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『파우스트』의 희극적 요소

Die komischen Elemente in Goethes Faust

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주제분류독일어와문학

초록

Angesichts seiner dominierenden Stilhöhe und seiner Pathosmomente gilt Goethes Faust zweifelsohne als eine Tragödie. Jedoch steht nicht nur das Happyend des Zweiten Teils, sondern die generelle Handlungstendenz sowie die Darstellungsart der beiden Tragödien im Widerspruch zu dieser Gattungsbestimmung. Für eine produktivere Leseerfahrung von Goethes Meisterwerk gilt es, die Momente dieses Widerspruchs, konkret gesagt, die untragischen, also komischen Elemente des Dramas möglichst ausführlich zu zerlegen. Das will diese Arbeit versuchen. Der ‘Prolog im Himmel’, der davon handelt, dass der Herr Faust dem Mephistopheles überläßt, sieht schon das glückliche, erlösende Ende voraus. “Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange/ Ist sich des rechten Weges wohl bewußt.” Der Teufel hat im christlichen Heilsdrama keine Chance. Der Teufel, dessen Rolle Mephisto spielt, wird durch die personifizierten moralischen Laster zur lächerlichen Figur. Mephisto bricht das Tragische mittels des Komischen und verhindert sowohl durch seine Darstellungsart (Ironie, Satire, Witze, Parodie, Zynismus usw.) als auch durch seine Gebärden (Obszönität, Niedrigkeit usw.) alles Erhabene. Das Wesen der tragischen Personen und ihrer Erhabenheit liegt in ihrer integren Körperlichkeit: “Alles was ihrem Körper geschieht, muß in hohem Stil geschehen, und alles Niedrige und Kreatürliche muß fortbleiben (Auerbach).” Mephistos komische Haltung provoziert all die sittlichen und moralischen Regeln, die die klassischen Tragödien lehren. Die Titelgestalt der Tragödie, Faust, fehlt nach der aristotelischen Bestimmung das Leiden als die elementare Bedingung des Tragischen. In keinem Moment wendet sich ihm das Mitleid des Zuschauers oder des Lesers zu. Die Symphatie des Zuschauers mit dem Protagonisten aufgrund von Gemeinsamkeiten ermöglicht erst eine tragische Wirkung. Aber Faust, ‘der Übermensch’ strebt permanent über die conditio humana hinaus. Er erhebt sich über jede begrenzende, bedingende Menschenform und erlaubt es dem Zuschauer daher nicht, sich mit ihm zu identifizieren. Fausts fortwährendes Hochkommen nach jedem Fall und sein stetiges Streben nach dem Absouluten macht aus ihm einen mechanischen Überlebensmenschen, worin Bergson Chiffren der komischen Figur sieht: “Man stößt tiefer hinunter, und er springt höher wieder hinauf.” Fausts Bestrebungen richten sich auf die höchsten Ziele der Menschheit und gerade dadurch gefährdet er das Reich des Bösen. Gerade wegen der idealen Grundtendenz seines Strebens wird Fausts Erlösung möglich. Diese Erlösung ist der gute Grund, warum die Tragödie Faust zur göttlichen Komödie wird.

Abstract

Angesichts seiner dominierenden Stilhöhe und seiner Pathosmomente gilt Goethes Faust zweifelsohne als eine Tragödie. Jedoch steht nicht nur das Happyend des Zweiten Teils, sondern die generelle Handlungstendenz sowie die Darstellungsart der beiden Tragödien im Widerspruch zu dieser Gattungsbestimmung. Für eine produktivere Leseerfahrung von Goethes Meisterwerk gilt es, die Momente dieses Widerspruchs, konkret gesagt, die untragischen, also komischen Elemente des Dramas möglichst ausführlich zu zerlegen. Das will diese Arbeit versuchen. Der ‘Prolog im Himmel’, der davon handelt, dass der Herr Faust dem Mephistopheles überläßt, sieht schon das glückliche, erlösende Ende voraus. “Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange/ Ist sich des rechten Weges wohl bewußt.” Der Teufel hat im christlichen Heilsdrama keine Chance. Der Teufel, dessen Rolle Mephisto spielt, wird durch die personifizierten moralischen Laster zur lächerlichen Figur. Mephisto bricht das Tragische mittels des Komischen und verhindert sowohl durch seine Darstellungsart (Ironie, Satire, Witze, Parodie, Zynismus usw.) als auch durch seine Gebärden (Obszönität, Niedrigkeit usw.) alles Erhabene. Das Wesen der tragischen Personen und ihrer Erhabenheit liegt in ihrer integren Körperlichkeit: “Alles was ihrem Körper geschieht, muß in hohem Stil geschehen, und alles Niedrige und Kreatürliche muß fortbleiben (Auerbach).” Mephistos komische Haltung provoziert all die sittlichen und moralischen Regeln, die die klassischen Tragödien lehren. Die Titelgestalt der Tragödie, Faust, fehlt nach der aristotelischen Bestimmung das Leiden als die elementare Bedingung des Tragischen. In keinem Moment wendet sich ihm das Mitleid des Zuschauers oder des Lesers zu. Die Symphatie des Zuschauers mit dem Protagonisten aufgrund von Gemeinsamkeiten ermöglicht erst eine tragische Wirkung. Aber Faust, ‘der Übermensch’ strebt permanent über die conditio humana hinaus. Er erhebt sich über jede begrenzende, bedingende Menschenform und erlaubt es dem Zuschauer daher nicht, sich mit ihm zu identifizieren. Fausts fortwährendes Hochkommen nach jedem Fall und sein stetiges Streben nach dem Absouluten macht aus ihm einen mechanischen Überlebensmenschen, worin Bergson Chiffren der komischen Figur sieht: “Man stößt tiefer hinunter, und er springt höher wieder hinauf.” Fausts Bestrebungen richten sich auf die höchsten Ziele der Menschheit und gerade dadurch gefährdet er das Reich des Bösen. Gerade wegen der idealen Grundtendenz seines Strebens wird Fausts Erlösung möglich. Diese Erlösung ist der gute Grund, warum die Tragödie Faust zur göttlichen Komödie wird.

참고문헌 (18)

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