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그들은 왜 브로켄 산으로 갔는가? -「발푸르기스 밤」장면의 보유본(補遺本)에 대한 검토-

Warum bestiegen sie wohl den Berg Brocken?

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주제분류독일어와문학

초록

Die ‘Walpurgisnacht' ist eine Szene, wo Goethe die Frage stellt: 'Was bedeutet den Menschen Sexualität?'. Aber die Handlung der ’Walpurgisnacht’ an sich ist unklar und schleierhaft. Man kann nicht eindeutig erkennen, ob die zwei Männer Faust und Mephistopheles den Brocken besteigen, um einfach an dem Walpurgisnachtsfest teilzunehmen, oder ob Goethe damit die Sexualität des Menschen indirekt, aber gründlich aufzeigen will. Nach meiner Meinung beschreibt Goethe metaphorisch, wie ein Mensch ungestüm von der Sexualität an- und fortgetrieben wird. Und das war die mächtigste Falle, die Mephistopheles Faust stellte. Die 'Faust' Ausgabe von Albrecht Schöne (2003) öffnete den sogenannten 'Walpurgissack' und zeigte wieder die der Selbstzensur zum Opfer gefallene Satans- und Hochgerichtserscheinungszene. Und mit diesen beiden Szenen wurde die versteckte Bedeutug der anderen Szenen neu erweckt. In diesem Kontext habe ich versucht, unerklärbare Stellen sachlicher und verständlicher zu interpretieren und zu zeigen, dass sich fast alle Szenen in der Walpurgisnacht auf die ungeheure Macht der Sexualität beziehen. Also kann man folgern, dass auch Faust vor der mächtigen Natur kein selbständiges Subjekt bleibt. Trotzdem kann es nicht anders sein, als dass Faust ein Übeltäter und Gretchen ein Opfer ist. Faust und Gretchen haben sich geliebt, aber nur Gretchen und ihre Familie sind dabei zugrunde gegangen. Gretchens Tragödie war insofern kein isolierter Fall, da der Hintergrund der Tragödie die Geschichte einer Kindsmörderin namens Susanna Margaretha Brandt sehr deutlich zeigt. Der Kriminalprozeß gegen diese Kindsmörderin vermittelte über den individuellen Fall hinaus Einblicke in Fühlen und Denken der beteiligten Personen. Kurz gesagt, war Susanna ein Opfer der Vorurteile ihrer Zeit, die wir als Zeitalter der 'Aufklärung' zu bezeichnen pflegen. Auch Gretchen war ein Opfer der damaligen Zeit. Und man kann sagen, dass Fausts Leben und Wanderschaft danach ohne Gretchen nicht zu denken ist. Fausts Schicksal und dasjenige Gretchens sind unausweichlich, notwendig verbunden. Faust wollte Gretchen verlassen, aber vermochte das bis zum Ende nicht wirklich. Um den Lesern diese letzte Erkenntnis zu verdeutlichen, hat Goethe seinen Faust so lange wandern lassen. Und das setzt ein sich gegenseitig spiegelndes Innen und Außen, Vergangenheit und Gegenwart immer als ein Körper denkendes Geschichtsbewußtsein voraus. Anders gesagt, ohne Gretchen, kein Faust. Deswegen dürfen wir keineswegs hochmütig Mitgefühl für das Opfer aussprechen, sondern wir müssen unser Dasein immer auf das Opfer zurückführen. Das bedeutet, dass der Übeltäter Faust nur durch das Opfer Gretchen gerettet werden kann. Und deshalb sagt Goethe am Ende des Werkes: “Das Ewig-Weibliche/ Zieht uns hinan.".

