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“청춘의 돛에 불던 유토피아의 바람―그 바람에 대한 추억” ― 크리스타 볼프의 『천사의 도시 또는 프로이트 박사의 외투』

“Erinnerung an den Wind Utopias in den Segeln ihrer Jugend” ― Christa Wolfs Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud

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주제분류독일어와문학

초록

Im Juni 2010 ist ein neuer Roman Christa Wolfs Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud erschienen. Über diesen Roman gab es Kritik von einigen Rezensenten, dass es “eine Panne” ist, ihn “kühn als einen Roman” zu bezeichnen, weil er eher einer Biographie bzw. einem Tagebuch näher als einem Roman sei. Diese Kritik läßt sich einigermaßen verstehen, weil Wolfs neuer Roman hauptsächlich aus Erinnerungen, Notizen, Berichten über das Alltagsleben und die Landschaft besteht. In der Tat liegen dem Roman die Erfahrungen, die Wolf während ihres Aufenthaltes in U.S.A vom Herbst 1992 bis Sommer 1993 gemacht hat, zugrunde. Aber wenn man die früheren Werke Wolfs berücksichtigt, ist nicht schwer zu erkennen, dass dieser Roman viele Gemeinsamkeiten mit früheren hat. Das charakteristische Merkmal der Wolfschen Werken kennzeichnet man als <Subjektive Authentizität>. Darunter versteht Wolf das Schreibprinzip, “wahrheitsgetreu zu erfinden auf Grund eigener Erfahrung”. In Kindheitsmuster wurde das Prinzip exemplarisch gezeigt, indem sie auf Grund eigener Erfahrungen aus der Jugendzeit die nationalsozialistische Gesellschaft rückblickend rekonstruiert. In Stadt der Engel versucht Wolf auch, das Leben der Intellektuellen in der DDR auf Grund eigener Erfahrungen zu rekonstruieren. In Stadt der Engel handelt es sich um eine radikale Selbstbefragung: Christa Wolf erfuhr 1992 bei dem Durchsehen eigener Stasiakten, dass es auch sogenannte Täterakte gab, die sie von 1959 bis 1962 als IM der Stasi angefertigt hatte. Die Täterakte bestand nur aus einigen harmlosen Berichten und Gesprächen mit Stasileuten. Aber nur mit der Tatsache, dass sie IM gewesen war, wurde sie von den Medien als Feige und Böse verurteilt. Am schwierigsten zu erklären war es, dass sie bis dahin an ihre Tätigkeit als IM keine Erinnerung mehr hatte. In Stadt der Engel stellt die Ich-Erzählerin ständig die Frage: “wie konnte ich das vergessen?”Im Roman versucht die Ich-Erzählerin, durch bohrende Selbstanalyse darüber Antwort zu geben. Dabei spielt der Freuds Mantel, ein symbolisches Geschenk eines Freundes, wichtige Rolle. Sie versucht zunächst, das Vergessen mit dem Begriff Freuds <Verdrängung> zu erklären. Darüber hinaus werden auch ihre Autoritätsgläubigkeit, Schuldgefühle und ein dominierendes Über-Ich als weitere Gründe zur Indentifizierung mit der DDR reflektiert. Die zweite Frage, die die Ich-Erzählerin stellt, lautet: “War das Leben in der DDR umsonst?” Nach der Einheit wurden die DDR als ein Unrechtsstaat und die Intellektuellen, die bis zu ihrem Untergang in der DDR geblieben waren, als Kollaborateure verurteilt. Christa Wolf kritisiet dagegen und fordert, “etwas differenzierter mit diesem Land und den Menschen, die dort gelebt haben, umzugehen”. In Stadt der Engel versucht Wolf, die DDR und das Leben der Intellektuellen möglichst vielfältig zu beschreiben, damit sich viele Schichten und Facetten des Lebens erscheinen.

