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데니스 간젤의 영화 <디 벨레> (2008)에 나타난 폭력

Gewalt in Dennis Gansels Die Welle

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주제분류독일어와문학

초록

In dieser Arbeit werden die Gründe der Veränderung des Individuums undder Gewaltbereitschaft in einer autokratischen Gemeinschaft in Dennis GanselsFilm Die Welle anhand der Freudschen Psychoanalyse untersucht. Der Film beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, auf einem Experiment,das Ron Jones 1967 mit Schülern an einer Highschool im kalifornischen PaloAlto durchfuhrte. Dennis Gansel hat diesen Stoff ins Deutschland derGegenwart übertragen, um zu zeigen, dass eine autokratische Gemeinschaft ineinem aufgeklärten Deutschland möglich ist sowie überall und immerMenschen verführen kann. Im Rahmen einer Projektwoche behandelt der Gymnasiallehrer RainerWenger mit seiner Klasse das Thema “Autokratie”. Und er startet einExperiment, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur verständlich zumachen und sie am eignen Leib die Verführbarkeit zum Faschismus und dieUnterordnung unter faschistische Normen erfahren zu lassen. Wenger wird zumAnführer gewählt und führt neue Disziplinen ein, und zwar eine strengreglementierte Sitzordnung und fixierte Anredeformen. Die Schüler bestimmenden Gruppennamen “Welle”, tragen uniforme Kleidung, grüßen sich mit einerspezifischen Handbewegung, entwerfen ein eigenes Logo und entwickeln eineWebseite, um das Gemeinsamkeitsgefühl zu stärken. Sie grenzen mit der Zeitandere Schüler, die nicht zur Welle gehören, systematisch aus, setzen sie unterDruck, betrachten sie sogar als Feinde und üben auf sie Gewalt aus. WengersExperiment erreicht eine gewaltige Eigendynamik und gerät außer Kontrolle. Der Schüler Tim, früher ein nicht respektierter Außenseiter und nun der flammendste Anhänger der “Welle”, erschießt sich zum Schluss. Die Mitglieder einer Gemeinschaft halten nach Freud durch Identifizierungmit dem Führer und mit den anderen Mitgliedern libidinös zusammen, indemsie ein gemeinsames Ideal ausbilden. Sie projizieren das Verdrängte in dieNichtmitglieder, halten sich selbst für besser als sie und grenzen sie aus. Siezeigen aggressives Verhalten gegenüber den Nichtmitgliedern, weil sie denwegen des Über-Ichs verdrängten Aggressionstrieb und dabei auch denGruppennarzissmus ohne Konflikt mit dem Über-Ich befriedigen können. DieGemeinschaft, die den Aggressionstrieb bequem befriedigen lässt, ist fürMenschen immer anziehend.

Abstract

In dieser Arbeit werden die Gründe der Veränderung des Individuums undder Gewaltbereitschaft in einer autokratischen Gemeinschaft in Dennis GanselsFilm Die Welle anhand der Freudschen Psychoanalyse untersucht. Der Film beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, auf einem Experiment,das Ron Jones 1967 mit Schülern an einer Highschool im kalifornischen PaloAlto durchfuhrte. Dennis Gansel hat diesen Stoff ins Deutschland derGegenwart übertragen, um zu zeigen, dass eine autokratische Gemeinschaft ineinem aufgeklärten Deutschland möglich ist sowie überall und immerMenschen verführen kann. Im Rahmen einer Projektwoche behandelt der Gymnasiallehrer RainerWenger mit seiner Klasse das Thema “Autokratie”. Und er startet einExperiment, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur verständlich zumachen und sie am eignen Leib die Verführbarkeit zum Faschismus und dieUnterordnung unter faschistische Normen erfahren zu lassen. Wenger wird zumAnführer gewählt und führt neue Disziplinen ein, und zwar eine strengreglementierte Sitzordnung und fixierte Anredeformen. Die Schüler bestimmenden Gruppennamen “Welle”, tragen uniforme Kleidung, grüßen sich mit einerspezifischen Handbewegung, entwerfen ein eigenes Logo und entwickeln eineWebseite, um das Gemeinsamkeitsgefühl zu stärken. Sie grenzen mit der Zeitandere Schüler, die nicht zur Welle gehören, systematisch aus, setzen sie unterDruck, betrachten sie sogar als Feinde und üben auf sie Gewalt aus. WengersExperiment erreicht eine gewaltige Eigendynamik und gerät außer Kontrolle. Der Schüler Tim, früher ein nicht respektierter Außenseiter und nun der flammendste Anhänger der “Welle”, erschießt sich zum Schluss. Die Mitglieder einer Gemeinschaft halten nach Freud durch Identifizierungmit dem Führer und mit den anderen Mitgliedern libidinös zusammen, indemsie ein gemeinsames Ideal ausbilden. Sie projizieren das Verdrängte in dieNichtmitglieder, halten sich selbst für besser als sie und grenzen sie aus. Siezeigen aggressives Verhalten gegenüber den Nichtmitgliedern, weil sie denwegen des Über-Ichs verdrängten Aggressionstrieb und dabei auch denGruppennarzissmus ohne Konflikt mit dem Über-Ich befriedigen können. DieGemeinschaft, die den Aggressionstrieb bequem befriedigen lässt, ist fürMenschen immer anziehend.

참고문헌 (17)

  1. Gansel, Dennis, "Die Welle" (2007), Drehbuch
  2. Gansel, Dennis, "Die Welle" (2008), DVD
  3. 곽정연, "정신분석학과 문화분석-낯선 것에 대한 공격적 태도를 중심으로", 독일문학, 46(1), pp.262~280 (2005), 한국독어독문학회
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  7. Berger, Ina, "Materialien zur Unterrichtspraxis, In Materialien zu Morton Rhue: Die Welle" (2009)
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  9. "Die Welt schaut auf deutsche Filme" (2013)[URL]
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  11. "Exklusiv-Interview mit Regisseur Dennis Gansel zu “Die Welle”" (2013)[URL]
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  14. Fromm, Erich, "Anatomie der menschlichen Destruktivität" (1997)
  15. Fromm, Erich, "Die Seele des Menschen, Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen" (2003)
  16. "Interview mit Regisseur Dennis Gansel: “An den psychologischen Mechanismen hat sich nichts geändert" (2013)[URL]

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