Abstract

Die ‘Walpurgisnacht' ist eine Szene, wo Goethe die Frage stellt: 'Was bedeutet den Menschen Sexualität?'. Aber die Handlung der ’Walpurgisnacht’ an sich ist unklar und schleierhaft. Man kann nicht eindeutig erkennen, ob die zwei Männer Faust und Mephistopheles den Brocken besteigen, um einfach an dem Walpurgisnachtsfest teilzunehmen, oder ob Goethe damit die Sexualität des Menschen indirekt, aber gründlich aufzeigen will. Nach meiner Meinung beschreibt Goethe metaphorisch, wie ein Mensch ungestüm von der Sexualität an- und fortgetrieben wird. Und das war die mächtigste Falle, die Mephistopheles Faust stellte. Die 'Faust' Ausgabe von Albrecht Schöne (2003) öffnete den sogenannten 'Walpurgissack' und zeigte wieder die der Selbstzensur zum Opfer gefallene Satans- und Hochgerichtserscheinungszene. Und mit diesen beiden Szenen wurde die versteckte Bedeutug der anderen Szenen neu erweckt. In diesem Kontext habe ich versucht, unerklärbare Stellen sachlicher und verständlicher zu interpretieren und zu zeigen, dass sich fast alle Szenen in der Walpurgisnacht auf die ungeheure Macht der Sexualität beziehen. Also kann man folgern, dass auch Faust vor der mächtigen Natur kein selbständiges Subjekt bleibt. Trotzdem kann es nicht anders sein, als dass Faust ein Übeltäter und Gretchen ein Opfer ist. Faust und Gretchen haben sich geliebt, aber nur Gretchen und ihre Familie sind dabei zugrunde gegangen. Gretchens Tragödie war insofern kein isolierter Fall, da der Hintergrund der Tragödie die Geschichte einer Kindsmörderin namens Susanna Margaretha Brandt sehr deutlich zeigt. Der Kriminalprozeß gegen diese Kindsmörderin vermittelte über den individuellen Fall hinaus Einblicke in Fühlen und Denken der beteiligten Personen. Kurz gesagt, war Susanna ein Opfer der Vorurteile ihrer Zeit, die wir als Zeitalter der 'Aufklärung' zu bezeichnen pflegen. Auch Gretchen war ein Opfer der damaligen Zeit. Und man kann sagen, dass Fausts Leben und Wanderschaft danach ohne Gretchen nicht zu denken ist. Fausts Schicksal und dasjenige Gretchens sind unausweichlich, notwendig verbunden. Faust wollte Gretchen verlassen, aber vermochte das bis zum Ende nicht wirklich. Um den Lesern diese letzte Erkenntnis zu verdeutlichen, hat Goethe seinen Faust so lange wandern lassen. Und das setzt ein sich gegenseitig spiegelndes Innen und Außen, Vergangenheit und Gegenwart immer als ein Körper denkendes Geschichtsbewußtsein voraus. Anders gesagt, ohne Gretchen, kein Faust. Deswegen dürfen wir keineswegs hochmütig Mitgefühl für das Opfer aussprechen, sondern wir müssen unser Dasein immer auf das Opfer zurückführen. Das bedeutet, dass der Übeltäter Faust nur durch das Opfer Gretchen gerettet werden kann. Und deshalb sagt Goethe am Ende des Werkes: “Das Ewig-Weibliche/ Zieht uns hinan.".

참고문헌 (8)

  1. Goethe, Johann Wolfgang, "Faust. Texte und Kommentare" (2003), Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig
  2. Bergengruen, Maximilian, "Goethes und Fausts 'Erste Walpurgisnacht', in: Wechselleben der Weltgegenstände" (2010), iversitätsverlag Winter Heide
  3. Beutler, Ernst, "Essays um Goethe" (1980), Zürich und München
  4. Birkner, Siegfried, "Das Leben und Sterben der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt, In Nach den Prozeßakten der Kaiserlichen Freien Reichsstadt Frankfurt am Main, der sogenannten Criminalia", dargestellt von Siegfried
  5. Birkner, Fankfurt am Main, "Breuer, Dieter : Aufbruch ins Unbeschreibliche" (1973), Goethe-Studien II
  6. Schöne, Albrecht, "Götterzeichen Liebeszauber Satanskult" (1993), Neue Einblicke in alte Goethetexte
  7. Lipinski, Krzysztof, "Denn dies Metall lässt sich in alles wandeln. Gold und Sexualität als Instrumente des Bösen in Goethes ‘Faust“, in Resonanzen", Festschrift für Hans Joachim Kreutzer zum, 65 (2000), Geburtstag
  8. Vaget, Hans Rudolf, "Der Family-Goethe? Selbstzensur und Kanonbildung am Beispiel von Goethes erotischer Dichtung, in: Jahrbuch für internationale Germanistik. Band 58. Akten des 10. Internationalen Germanistenkongreß Wien 2000", Zeitenwende-Die Germanistik auf dem Weg, 20(21) (2000), Jahrhundert

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