Abstract

Im Juni 2010 ist ein neuer Roman Christa Wolfs Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud erschienen. Über diesen Roman gab es Kritik von einigen Rezensenten, dass es “eine Panne” ist, ihn “kühn als einen Roman” zu bezeichnen, weil er eher einer Biographie bzw. einem Tagebuch näher als einem Roman sei. Diese Kritik läßt sich einigermaßen verstehen, weil Wolfs neuer Roman hauptsächlich aus Erinnerungen, Notizen, Berichten über das Alltagsleben und die Landschaft besteht. In der Tat liegen dem Roman die Erfahrungen, die Wolf während ihres Aufenthaltes in U.S.A vom Herbst 1992 bis Sommer 1993 gemacht hat, zugrunde. Aber wenn man die früheren Werke Wolfs berücksichtigt, ist nicht schwer zu erkennen, dass dieser Roman viele Gemeinsamkeiten mit früheren hat. Das charakteristische Merkmal der Wolfschen Werken kennzeichnet man als <Subjektive Authentizität>. Darunter versteht Wolf das Schreibprinzip, “wahrheitsgetreu zu erfinden auf Grund eigener Erfahrung”. In Kindheitsmuster wurde das Prinzip exemplarisch gezeigt, indem sie auf Grund eigener Erfahrungen aus der Jugendzeit die nationalsozialistische Gesellschaft rückblickend rekonstruiert. In Stadt der Engel versucht Wolf auch, das Leben der Intellektuellen in der DDR auf Grund eigener Erfahrungen zu rekonstruieren. In Stadt der Engel handelt es sich um eine radikale Selbstbefragung: Christa Wolf erfuhr 1992 bei dem Durchsehen eigener Stasiakten, dass es auch sogenannte Täterakte gab, die sie von 1959 bis 1962 als IM der Stasi angefertigt hatte. Die Täterakte bestand nur aus einigen harmlosen Berichten und Gesprächen mit Stasileuten. Aber nur mit der Tatsache, dass sie IM gewesen war, wurde sie von den Medien als Feige und Böse verurteilt. Am schwierigsten zu erklären war es, dass sie bis dahin an ihre Tätigkeit als IM keine Erinnerung mehr hatte. In Stadt der Engel stellt die Ich-Erzählerin ständig die Frage: “wie konnte ich das vergessen?”Im Roman versucht die Ich-Erzählerin, durch bohrende Selbstanalyse darüber Antwort zu geben. Dabei spielt der Freuds Mantel, ein symbolisches Geschenk eines Freundes, wichtige Rolle. Sie versucht zunächst, das Vergessen mit dem Begriff Freuds <Verdrängung> zu erklären. Darüber hinaus werden auch ihre Autoritätsgläubigkeit, Schuldgefühle und ein dominierendes Über-Ich als weitere Gründe zur Indentifizierung mit der DDR reflektiert. Die zweite Frage, die die Ich-Erzählerin stellt, lautet: “War das Leben in der DDR umsonst?” Nach der Einheit wurden die DDR als ein Unrechtsstaat und die Intellektuellen, die bis zu ihrem Untergang in der DDR geblieben waren, als Kollaborateure verurteilt. Christa Wolf kritisiet dagegen und fordert, “etwas differenzierter mit diesem Land und den Menschen, die dort gelebt haben, umzugehen”. In Stadt der Engel versucht Wolf, die DDR und das Leben der Intellektuellen möglichst vielfältig zu beschreiben, damit sich viele Schichten und Facetten des Lebens erscheinen.

참고문헌 (19)

  1. 김용민, "독일통일과 문학" (2008), 창비
  2. Christa Wolf, "Christa Wolfs Triumpf", Frankfurter Rundschau, 17 (2010)
  3. Christa Wolf, "Ich habe nicht an Flucht gedacht. Schriftstellerin über ihre Zeit in Los Angeles und ihr Buch Stadt der Engel. Christa Wolf im Gespräch mit Sigrid Wesener", Radiofeuilleton Deutschladradio, ~ (2010)
  4. Hilgruber, Katrin, "Christa Wolf. Der Mensch als Störfall", Der Tagesspiegel, 18 (2010)
  5. Hilzinger, Sonja, "Weibliches Schreiben als eine Ästhetik des Widerstands, in: Christa Wolf. Ein Arbeitsbuch", ~ (1990)
  6. Kämmerlings, Richard, "Mein Schutzengel nimmt es mit jedem Raumschiff auf", Frankfurter Allgemeine, 18 (2010)
  7. Knipphals, Dirk, "Der blaue Pass der DDR", taz, 18 (2010)
  8. Löffler, Sigrid, "Ich will authentisch erzählen. Ein ZEIT-Gespräch zum 70. Geburtstag von Christa Wolf", Die Zeit, 18 (1999)
  9. Magenau, Jörg, "Ans Selbstgesrpäch gefesselt", taz, 26 (2010)
  10. März, Ursula, "Selbstsuche unter der Sonne Kalifoniens", Deutschlandradio, ~ (2010)
  11. Müller, Lothar, "Ich habe die Margarete vergessen", Süddeutsche Zeitung, 19 (2010)
  12. Pfohlmann, Oliver, "Unter Freuds Mantel", literaturkritik, (8) (2010)
  13. Spiegel Gespäch, "Wir haben dieses Land geliebt", Der Spiegel, 24 (2010)
  14. Vinke, Herman, "Aktenansicht. Christa Wolf. Zerspiegel und Dialog", ~ (1993)
  15. Weidemann, Volker, "Der ungeteilte Himmel", Frankfurter Allgemeine, 14 (2010)
  16. Widmann, Arno, "Wahrheit und Wahn", Frankfurter Rundschau, 14 (2010)
  17. Wolf, Christa, "Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud", ~ (2010)
  18. Wolf, Christa, "Eine Auskunft", Berliner Zeitung, 21 (1993)
  19. Wolf, Christa, "Lesen und Schreiben. Essays, Aufsätze, Reden", ~ (1980)

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