안드레아스 그리피우스의 비극 「카르데니오와 셀린데」에 나타난 ‘사랑’에 관한 연구
Studie zur ‘Liebe’ in Andreas Gryphius' Trauerspiel Cardenio und Celinde
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초록
In der Vorrede des Trauerspiels Cardenio und Celinde, Oder Unglücklich Verliebete von Andreas Gryphius betont der Autor historischen Bezug seines Dramas und verweist auf seine didaktische Absicht, dabei besonders zwei Arten der Liebe zu exemplifizieren; “Mein Vorsatz ist zweyerley Liebe: Eine keusche / sitsame und doch inbrünstige in Olympien: Eine rasende / tolle und verzweifflende in Celinden, abzubilden”. Bei der genaueren Interpretation dieses Werkes, in dem es sich um historische Begebenheit und das Thema ‘Liebe’ handelt, muss die Bewertung von Liebe und Sexulaität in der frühen Neuzeit mit berücksichtigt werden. In der Zeit des Autors, d.h. in der Epoche des Konfessionalismus nahmen die Kirchen in der christlichen Sozialethik bezüglich der Frage der Sexualität eine rigorosere Stellung ein als die Kirche im Mittelalter. Die katholische Kirche unterdrückte durch Rückgriff auf biblische Autoritäten und die Lehren der Kirchenväter die Sexualität der Frauen und die sinnliche Liebe. Sprenger und Institoris behaupteten in ihrem Hexenhammer (1487), dass Teufel “die Herzen der Menschen zu außergewöhnlicher Liebe verändern”, und deuteten damit Liebesleidenschaft als dämonisches Phänomen. Mit der Reformation hatte Luther “den Status der Ehe und damit auch den Status der Frau in der Ehe aufgewertet” und die Frau auf das Ideal der ‘Hausmutter’ festgelegt. Die katholische und die protestantische Kirche machten die Ehe zum alleinigen Ort legitimer Sexualiät und verlangten Keuschheit vor und in der Ehe. Außerdem verboten die konfessionellen Kirchen, die sich nicht von ‘Hexenglauben’ nicht befreien konnten, streng das Praktizieren ‘schwarzer Magie', die katholische Kirche forderte die Überwindung der ‘schwarzen Magie’ durch die ‘weiße Magie’. Gryphius stellt in seinem Drama die Arten der Liebe mithilfe des Feuer-Motivs dar. Die Titelhelden Cardenio und Celinde sind vom bösen Feuer der leidenschaftlichen Liebe entzündet, mit dem “der Fürst der Vntern-Welt” “den hohen Geist” des Menschen angreift, damit er die Krone des ewigen Lebens von Gott nicht erlangen kann. Die beiden können sich nicht selbst von ihrem ‘Liebes-Wahn’ befreit werden, obwohl sie wissen, dass sie an ‘Liebeskrankheit’ leiden. Cardenio, der nicht nur vom bösen Liebesfeuer, sondern auch vom Rachefeuer, nämlich dem Zerstörungsfeuer entfacht ist, und Celinde, die schließlich aus der “Eisen=harten Not” ihrer Liebe zur ‘schwarzen Magie’ greift, werden beide gleichermaßen durch die schockartige Todes-Erfahrung von ihrem ‘Liebes-Wahn’ befreit und geheilt. Die beiden deuten ihre Todes-Erfahrung als Gottes Eingreifen, sie knien vor Gott nieder und kehren zu Gott zurück. Die weitere Hauptfigur Olympia ist nicht von ‘Liebes-Wahn’ verwirrt und versteht ihre Trennung von Cardenio und die Heirat mit Lysander im festen Glauben an Gott als dessen Vorsehung. Im Herzen von Olympia, die in diesem Drama als ‘moralisch vorbildliche Ehefrau’ eine sittsame keusche Liebe in der Ehe veranschaulicht, brennt das gute Feuer der reinen Liebe zu ihrem Ehemann Lysander. Das Drama warnt also mit dem Modell von Cardenio und Celinde vor der Gefahr der leidenschaftlichen Liebe und demonstriert anhand des Vorbildes von Olympia das protestantische Ideal der keuschen Ehe. Es hat damit die didaktische Funktion, die Zuschauer oder Leser zur Verwirklichung der gesellschaftlich geordneten Liebe und zugleich auf dem Weg des ‘recte vivere’ letztendlich zur Erlangung des ewigen Reich Gottes zu führen.
