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악마와 성모 - 테오필루스 전설과 파우스트 드라마에 나타나는 ‘악마와의 계약’

Der Teufel und die heilige Maria Der Teufelspakt in der Theophilus-Legende und dem Faust-Drama

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주제분류독일어와문학

초록

Was den Teufelspakt in der Literatur des Spätmittelalters angeht, gibt eszwei bedeutende Traditionen, nämlich die der Historia von D Johann Faustenund die der Theophilus-Legende, die der Faust-Historia vorangeht. In dervorliegenden Arbeit geht es um eine Untersuchung von Goethes Faust unterBerücksichtigung der beiden Traditionen hinsichtlich der Rolle der heiligenMaria. In der Theophilus-Tradition spielt die heilige Maria eine entscheidende Rolle,die mit der Entwicklung der Mariologie im Mittelalter verbunden ist. In derFaust-Historia erscheint Maria nicht und die Möglichkeit der Erlösung Faustsdurch Fürbitte Marias ist ausgeschlossen. Diese lutherische Atmosphäre erinnertmehr das jüngste Gericht als die Erlösung. In Goethes Urfaust erscheint die heilige Maria nur am Rande: Sie erwidertnicht auf die Bitte Gretchens, die dann am Ende gerichtet wird. Die Rolle derheiligen Maria ändert sich aber radikal im ersten Teil der Tragödie, vor allemin der Szene „Bergschluchten“. Es scheint zwar, als übernehme die heiligeMaria wieder die selbe Position wie in der Theophilus-Tradtion, indem sie dieErlösung Fausts herbeiführt. Doch fehlt dafür das wesentliche Elementchristlicher Erlösung, denn Faust bleibt ohne Reue, und erst recht ohne Buße. Welche Rolle spielt denn die heilige Maria? Sie verkörpert die Prinzipien derNatur in dem Sinne, dass sie für den Menschenverstand unergründlich, amoralisch und trotzdem mütterlich-weiblich ist. Dies drückt sich im Laufe derHandlung des Dramas in vielfältigen Formen aus:Durch den Gesang der Engel in der Szene „Prolog im Himmel“ wird dieUnergründlichkeit der Natur zuerst betont. Der Erdgeist in der Szene „Nacht“versinnbildlicht dann die Natur, die das menschliche Vorstellungsvermögenübersteigt. Nach dieser Erfahrung scheitert Faust völlig mit dem Versuch, sichseiner Identität als Ebenbild der Gottheit zu versichern, und unter diesenVoraussetzungen wird der Vertrag oder die Wette geschlossen. Was Faust sich in seinem Vertrag mit Mephisto wünscht, ist kein bestimmtesObjekt oder Ziel, sondern das Streben selbst, gleich ob es gut oder böse ist. Erwill nie verweilen, wenn es auch so schön ist. Er will keine Erfüllungerkennen. Dies wiederum ist ein Zeichen der Natur, die sich stets bewegt, undes besagt auch, dass eine Homologie zwischen dem Leben des Menschen undden Erscheinungen der Natur besteht, wie es in der ersten Szene des zweitenTeils „Anmutige Gegend“ angedeutet wird. Die Engel sagen dann in seinemTod, dass erlöst werden kann, wer sich strebend bemüht. Hier geht es nichtdarum, ob Faust moralisch zu retten ist, sondern um die Homologie zwischenMensch und Natur in bezug auf die stete Bewegung. Am Ende erscheint dieheilige Maria als ein Sinnbild des ewig Weiblichen, das alles hervorbringt undwieder in sich aufnimmt, was auch ein Prinzip der Natur ist, die jenseits vonGut und Böse steht. In bezug auf Marias Rolle als Mediatrix scheinen die Theophilus-Traditionund die Historia von D Johann Fausten zwar gegensetzlich zueinander zu stehen,aber beide basieren auf dem Dualismus von Gut und Böse in dem Sinne, dasses von Anfang bis Ende klar bleibt, welche Seite das Gute vertritt. Der Sieg desGuten über das Böse in der Theophilus-Legende und das Gericht über das Bösein der Faust-Historia sind eigenltich das Selbe, denn das christilch Gute alsSieger wird in den beiden gleich a priori vorausgesetzt. Goethes Gestaltung derMaria zeigt Fausts Erlösung in einer hochgradig katolisch-christlichenAtmosphäre, wobei die christlich wesentliche Frage, was gut und was schlechtist, sich verflüchtigt, so dass der Dualismus in sich zusammen fällt.

