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“아주 주관적인 쉴러 연구” ― 토마스 만의 초기 단편 소설 『힘겨운 시간』에서 데카당스 문제

Eine “sehr subjektive Schillerstudie” ― Die Problematik der Dekadenz in Thomas Manns frühe Erzählung Schwere Stunde

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주제분류독일어와문학

초록

Schwere Stunde ist eine Auftragsarbeit, die Thomas Mann nach der Rückkehr von seiner Hochzeitsreise für die Schiller-Nummer des Simplicissimus zum 100. Todestag des Dichters schrieb. Es ist unübersehbar, dass der Held des Schweren Stunde sich nicht bloß in der Schaffenstrapaze befindet, unter der jeder Künstler, obwohl unterschiedlich stark, phasenweise leidet. Sie bezieht sich direkt auf die Probleme Schillers aber unterschwellig auch auf die der zeitgenössischen Künstler, nämlich diejenigen der Dekadenz. Während ein Gott als der naive Dichter sich auf das »Schaffen« bezieht, ist ein Held als der sentimentalische mit dem »Erkennen« verbunden. Die Problematik des Helden in der Skizze Schwere Stunde entspringt dem Leiden des sentimentalischen Künstlers an seiner Konstitution, die es ihm unmöglich macht, naiv zu schaffen. Kompliziert zu werden scheint es, wenn man in Betracht zieht, dass der Held des Schweren Stunde auf ein Synthese, nämlich erkennendes Schaffen zielt. Jedoch ist diese Überwindung aus der Perspektive Nietzsches gleich als eine Art Betrug zu entlarven. Ein Scharlatan, der Wirkungen zu erzielen weiß, an die er gar nicht glaubt, ist er, wie dessen Verfasser Thomas Mann. Allerdings besagt die kleine Erzählung, dass Thomas Manns Dekadenz-Verständnis nicht nur bei Nietzsche-Wagner beginnt, sondern auch schließlich auf Schillers Über naive und sentimentalische Dichtung zurückzuführen ist. Der Reiz der Schweren Stunde liegt in der Spannung zwischen den authentischen biographischen Elementen, die sich auf Schiller beziehen, und den autobiographischen Passagen, in denen Thomas Mann mit bemerkenswerter Offenheit von sich selbst spricht. Die Erzählung ist eine "sehr subjektive Schillerstudie".

Abstract

Schwere Stunde ist eine Auftragsarbeit, die Thomas Mann nach der Rückkehr von seiner Hochzeitsreise für die Schiller-Nummer des Simplicissimus zum 100. Todestag des Dichters schrieb. Es ist unübersehbar, dass der Held des Schweren Stunde sich nicht bloß in der Schaffenstrapaze befindet, unter der jeder Künstler, obwohl unterschiedlich stark, phasenweise leidet. Sie bezieht sich direkt auf die Probleme Schillers aber unterschwellig auch auf die der zeitgenössischen Künstler, nämlich diejenigen der Dekadenz. Während ein Gott als der naive Dichter sich auf das »Schaffen« bezieht, ist ein Held als der sentimentalische mit dem »Erkennen« verbunden. Die Problematik des Helden in der Skizze Schwere Stunde entspringt dem Leiden des sentimentalischen Künstlers an seiner Konstitution, die es ihm unmöglich macht, naiv zu schaffen. Kompliziert zu werden scheint es, wenn man in Betracht zieht, dass der Held des Schweren Stunde auf ein Synthese, nämlich erkennendes Schaffen zielt. Jedoch ist diese Überwindung aus der Perspektive Nietzsches gleich als eine Art Betrug zu entlarven. Ein Scharlatan, der Wirkungen zu erzielen weiß, an die er gar nicht glaubt, ist er, wie dessen Verfasser Thomas Mann. Allerdings besagt die kleine Erzählung, dass Thomas Manns Dekadenz-Verständnis nicht nur bei Nietzsche-Wagner beginnt, sondern auch schließlich auf Schillers Über naive und sentimentalische Dichtung zurückzuführen ist. Der Reiz der Schweren Stunde liegt in der Spannung zwischen den authentischen biographischen Elementen, die sich auf Schiller beziehen, und den autobiographischen Passagen, in denen Thomas Mann mit bemerkenswerter Offenheit von sich selbst spricht. Die Erzählung ist eine "sehr subjektive Schillerstudie".

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