Abstract
In der Vorrede des Trauerspiels Cardenio und Celinde, Oder Unglücklich Verliebete von Andreas Gryphius betont der Autor historischen Bezug seines Dramas und verweist auf seine didaktische Absicht, dabei besonders zwei Arten der Liebe zu exemplifizieren; “Mein Vorsatz ist zweyerley Liebe: Eine keusche / sitsame und doch inbrünstige in Olympien: Eine rasende / tolle und verzweifflende in Celinden, abzubilden”. Bei der genaueren Interpretation dieses Werkes, in dem es sich um historische Begebenheit und das Thema ‘Liebe’ handelt, muss die Bewertung von Liebe und Sexulaität in der frühen Neuzeit mit berücksichtigt werden. In der Zeit des Autors, d.h. in der Epoche des Konfessionalismus nahmen die Kirchen in der christlichen Sozialethik bezüglich der Frage der Sexualität eine rigorosere Stellung ein als die Kirche im Mittelalter. Die katholische Kirche unterdrückte durch Rückgriff auf biblische Autoritäten und die Lehren der Kirchenväter die Sexualität der Frauen und die sinnliche Liebe. Sprenger und Institoris behaupteten in ihrem Hexenhammer (1487), dass Teufel “die Herzen der Menschen zu außergewöhnlicher Liebe verändern”, und deuteten damit Liebesleidenschaft als dämonisches Phänomen. Mit der Reformation hatte Luther “den Status der Ehe und damit auch den Status der Frau in der Ehe aufgewertet” und die Frau auf das Ideal der ‘Hausmutter’ festgelegt. Die katholische und die protestantische Kirche machten die Ehe zum alleinigen Ort legitimer Sexualiät und verlangten Keuschheit vor und in der Ehe. Außerdem verboten die konfessionellen Kirchen, die sich nicht von ‘Hexenglauben’ nicht befreien konnten, streng das Praktizieren ‘schwarzer Magie', die katholische Kirche forderte die Überwindung der ‘schwarzen Magie’ durch die ‘weiße Magie’. Gryphius stellt in seinem Drama die Arten der Liebe mithilfe des Feuer-Motivs dar. Die Titelhelden Cardenio und Celinde sind vom bösen Feuer der leidenschaftlichen Liebe entzündet, mit dem “der Fürst der Vntern-Welt” “den hohen Geist” des Menschen angreift, damit er die Krone des ewigen Lebens von Gott nicht erlangen kann. Die beiden können sich nicht selbst von ihrem ‘Liebes-Wahn’ befreit werden, obwohl sie wissen, dass sie an ‘Liebeskrankheit’ leiden. Cardenio, der nicht nur vom bösen Liebesfeuer, sondern auch vom Rachefeuer, nämlich dem Zerstörungsfeuer entfacht ist, und Celinde, die schließlich aus der “Eisen=harten Not” ihrer Liebe zur ‘schwarzen Magie’ greift, werden beide gleichermaßen durch die schockartige Todes-Erfahrung von ihrem ‘Liebes-Wahn’ befreit und geheilt. Die beiden deuten ihre Todes-Erfahrung als Gottes Eingreifen, sie knien vor Gott nieder und kehren zu Gott zurück. Die weitere Hauptfigur Olympia ist nicht von ‘Liebes-Wahn’ verwirrt und versteht ihre Trennung von Cardenio und die Heirat mit Lysander im festen Glauben an Gott als dessen Vorsehung. Im Herzen von Olympia, die in diesem Drama als ‘moralisch vorbildliche Ehefrau’ eine sittsame keusche Liebe in der Ehe veranschaulicht, brennt das gute Feuer der reinen Liebe zu ihrem Ehemann Lysander. Das Drama warnt also mit dem Modell von Cardenio und Celinde vor der Gefahr der leidenschaftlichen Liebe und demonstriert anhand des Vorbildes von Olympia das protestantische Ideal der keuschen Ehe. Es hat damit die didaktische Funktion, die Zuschauer oder Leser zur Verwirklichung der gesellschaftlich geordneten Liebe und zugleich auf dem Weg des ‘recte vivere’ letztendlich zur Erlangung des ewigen Reich Gottes zu führen.
참고문헌 (16)
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