auf und weist über die Dinggrenze hinaus. Dies markiert den immateriellen Aspekt des Dingbegriffs Rilkes. Die Engführung von Räumlichkeit und unklarer Kontur führt zur Entgegenständlichung bzw. Leerreferentialität.. Diese abstrake Ästhetik der Rodin-Rezeption Rilkes verrät die Züge der avantgardistischen Kunst insbesondere in den folgenden Pointen. 1) Material oder Medium der Ausdrucksmittel tritt in den Vordergrund. 2) Reale Gegenstände bzw. Außenwelt werden zuerst deformiert und dann mittels der Verarbeitung des kunsteigenen Materials zum fiktiven Gegenstand, zur künsterlerischen Wirklichkeit neu kombiniert. 3) Der Sinn ist nicht vorgegeben, sondern konstituiert sich erst druch die Relationen zwischen den Elementen.
참고문헌 (21)
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