Abstract

Was den Teufelspakt in der Literatur des Spätmittelalters angeht, gibt eszwei bedeutende Traditionen, nämlich die der Historia von D Johann Faustenund die der Theophilus-Legende, die der Faust-Historia vorangeht. In dervorliegenden Arbeit geht es um eine Untersuchung von Goethes Faust unterBerücksichtigung der beiden Traditionen hinsichtlich der Rolle der heiligenMaria. In der Theophilus-Tradition spielt die heilige Maria eine entscheidende Rolle,die mit der Entwicklung der Mariologie im Mittelalter verbunden ist. In derFaust-Historia erscheint Maria nicht und die Möglichkeit der Erlösung Faustsdurch Fürbitte Marias ist ausgeschlossen. Diese lutherische Atmosphäre erinnertmehr das jüngste Gericht als die Erlösung. In Goethes Urfaust erscheint die heilige Maria nur am Rande: Sie erwidertnicht auf die Bitte Gretchens, die dann am Ende gerichtet wird. Die Rolle derheiligen Maria ändert sich aber radikal im ersten Teil der Tragödie, vor allemin der Szene „Bergschluchten“. Es scheint zwar, als übernehme die heiligeMaria wieder die selbe Position wie in der Theophilus-Tradtion, indem sie dieErlösung Fausts herbeiführt. Doch fehlt dafür das wesentliche Elementchristlicher Erlösung, denn Faust bleibt ohne Reue, und erst recht ohne Buße. Welche Rolle spielt denn die heilige Maria? Sie verkörpert die Prinzipien derNatur in dem Sinne, dass sie für den Menschenverstand unergründlich, amoralisch und trotzdem mütterlich-weiblich ist. Dies drückt sich im Laufe derHandlung des Dramas in vielfältigen Formen aus:Durch den Gesang der Engel in der Szene „Prolog im Himmel“ wird dieUnergründlichkeit der Natur zuerst betont. Der Erdgeist in der Szene „Nacht“versinnbildlicht dann die Natur, die das menschliche Vorstellungsvermögenübersteigt. Nach dieser Erfahrung scheitert Faust völlig mit dem Versuch, sichseiner Identität als Ebenbild der Gottheit zu versichern, und unter diesenVoraussetzungen wird der Vertrag oder die Wette geschlossen. Was Faust sich in seinem Vertrag mit Mephisto wünscht, ist kein bestimmtesObjekt oder Ziel, sondern das Streben selbst, gleich ob es gut oder böse ist. Erwill nie verweilen, wenn es auch so schön ist. Er will keine Erfüllungerkennen. Dies wiederum ist ein Zeichen der Natur, die sich stets bewegt, undes besagt auch, dass eine Homologie zwischen dem Leben des Menschen undden Erscheinungen der Natur besteht, wie es in der ersten Szene des zweitenTeils „Anmutige Gegend“ angedeutet wird. Die Engel sagen dann in seinemTod, dass erlöst werden kann, wer sich strebend bemüht. Hier geht es nichtdarum, ob Faust moralisch zu retten ist, sondern um die Homologie zwischenMensch und Natur in bezug auf die stete Bewegung. Am Ende erscheint dieheilige Maria als ein Sinnbild des ewig Weiblichen, das alles hervorbringt undwieder in sich aufnimmt, was auch ein Prinzip der Natur ist, die jenseits vonGut und Böse steht. In bezug auf Marias Rolle als Mediatrix scheinen die Theophilus-Traditionund die Historia von D Johann Fausten zwar gegensetzlich zueinander zu stehen,aber beide basieren auf dem Dualismus von Gut und Böse in dem Sinne, dasses von Anfang bis Ende klar bleibt, welche Seite das Gute vertritt. Der Sieg desGuten über das Böse in der Theophilus-Legende und das Gericht über das Bösein der Faust-Historia sind eigenltich das Selbe, denn das christilch Gute alsSieger wird in den beiden gleich a priori vorausgesetzt. Goethes Gestaltung derMaria zeigt Fausts Erlösung in einer hochgradig katolisch-christlichenAtmosphäre, wobei die christlich wesentliche Frage, was gut und was schlechtist, sich verflüchtigt, so dass der Dualismus in sich zusammen fällt.

참고문헌 (19)

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  5. Wolfgang Behringer, "Das unheilvollste Buch der Weltliteratur«? Zur Entstehungs-und Wirkungsgeschichte des Malleus Maleficarum und zu den Anfängen der Hexenverfolgung. In: Heinrich Kramer (Institoris): Der Hexenhammer. Malleus maleficarum. Kommentierte Neuübersetzung, herausgegeben und übersetzt von Günter Jerouschek", pp.2000, Behringer, Wolfgang
  6. Bink, Tatjana, "Als die Teufel fliegen lernten, In Zur Genese des Hexenglaubens bis zur Frühen Neuzeit" (2008)
  7. Daxelmüller, Christoph, "Zauberer, Hexen und Magie" (2003)
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  14. Hille, Iris, "Der Teufelspakt in frühneuzeitlichen Verhörprotokollen, In Standardisierung und Regionalisierung im Frühneuhochdeutschen" (2009)
  15. Levack, Brian P., "Hexenjagd. Die Geschichte der Hexenverfolgung in Europa" (2009), Auflage
  16. Münkler, Marina, "Narrative Ambiguität. Die Faustbücher des 16" (2011), Jahrhunderts
  17. Rohrmann, Eckhard, "Mythen und Realitäten des Anders-Seins. Gesellschaftliche Konstruktionen seit der frühen Neuzeit" (2011), überarbeitete und erweiterte Auflage
  18. Schmidt, Jochen, "Goethes Faust, Erster und Zweiter Teil: Grundlagen, Werk, Wirkung" (2001), Auflage
  19. Schnyder, André, "Das mittelniederdeutsche Theophilus-Spiel. Text – Übersetzung – Stellenkommentar" (2009)

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